Fußball: VfB Schloß Holte unterliegt SW Sende im Testspiel mit 0:1 Brandy beendet Alu-Spektakel

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Der Landesligist VfB Schloß Holte hat in seinem Testspielauftakt gegen den Bezirksliga-Aufsteiger SW Sende eine 0:1 (0:0)-Niederlage kassiert. Das Tor des Spiels schoss Torben Brandy in der 87. Minute.

Von Hendrik Fahrenwald
Anthony Boateng (links) vom Landesligisten VfB Schloß Holte versucht, SW-Torwart Stephan Peschtrich vom Ball zu trennen. Im ersten Testspiel der Saisonvorbereitung unterlag der VfB mit 0:1 gegen den neuen Bezirksligisten.
Anthony Boateng (links) vom Landesligisten VfB Schloß Holte versucht, SW-Torwart Stephan Peschtrich vom Ball zu trennen. Im ersten Testspiel der Saisonvorbereitung unterlag der VfB mit 0:1 gegen den neuen Bezirksligisten. Foto: Hendrik Fahrenwald

Zum Glück hat der VfB noch den Großteil seiner Vorbereitung vor sich. Denn Trainer Mario Lüke sah nach dem ersten Auftritt noch viel Arbeit vor sich und seinem Team. »Es gibt noch viel zu tun.«

"

Wir waren sehr torungefährlich.

VfB-Trainer Mario Lüke

"

Größtes VfB-Manko war, wie bereits in der abgelaufenen Spielzeit, die Chancenverwertung. »Wir waren sehr torungefährlich«, sagt Lüke. Dabei begann sein Team im Sportpark am Ölbach vielversprechend. Bereits in der 5. Minute setzte Mittelfeldmann Julian Lakämper einen Kopfball knapp über den Querbalken. Anschließend ebbten die Offensivbemühungen der Gastgeber allerdings ab. Erst nach 22 Minuten meldete sich der VfB zurück, als Maximilian Ulrich mit einem satten Freistoß aus 22 Metern die Latte erzittern ließ.

Neuzugänge kommen zum Zug

Auf der Gegenseite setzte Mavin Vilas Boas die erste Sender Möglichkeit am rechten Pfosten vorbei (24.). Einen weiteren Torschuss verpasste Sendes Tim Fleiter, als er in Ulrich-Manier, ebenfalls mit einem starken linken Fuß, das linke obere Toreck per Standard aus 24 Metern verfehlte (40.).

»Sende stand tief, aber sie waren bissig«, urteilt Lüke, dessen Team mit den Neuzugängen Kevin Krzemien, Anthony Boateng, Serdar Öksuz und Torwart Feim Statovci von Beginn an auflief. Letzterer bekam den Vorzug vor Nils Leistner, der im zweiten Durchgang kam.

Lüke sieht Luft nach oben

Marcel Rogalla, Stammtorwart im vergangenen Jahr, musste sich indes mit einer Rolle neben dem Feld begnügen. »Ich bin fit, aber wir haben auch zwei andere gute Torhüter«, sagt Rogalla. Bei 100 Prozent ist der Keeper anscheinend aber noch nicht. »Vor dem Spiel hat er noch ein eineinhalbstündiges Torwart-Training absolviert«, sagt Lüke.

Im zweiten Durchgang bot er zudem die Neuzugänge Julius Stückemann, Moritz Marxmeier und Sebastian Penner in der Offensive auf. Letzterer überzeugte Lüke mit seinem Spiel auf dem linken Flügel. »Er hat mir gut gefallen«, sagt Lüke, der allerdings bei allen Akteuren »noch Luft nach oben« sah.

Denn auch im zweiten Durchgang ließen die Holter Chancen ungenutzt. Erst verpasste Marxmeier eine scharfe Hereingabe von Robin Hofmann in den Fünfmeterraum. Dann machte es Lakämper zwar besser, brachte eine Hofmann-Flanke zumindest auf das Sender Tor, doch die Unterkante der Latte ließ den Ball nicht über die Linie. Die Holter Fans forderten den Videobeweis und Lakämper köpfte im Nachsetzen erneut an den Querbalken.

Folgenschwerer Fehler

Nachdem die Sender kurzzeitig auch mit einem Alu-Schuss auf sich aufmerksam machten (62.), stocherte VfB-Neuzugang Stückemann den Ball an den Sender Außenpfosten (73.). Ohne gegnerische Mithilfe wollte das Leder jedoch nicht über die Linie und so erbarmte sich VfB-Spieler Henrik Brummelte nach 87 Minuten mit einem folgenschweren Fehler.

»Wir haben das Gegentor den Sendern in den Fuß gespielt, das darf niemals passieren«, sagt Lüke, während sein Gegenüber SW-Trainer Jürgen Prüfer von einer »überragenden Balleroberung« spricht. Sendes Justin Schütte übernahm das Leder von Brummelte. Auf dem Weg zum VfB-Tor konnte ihn auch nicht VfB-Innenverteidiger Benjamin Nagel aufhalten, der sein Comeback nach einjähriger Verletzungspause feierte.

"

Besser geht es nicht.

SWS-Trainer Jürgen Prüfer

"

Im Strafraum legte der Sender Neuzugang aus der eigenen Jugend auf Routinier Torben Brandy ab, der abstaubte und das Alu-Spektakel im Sportpark beendete. »Besser geht es nicht«, resümiert Prüfer. Dessen Team darf nun nach drei Spielen innerhalb von vier Tagen durchatmen. Dem Sender Zeugwart wird es freuen. Denn zuletzt gingen SW allmählich die Trikots aus.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.