Laufsport: Dirk Petersilie aus Schloß Holte-Stukenbrock absolviert Zugspitz-Supertrail in persönlicher Rekordzeit Der Gipfelstürmer

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). 1106 Meter über dem Meeresspiegel startete Dirk Petersilies Abenteuer beim Zugspitz-Supertrail. Rund 63 Kilometer und 3000 Höhenmeter lagen vor ihm.

Von Hendrik Fahrenwald
Auf dem Restweg hoch zur Alpspitzbahn kann Dirk Petersilie die Aussicht genießen. Der Sportler absolvierte den 63-Kilometer-Zugspitz-Supertrail in 10:50:49 Stunden. Für Petersilie war es bereits die dritte Teilnahme an dem Lauf. Dabei hat er 3000 Höhenmeter hinter sich gelassen.
Auf dem Restweg hoch zur Alpspitzbahn kann Dirk Petersilie die Aussicht genießen. Der Sportler absolvierte den 63-Kilometer-Zugspitz-Supertrail in 10:50:49 Stunden. Für Petersilie war es bereits die dritte Teilnahme an dem Lauf. Dabei hat er 3000 Höhenmeter hinter sich gelassen. Foto: WB

Bilderbuchähnliche Bergpanoramen und eine neue persönliche Bestzeit entschädigten für die Qualen zwischen Geröll, Abhängen und schmalen Kuhsteigen.

Nach gerade einmal vier Kilometern nach dem Startschuss ging es das erste Mal richtig zur Sache. Das Einlaufen war beendet, jetzt hieß es für Petersilie 750 Höhenmeter in weiteren vier Kilometern abzuspulen. »Die Wege waren wie immer, nicht geteert, geschottert oder anderweitig befestigt«, sagt Petersilie.

Hoch und runter

Seine Stöcke halfen beim Kraxeln. Oben angekommen blieb nur wenig Zeit auf dem Scharnitzjoch die Aussicht zu genießen. Knappe 900 Meter ging es wieder herunter über eine steile Wiese und verschlungene Serpentinen-Singeltrails.

Unten angekommen wartete auf Petersilie eine bekannte Streckenführung. »Dort konnte ich erst mal 20 Kilometer Hermannslauf-Profil laufen«, sagt Petersilie. Bei Kilometer 40 langte er bei der Verpflegungsstation zu. Vorher ging es allerdings noch 300 Höhenmeter hoch und 350 Höhenmeter herunter.

Im Vergleich zum letzten großen Anstieg der Etappe waren diese allerdings nur eine kleine Hürde. Mehr als 1000 Höhenmeter bewältigten die Läufer, die den 8 Kilometer langen Anstieg in Angriff nahmen. »Genau dieser letzte Hügel machte es allen auf ihren Strecken extrem schwer, egal ob sie die Distanz über 25, 36, 63, 78 oder 100 Kilometer gingen. Über dieses Stück hochalpines Gelände mussten alle«, sagt Petersilie.

Manch einer schafft es nicht

Besonders diejenigen, die auf den kürzeren Distanzen unterwegs sind, fordert der Berg enorm. »Auf den kurzen Strecken gibt es jedes Jahr einige Ausfälle, sogar Bergrettungen müssen durchgeführt werden«, sagt Petersilie. Oben angekommen auf der Alpspitzbahn gibt der Ausblick allerdings die restliche Motivation für den letzten Abstieg. »Dieser Lauf ist einer der schönsten Alpen-Landschaftsläufe. Man wird jedes Mal mit hervorragenden Panoramen belohnt«, sagt Petersilie.

Dann geht es 900 Meter bergab. Serpentinen, Wurzeln, Steine und ausgefahrene Treckerspuren liegen auf dem Weg. Petersilie nimmt den letzten Schwung mit. »Ich konnte alles, was laufbar war, auch laufen«, sagt er. »Dieses Jahr lief alles wunderbar.«

Persönlicher Rekord

Nach 10:50:49 Stunden kam er im Ziel an. Es war sein persönlicher Rekord. Das Zeitlimit von 17 Stunden knackte er damit allemal. 2014 brauchte er für dieselbe Strecke noch rund eine Stunde länger. 2015 erreichte er zwar nach 9:12 Stunden das Ziel, dabei sparte er allerdings die letzte Bergetappe aufgrund von Schlechtwetter aus. »Mit der diesjährigen Zeit bin ich superzufrieden«, sagt Petersilie. der sich auf Position 160 von 428 Startern einreiht.

In der Master Men Altersklasse schloss er auf Platz 49 von 111 Teilnehmern ab. »Jetzt gilt es gut zu regenerieren, um in zwei Wochen einen Marathon auf der Zeche Zollverein zu absolvieren«, sagt Petersilie.

Anschließend warten auf den Extremsportler im September der Jungfrau-Marathon in Interlaken und sein erster Wüstenmarathon im November in Marokko.

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