Liemker bekommen eine neue Vereinssportart Große Lust auf kleine Kugeln

Schloß Holte-Stukenbrock (WB/hf). Der SCW Liemke baut auf seinem Vereinsgelände eine Boule-Bahn, die die Mitglieder weiter und enger an den Verein binden soll. Die Vorfreude auf den Kugelsport ist nach den ersten Spatenstichen bereits groß.

Voller Vorfreude: Jörg Stephan (links) und Günter Weitekämper vom SCW Liemke arbeiten mit weiteren Helfern an der Fertigstellung der Boule-Bahn auf dem Liemker Vereinsgelände. Die offizielle Eröffnung der neuen Anlage ist für das nächste Jahr geplant.
Voller Vorfreude: Jörg Stephan (links) und Günter Weitekämper vom SCW Liemke arbeiten mit weiteren Helfern an der Fertigstellung der Boule-Bahn auf dem Liemker Vereinsgelände. Die offizielle Eröffnung der neuen Anlage ist für das nächste Jahr geplant. Foto: Hendrik Fahrenwald

»Wenn die Bahn fertig ist, dann können wir es gar nicht mehr erwarten, Rentner zu werden und viel Zeit zum Spielen zu haben«, sagt SCW-Geschäftsführer Günter Weitekämper, dessen Zielsetzung es ist, vor dem Pollhans-Wochenende, vom 17. bis 19. Oktober, die erste Kugel zu werfen. Die Liemker liegen allerdings so gut in der Zeit, dass die Bahn schon Wochen vorher angespielt werden könne.

Doch mit der Fertigstellung der Bahn hätte der SCW nur ein Etappenziel erreicht. »Dann geht die Arbeit erst richtig los«, sagt Weitekämper, der mit seinem Team bereits seit zwei Wochen an der Anlage baut und zuletzt die Drainage verlegte. Nach der Fertigstellung der Bahn, zwischen Spielplatz und Tennisanlage an der Liemker Straße, wollen sich die Waldeslust-Mitglieder an die Gestaltung der Anlage machen. »Wir wollen die Begrünung offen und locker gestalten«, sagt Weitekämper, der die offizielle Eröffnung erst im nächsten Jahr plant. »Dann können die Älteren hier spielen und gleichzeitig ihren Enkeln auf dem Spielplatz zugucken.«

Etwas schaffen, das die Mitglieder weiter an den Verein bindet

Vor allem für diejenigen, die nicht mehr den Leistungssport im Verein nachgehen können, sei die Boule-Bahn ein Gewinn. »Unser Ziel war es, etwas zu schaffen, das die Mitglieder weiter an den Verein bindet, wenn sie bei uns nicht mehr Tennis oder Fußball spielen können«, sagt Weitekämper. Die Bahn sei deshalb auch so konzipiert, dass der Zugang mit einem Rollator oder Rollstuhl gewährleistet ist. »Doch es dürfen natürlich nicht nur ältere Menschen drauf«, sagt Weitekämper. »Gerne können auch unsere Jugendmannschaften das neue Angebot nutzen.«

Die Idee für die eigene Boule-Bahn auf dem Vereinsgelände kam den Liemkern beim Nachbarverein. »Wir waren beim Landratscup des FC Stukenbrock im Boccia eingeladen«, sagt Weitekämper. »Über Boccia sind wir so zum Boule gekommen.« Die Boule-Plätze dürfen im Gegensatz zu den Boccia-Plätzen uneben sein. »Das macht den Reiz aus«, sagt Jörg Stephan vom SCW, der ebenfalls am Bau beteiligt ist. »Unsere Bahn soll aber so gut werden, dass man anfangs auch Boccia darauf spielen könnte«, merkt Weitekämper an. Ziel des Boule-Spiels ist es, mit den eigenen Kugeln möglichst nah an eine Zielkugel zu kommen. Die Zielkugel und die gegnerischen Kugeln können dabei auch herausgedrückt oder weggeschossen werden. Dabei werden es die Liemker erlauben, die speziellen Kugeln aus dem Handgelenk zu werfen. »Dass wird beim Boccia nicht gerne gesehen«, sagt Stephan, der den Sport als »unheimlich interessant und taktisch« beschreibt, bevor es wieder an die Arbeit geht.

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