Rettungsschwimmen: Deutsche Bestzeit qualifiziert für Breslau Malkowski fährt zu den World Games

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Beim 3. DLRG-Cup Pool präsentierten sich die Schwimmer der DLRG Schloß Holte-Stukenbrock an der Spitze Deutschlands. Allen voran Jan Malkowski, der einen deutschen Rekord aufstellte und zu den World Games im Juli nach Breslau fährt.

Von Hendrik Fahrenwald
Daumen hoch: Jan Malkowski gewann die 100 Meter Retten mit Flossen in neuer deutscher Bestzeit von 45,71 Sekunden. Unter anderem dadurch sicherte er sich das begehrte Ticket für die World Games im Juli in Breslau.
Daumen hoch: Jan Malkowski gewann die 100 Meter Retten mit Flossen in neuer deutscher Bestzeit von 45,71 Sekunden. Unter anderem dadurch sicherte er sich das begehrte Ticket für die World Games im Juli in Breslau. Foto: DLRG

David Laufkötter (links) holte Platz 2 über die 100 Meter Lifesaver. Foto: DLRG

Die Tickets für das Großevent im Rettungsschwimmen waren begehrt, begrenzt und nur schwer zu sichern. Doch einer der fünf Starterplätze bei den Männern geht nach Schloß Holte-Stukenbrock. Jan Malkowski überzeugte DLRG-Bundestrainerin Elena Prelle am Wochenende in Paderborn auf ganzer Linie.

Prelle, die selbst die World Games als »Olympische Spiele der nicht-olympischen Sportarten« und als »das große Karriereziel für unsere besten Athleten«, bezeichnet, teilte Malkowski ihre positive Entscheidung mit. Viel Bedenkzeit brauchte sie wahrscheinlich nicht.

Trainer freut sich, als sei es sein eigener Erfolg

Malkowski, der schon einmal an den World Games teilgenommen hat, triumphierte über die 100 Meter Retten mit Flossen mit einer neuen deutschen Bestzeit von 45,71 Sekunden. Damit brach er den Rekord seines Trainers Kai Schirmer, der sich mindestens genauso über den Erfolg freute, als sei es sein eigener, sagte Schirmer selbst. Er und Malkowski sind die einzigen Deutschen, die auf der Strecke die 46-Sekunden-Marke jemals geknackt haben.

Neben Platz 1 für Malkowski hieß es für Vereinskollege David Laufkötter Platz 2 über die 100 Meter Lifesaver. In dieser Disziplin musste er sich nur Kevin Lehr von der DLRG Stralsund geschlagen geben und schwamm mit einer persönlichen Bestzeit von 50,98 Sekunden auf den Silber-Rang. Nur um zwei Zehntel verpasste er den Vereinsrekord. In einer weiteren Disziplin folgte jedoch für Laufkötter die Disqualifikation, ein anderes Mal verlor er seine Puppe und damit vermutlich auch das Rennen um die World-Game-Tickets. »Er konnte somit nicht ganz das zeigen, was er draufhat«, sagt Schirmer, der auf eine Nominierung seines Schützlings für die World Games gehofft hatte, nun aber mit ihm die Europameisterschaft in Blick nimmt.

Der Traum von der Reise zur Jugend-EM ist für Jonas Dresselhaus hingegen geplatzt, trotz dreier persönlicher Bestzeiten. »Wir richten sein Training jetzt noch einmal komplett neu aus«, sagt Schirmer.

Persönliche Bestmarken

Ebenfalls mit eigenen Bestmarken ließ Tim Schmachtenberg wieder von sich hören. »Er hat es mal wieder geschafft, sich nach einiger Zeit zu verbessern«, lobt Schirmer. Die Trainingszeiten mit seiner Freundin Sophia Bauer von der DLRG Schwerte haben sich für beide ausgezahlt. Sie gewann die 100 Meter Retten mit Flossen mit Deutschem Rekord von 54,43 Sekunden.

Eine neue deutsche Bestmarke verpasste Schmachtenbergs Vereinskamerad Johannes Schmitz. Dafür durfte sich der Schwimmer über einen Einzelsieg dank einer Zeit von 1:59,13 Minuten über die 200 Meter Hindernis freuen. Die 100 Meter kombinierte Rettungsübung schloss er auf dem dritten Platz ab.

Ohne Podestplätze blieb Alina Riehm von der DLRG Schloß Holte-Stukenbrock. »Sie ist nur angetreten, um Wettkampfhärte zu erfahren«, sagt Schirmer, der auf seine »Spezialistin für im und am Meer« beim DLRG-Cup am Strand von Warnemünde baut.

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