Landesliga: VfB-Trainer Mario Lüke begrüßt seine Neuzugänge in Schloß Holte Der Psychologe bittet zum Vorgespräch

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Torwart-Hammer beim VfB: Der Landesligist VfB Schloß Holte hat am gestrigen Vormittag zum Trainingsauftakt gebeten. Mit dabei war als einer der bereits acht festen Neuzugänge auch Torhüter Feim Statovci, der nun Regionalliga-Erfahrung an die Oerlinghauser Straße bringt.

Von Hendrik Fahrenwald
VfB-Trainer Mario Lüke präsentiert mit ausgebreiteten Armen seine Neuzugänge (obere Reihe, von links): Feim Statovci, Julius Stückemann, Serdar Öksüz und Kevin Krzemien, sowie (vorne, von links): Sebastian Penner, Moritz Marxmeier, Gastspieler Anthony Boateng und Zurkani Ajredini.
VfB-Trainer Mario Lüke präsentiert mit ausgebreiteten Armen seine Neuzugänge (obere Reihe, von links): Feim Statovci, Julius Stückemann, Serdar Öksüz und Kevin Krzemien, sowie (vorne, von links): Sebastian Penner, Moritz Marxmeier, Gastspieler Anthony Boateng und Zurkani Ajredini. Foto: Hendrik Fahrenwald

Die Vita des neuen Torhüters ist erlesen. Statovci hat unter anderem mit den Kickers Offenbach den Titel in der Regionalliga Südwest geholt und lief zuletzt für den Oberligisten Cronenberger SC auf. Familiär zog es ihn nun nach Sennestadt und sportlich zum VfB, wo bereits sein Neffe spielt. Trotz der großen Erfahrung des 28-jährigen Kosovaren hat auch ein Mann mit solch einer sportlichen Karriere beim VfB keine Garantie auf Einsatzzeiten. »Eine Nummer 1 wird nicht geholt, sondern hier wird man eine Nummer 1«, stellt Trainer Mario Lüke beim Trainingsauftakt klar. Aufatmen also für Torwart Marcel Rogalla, der seit 13 Jahren für Schloß Holte spielt, und seinem bisherigem Konkurrenten Nils Leistner. Die beiden werden sich mit dem neuen 1,90-Meter-Mann einen heißen Dreikampf liefern.

Konkurrenzkampf

Den weiteren Konkurrenzkampf heizen die weiteren sieben Neuzugänge des VfB ein. Dabei blieb jedoch die erhoffte große Verstärkung für den Sturm aus, weil sich die Holter mit Filipe Domingues, dem 36-Tore-Mann des Bezirksligisten Heide-Paderborn, verpokerten. »Wir waren uns mit dem Spieler einig. 10 Tage später hat er uns jedoch abgesagt, darauf konnten wir nicht mehr reagieren«, sagt Lüke, der in der Vorbereitung ein »Hauptaugenmerk auf die Offensive« legt. Für frischen Offensiv-Wind können immerhin auch die verpflichteten Julius Stückemann, Moritz Marxmeier und Serdar Öksüz sowie auch der Holter Sebastian Penner, der aus der 2. Mannschaft kommt, sorgen. Neuzugang Nummer 9 könnte Anthony Boateng werden. Der derzeitige Gastspieler kommt aus der Theesener Jugend und hat sich selbst beim VfB angeboten. Einen Eindruck wird sich Lüke die nächsten Tage verschaffen.

Während eine Überraschungstüte beim Auftakt auftauchte, fehlte ein verlässlicher Routinier. Laurenz Frevert, der von SW Marienfeld zum VfB zurückkehrte, verpasste den Trainingsauftakt und wird auch in der Saisonvorbereitung fehlen. Langfristig plant Lüke mit ihm allerdings wieder im zentralen Mittelfeld.

Patrick Sielhorst erneut verletzt

Dort musste Patrick Sielhorst eine erneute Hiobsbotschaft verkraften. Der Holter, der sich im vergangenen Jahr das Kreuzband riss, erlitt die gleiche Verletzung erneut und wird auf unbestimmte Zeit dem VfB fehlen. »Wann und ob er noch für uns spielt, ist schwer zu sagen«, so Lüke. Ebenfalls fehlen wird dem Holter Trainer in Zukunft Futsal-Nationalspieler Memos Sözer, der zum VfL Theesen wechselte. »Er ist ein hochkarätiger Abgang, aber auch unser einziger«, sagt Lüke, der die Lücke des begabten Offensivtalents »im Kollektiv auffangen« möchte.

Die Reise des Kollektivs, mit dem Lüke und seine Co-Trainer Björn Pähler und Milaim Bobaj gehen, soll vor Rang 8 enden. Mit diesem Platz beendete der VfB die vergangene Saison. Natürlich soll es nun »weiter nach vorne gehen«. Denn »Stillstand ist immer negativ«, sagt Lüke ohne sich auf eine Ziel-Platzierung und Punkteanzahl festlegen zu wollen. Klar sei allerdings, dass der VfB nicht auf die Abstiegszone blicken will. »Da bin ich auch ein kleiner Hobby-Psychologe und will lieber darauf blicken, wo wir hinwollen, als zu schauen, wo wir nicht hinwollen.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.