Holter Meile: Riechers dominiert das Herren-Finale – Sommerfeld ist schnellste Frau Einsame Spitze

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Wachablösung im Stadion am Ölbach: Nicola Sommerfeld und Sören Riechers beerben die Vorjahressieger im Rennen um den Stadtmeistertitel bei der 3. Holter Meile. Die Meile, die 1609 Metern entspricht, und als Holter Meile vom Laufspaß Sende und der ASG Teutoburger Wald veranstaltet wird, ist bei ihrer dritten Auflage endgültig in der Laufszene der Stadt angekommen.

Von Hendrik Fahrenwald
Mit einem Satz ins Ziel: Sören Riechers überquert die Ziellinie beim Endlauf der Herren mit deutlichem Vorsprung. Seine Uhr stoppt nach 04:37,60 Minuten. Für den aus Schloß Holte-Stukenbrock stammenden Läufer war es der erste Lauf über die Meilen-Distanz.
Mit einem Satz ins Ziel: Sören Riechers überquert die Ziellinie beim Endlauf der Herren mit deutlichem Vorsprung. Seine Uhr stoppt nach 04:37,60 Minuten. Für den aus Schloß Holte-Stukenbrock stammenden Läufer war es der erste Lauf über die Meilen-Distanz. Foto: Hendrik Fahrenwald

Alles fing mit einer Linie auf der vor Jahren neu markierten Tartanbahn an. »Es kam die Frage auf, was das für eine gebogene Linie sei, die vor der Start- und Ziellinie gezogen wurde«, erinnert sich Peter Gehrmann, Moderator der Veranstaltung. Es handelte sich dabei um die Kennzeichnung einer englischen Meile. Es war die Geburtsstunde der Idee, aus der unbekannten Linie einen nun bekannten Lauf zu machen. »Die Grundidee war, die klassische Leichtathletik in einem wunderbaren Leichtathletikstadion bekannter zu machen«, sagt Gehrmann, der sich zwar mehr als die 25 Teilnehmer gewünscht hätte, aber sah, dass das Niveau dieses Jahr stark gestiegen ist.

Nach zwei Vorläufen bei den Herren dominierte der aus Schloß Holte-Stukenbrock stammende Sören Riechers von der ASG den Endlauf. Während er in der ersten Runde dem Sternchenläufer Thomas Johannhörster bereits die ersten Meter abknüpfte, baute der 28-Jährige mit jeder gelaufenen Runde seinen Vorsprung aus. »Ich bin noch nie über die Distanz gelaufen und konnte dadurch meine Leistung vorab nicht einschätzen«, sagt Riechers, der im Orientierungslauf zu Hause ist und die letzte halbe Runde vor dem Ziel noch mal das Tempo anzog. »Ich hatte die letzten 200 Meter noch Körner und habe dann alles rausgehauen.«

Nach 4:37,60 Minuten überquerte Riecher die Ziellinie mit einem großen Satz. Knappe sieben Sekunden später folgte Johannhörster mit einer Zeit von 4:45,00 auf Platz zwei. Beide hatten das restliche Teilnehmerfeld deutlich hinter sich gelassen. Der drittplatzierte Florian Gellert kam nach 05:04,50 Minuten ins Ziel.

Im Mittelfeld hingegen gaben Zehntelsekunden den Ausschlag. Josef Schyra auf Platz fünf und Karl-Heinz Stückerjürgen auf Platz sieben setzten sich in einem Wimpernschlag-Finale mit jeweils einer Zehntelsekunde Vorsprung gegen ihre jeweiligen Konkurrenten Harry Klassen und Reiner Sprehe durch.

Thorsten Nöthling, Triathlet des Tri-Sport-Team-Verl, hat sich um 10 Sekunden im Vergleich zum Vorjahr verbessert, aber sich dennoch nicht für den Endlauf qualifiziert. »Ich hatte es erwartet, dass es dieses Jahr richtig schnell wird«, sagt Gehrmann, der sich über die gewachsene Konkurrenz beim Frauenlauf freute.

Mit sechs Starterinnen ging es für die Frauen direkt mit dem Endlauf los. Dort sorgte Neu-Sternchenläuferin Nicola Sommerfeld mit einem Schlussspurt für die Überraschung des Wettbewerbes. Nachdem Sommerfeld in der zweiten und dritten Runde Farina Freigand und Linda Wendt die ersten beiden Plätze überließ, zog sie auf den letzten 400 Metern das Tempo drastisch an. »Ich bin zum Schluss einfach nur gerannt«, sagt Sommerfeld, die ihre eigenen Stärken selbst in den finalen Metern sieht. Dabei hatte sie den Stadtmeistertitel vor dem Start nicht anvisiert. »Ich habe jahrelang Leichtathletik gemacht und bin das erste Mal über die Distanz gelaufen, deshalb habe ich mich ungefähr bei sechs Minuten gesehen.« Diese Zeit hat sie mit 5:39,27 Minuten deutlich unterschritten. Freigand nach 5:45,55 Minuten und Vorjahressiegerin Wendt, die mit 5:50,40 Minuten sogar knapp zehn Sekunden unter ihrer ehemaligen Siegerzeit lief, folgten auf den Plätzen zwei und drei.

Zwischen den beiden Endläufen durften auch die mit acht Jahren jüngsten Teilnehmer um die Wette laufen. Maximilian Wendt und Finja Mayleen Neubauer rannten eine halbe Meile, bis Maximilian nach 3:30,67 Minuten und Finja nach 3:51,7 Minuten durchschnaufen durften.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.