Ironman: David Smyrek und Thorben Rein absolvieren Triathlon Mit Schokocreme zur Topform

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die Hitzeschlacht überstanden: Die beiden Triathleten David Smyrek und Thorben Rein aus Schloß Holte-Stukenbrock haben zum zweiten Mal die Langdistanz im Triathlon absolviert. Beim Ironman Frankfurt verbesserte sich das Duo und trotzte der brütenden Sonne mit persönlichen Bestzeiten.

Von Hendrik Fahrenwald
Daumen hoch: David Smyrek (links) und Thorben Rein aus Schloß Holte-Stukenbrock haben den Ironman hinter sich gebracht. Am Sonntag absolvierte das Duo in Frankfurt die Langdistanz im Triathlon.
Daumen hoch: David Smyrek (links) und Thorben Rein aus Schloß Holte-Stukenbrock haben den Ironman hinter sich gebracht. Am Sonntag absolvierte das Duo in Frankfurt die Langdistanz im Triathlon. Foto: WB

Mit der Hitze mussten alle 3000 Triathleten kämpfen. Die Temperaturen forderten die Teilnehmer bereits ab 6.45 Uhr morgens nach dem Start am Langener Waldsee.

»Selbst beim Schwimmen war mir zu warm«, sagt Smyrek, der im 24 Grad warmen Wasser im Neoprenanzug ordentlich ins Schwitzen kam. Schon um 4.15 Uhr hatte er beim Frühstück im Hotel die kühle Milch vermisst und nahm statt dem obligatorischen Müsli zwei Brötchen mit Schokocreme zu sich.

Ungewohntes Frühstück

Der Leistung tat das ungewohnte Frühstück keinen Abbruch, im Gegenteil: Für die 3,8 Kilometer Schwimmen, die verkürzten 177 Radkilometer sowie den abschließenden Marathonlauf von 42,195 Kilometer brauchte Smyrek lediglich 9.45:56 Stunden. Damit war der Triathlet sogar fünf Minuten schneller und um 100 Plätze besser als bei den moderaten Temperaturen im vergangenen Jahr. »Schade, dass es so heiß war«, sagt Smyrek.

Denn vor dem Start habe er eine größere Verbesserung angepeilt. Doch daran war spätestens auf der Radstrecke nicht mehr zu denken. Die Temperaturanzeige seines Fahrrad-Computers schnellte von 21 auf 34 Grad hoch. Seine Trinkflasche war zu der Zeit seine liebste Gefährtin, die er sogar mit den Zähnen festhielt, als bei seinen Konkurrenten die Flaschen durch die Erschütterung des Kopfsteinpflasters aus den Halterungen flogen.

Ein Gefühl wie nach dem Hermannslauf

In seinen Laufschuhen verlangte der abschließende Marathon alles von Smyrek ab. Da halfen auch die rund drei Kilometer wenig, die er mit Patrick Lange mitlief, der im vergangenem Jahr beim Ironman Hawaii das Podium erreichte. »Auf der letzten halben Laufrunde kamen Knieschmerzen hinzu«, sagt Smyrek. »Ich fühle mich, einen Tag nach dem Ironman, wie nach dem Hermannslauf.« Immerhin gewann er das interne Scharmützel mit seinem Freund Thorben Rein, der sich von Smyrek eigentlich nicht überrunden lassen wollte.

Gelungener Wettkampf

Abgesehen davon war es für Rein allerdings ein gelungener Wettkampf. Zwar kam er mit einer Zeit von 11.15:12 Stunden deutlich später als Smyrek ins Ziel. Aber im Vergleich zu seinem Langstrecken-Triathlon im vergangenem Jahr hat sich Rein sogar um eineinhalb Stunden verbessert. »Damit bin ich sehr zufrieden, auch wenn die letzten beiden Laufrunden schon sehr wehtaten«, sagt Rein. Sein Vorhaben, sich ab der Hälfte des Marathons mit dem Runterzählen der Kilometer zu motivieren, ging zudem nicht auf. »Das hat nicht funktioniert«, sagt Rein. »Stattdessen habe ich ein Lied gesummt.«

Von ihrer langen Hitzeschlacht können die beiden Triathleten vom Tri-Sport-Team Verl womöglich noch lange Lieder singen.

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