Fußball: Landesligist VfB Schloß Holte peilt das sichere Mittelfeld an Das Reiseziel ist einstellig

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Agieren, nicht reagieren: Das ist das Motto des VfB Schloß Holte, der in die Vorbereitung seiner zweiten Landesligasaison gestartet ist. Sechs Neuzugänge begrüßt VfB-Trainer Mario Lüke. Darunter habe der Verein mit Futsal-Nationalspieler Memos Sözer auch einen »Königstransfer« getätigt, um am Ende auf einem einstelligen Tabellenplatz stehen zu können.

Von Hendrik Fahrenwald
Die Neuen am Ball (von links): Henrik Brummelte, Kevin Kröger, Marco Theunert und Milaim Bobaj stehen VfB-Trainer Mario Lüke (Mitte) ab sofort zur Verfügung. Die Neuzugänge Hakan Güzel und Memos Sözer fehlten den Holtern zum Vorbereitungsauftakt.
Die Neuen am Ball (von links): Henrik Brummelte, Kevin Kröger, Marco Theunert und Milaim Bobaj stehen VfB-Trainer Mario Lüke (Mitte) ab sofort zur Verfügung. Die Neuzugänge Hakan Güzel und Memos Sözer fehlten den Holtern zum Vorbereitungsauftakt. Foto: Hendrik Fahrenwald

Aus den USA ging es für Trainer Mario Lüke bereits einen Tag nach seinem Urlaub zurück auf den Fußballplatz. Er hatte schließlich am Sonntag zum großen Vorbereitungsauftakt gebeten. Vormittags Training, dann ein gemeinsames Mittagessen und schließlich das Testspiel gegen den TuS Jöllenbeck, welches der VfB mit 3:1 gewann.

»So habe ich die beste Chance, direkt einen Eindruck von den Jungs zu bekommen«, sagt Lüke. Bis zum ersten Wiedersehen nach der Sommerpause habe jeder Spieler einen individuellen Trainingsplan abgearbeitet, um für die erste Partie bereits fit zu sein. Auf eine neue, taktische Schulung seines Teams konnte Lüke zunächst verzichten. »Wir haben uns nicht groß verändert, und die Mannschaft kennt noch ihre Abstimmungen«, sagt Lüke.

Vier der sechs Neuen begrüßt

Lediglich die neuen Spieler müssen sich noch an ihr neues Umfeld gewöhnen. Darüber brauche er sich aber keine Sorgen zu machen. »Die Jungs verstehen sich alle so gut, dass sie auch in der Freizeit viel miteinander machen.«

Vier der sechs Verstärkungen konnte Lüke bereits am Sonntag begrüßen. Milaim Bobaj, ehemaliger Spielertrainer des TSV Oerlinghausen, zeigte sich bereits im ersten Test in der Schaltzentrale des VfB-Mittelfelds. »Er weiß, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen«, sagt Lüke. Neben ihm spielte Kevin Kröger auf, der nach seiner halbjährigen Sperre durch die nicht gegebene Freigabe von seinem ehemaligen Verein, FC Stukenbrock, nun für den VfB spielberechtigt ist. Hinzu kamen Henrik Brummelte vom SJC Hövelriege und das Holter Urgestein, Marco Theunert, der für die dritte Mannschaft des VfB in der Kreisliga C satte 48 Tore in 22 Spielen geschossen hat und den Lüke als »talentierten jungen Kerl« beschreibt.

Beim Trainingsstart hingegen fehlten Sturm-Neuzugang Hakan Güzel, aufgrund einer Verletzung, und Muhammet »Memos« Sözer, der für Lüke »der Königstransfer« der Holter ist. Mittelfeldspieler Sözer kehrte in diesem Sommer vom VfL Theesen zum VfB zurück. Der unbestimmte Ausfall von Güzel, sowie eine Verletzung von Henrik Bredenbals und der Abgang von Stürmer André Wagner lassen den VfB zunächst ohne bekannte Sturmspitze dastehen. Das bietet Theunert die Chance, sich von Anfang an zu zeigen. Zudem könne auch Tugay Yilmaz die Position bekleiden, so Lüke.

Weitere Abgänge müssen die Holter im Mittelfeld kompensieren. Marvin Correia verließ den Verein Richtung SW Sende. Laurenz Frevert hat um eine Pause gebeten. »Damit haben wir einen Führungsspieler verloren«, äußert sich Lüke, der sich auf eine spannende Landesligasaison freut. In der Liga sind in dieser Spielzeit 17 Teams, anstatt zuvor 16 Mannschaften, vertreten, die sich von den nun vier Abstiegsrängen fernhalten wollen.

Dazu gehört auch der VfB. »Wir wollen mit der Abstiegszone nichts zu tun haben«, sagt Lüke, der eine »sehr viel stärkere Liga« erwartet. Denn mit dem VfB Fichte und dem VfL Theesen seien zwei Absteiger aus der Westfalenliga hinzugekommen, die schnell wieder hochkommen wollen, so Lüke. Auf der anderen Seite seien mit dem FC Kaunitz und der Spvg. Brakel zwei sehr starke Teams in die Landesliga aufgestiegen, gegen die Schloß Holte gleich zu Beginn der Saison gefordert sein wird.

Ziel: Besserer Platz als im Vorjahr

Eine genaue Standortbestimmung des VfB sei nach den ersten fünf, sechs Spieltagen möglich, sagt Lüke. »Erst dann wissen wir, wohin die Reise gehen kann.« Ein Ziel sei aber jetzt schon klar. »Wir wollen zumindest den Platz vom Vorjahr verbessern«, sagt Lüke. Die vergangene Spielzeit hat der VfB auf dem neunten Platz beendet. »Es wäre auch mehr möglich gewesen«, erinnert sich Lüke.

Damals sei sein Team mit viel Euphorie ins Ungewisse gestartet. »Wir dachten, dass wir wie zu unserer Bezirksligazeit spielen konnten.« Das war nicht der Fall. Daraus habe der VfB gelernt. »Wir wissen jetzt genau, was uns erwartet«, sagt Lüke. »Nicht ohne Grund sagt man aber, dass das zweite Jahr immer das schwerste ist.«

Mit den Neuzugängen sieht sich der Holter Trainer umso gerüsteter für die neuen Aufgaben. »Wir sind sehr gut aufgestellt und können spielerisch mehr machen«, sagt Lüke. Denn vor allem durch Bobaj, Sözer und Kröger sei die offensive Qualität gestiegen. Das will Schloß Holte nutzen. »Wir wollen in dieser Saison mehr agieren, anstatt zu reagieren.«

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