Fußball: Wolfgang Seifert ist ab Sommer neuer FCS-Trainer »Es kribbelt wieder«

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Man kennt sich: Wolfgang Seifert wird ab der neuen Saison die erste Mannschaft des FC Stukenbrock trainieren. Am Kruskotten trifft er auf alte Weggefährten und auf ein neues Konzept der Abteilung.

Von Hendrik Fahrenwald
Wolfgang Seifert (links) ist ab Sommer neuer Trainer des FC. Ihm zur Seite stehen (von links) Karl Marxcord (Vorsitzender), Siggi Wecker (zukünftiger Co-Trainer), Peter Glissmann (Fußball-Abteilungsleiter) und Bernd Raupach (zukünftiger Betreuer).
Wolfgang Seifert (links) ist ab Sommer neuer Trainer des FC. Ihm zur Seite stehen (von links) Karl Marxcord (Vorsitzender), Siggi Wecker (zukünftiger Co-Trainer), Peter Glissmann (Fußball-Abteilungsleiter) und Bernd Raupach (zukünftiger Betreuer). Foto: Hendrik Fahrenwald

Im Endspiel um die Schulmeisterschaften Nordrhein-Westfalens standen Schüler Seifert und Lehrer Karl Marxcord, derzeitiger Vorsitzender des FCS, späteren Nationalspielern wie Michael Frontzeck gegenüber. Nun haben sich Seifert und Marxcord wiedergefunden. Ein Telefonat am Montag, ein anschließendes Treffen am Dienstag und die offizielle Vorstellung am Donnerstag sorgten für einen Blitz-Einstand von Seifert. »Ich bin überzeugt davon, dass wir den Besten bekommen haben«, sagt Marxcord über seinen ehemaligen Sportschüler.

Den Wechsel zum absteigenden Bezirksligisten hat Seifert getätigt, »weil ich das Konzept gut fand.« Der 55-Jährige bekommt mit Siggi Wecker (Co-Trainer) und Bernd Raupach (Betreuer) die derzeitigen B-Jugend-Trainer an seine Seite, die zudem zur kommenden Saison die A-Jugend des Vereins trainieren.

Brücke zwischen Jugend und Senioren

Die Trainingstage werden sich die Senioren und die A-Jugend teilen. »Das Ziel ist es, die Jugend und die Senioren zusammenzuführen, eine bessere Brücke, wie wir sie bald bei uns haben, kann man nicht bauen«, sagt Wecker.

Der Chef kennt seinen zukünftigen Co-Trainer. »Ich habe vor 15 Jahren in Espeln mit Siggi in der Bezirksliga zusammengearbeitet«, sagt Seifert. Zuvor war Seifert für TuRa Elsen als Trainer tätig. Anschließend ging es für ihn zum Hövelhofer SV, wo er in den 70er-Jahren schon mit dem jetzigen Stukenbrocker Fußballobmann Peter Glissmann zusammenspielte. Bei der HSV-Reserve stieg er mit der zweiten Mannschaft von der Kreisliga B in die A-Liga auf. Nach drei Jahren im Seniorenbereich zog es Seifert in die Jugend des Vereins. Dort war im vergangenem Jahr für den C-Lizenz-Inhaber Schluss.

Vereinsleben steht im Vordergrund

In Stukenbrock findet er nun für ihn ideale Bedingungen wieder, um neu anzugreifen. »Es kribbelt wieder. Die Mannschaft ist jung, motiviert und hat einen enormen Zusammenhalt«, sagt Seifert und stellt zugleich die Frage. »Wo findet man das heute noch?« Nämlich in Stukenbrock. Dort wo es »keinen Bezahlfußball gibt«, so Marxcord und wo den Spielern ihre Begrüßungs- und Abschiedsrituale per Handschlag heilig sind.

»Das ist etwas Besonderes. Das Vereinsleben steht im Vordergrund«, sagt Seifert. Das bedeute nicht, dass die sportlichen Ziele hintangestellt werden. Nach dem voraussichtlichen Abstieg aus der Bezirksliga will Seifert »die A-Liga halten, alles andere ist Bonus.« Dabei mag der gelernte Stürmer es offensiv. »Lieber spiele ich 4:4 als 0:0«, sagt Seifert. Sein zukünftiger Co-Trainer Wecker ist auf seiner Seite. »Den Fußball, den er liebt, den liebe ich auch.« Ab Sommer dürfen auch Seiferts Spieler seinen Fußball lieben lernen.

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