Jubiläumsfeier: FC Stukenbrock feiert sein 70-jähriges Bestehen Zauberfee zieht Millionäre

Schloß Holte-Stukenbrock(WB). Der FC Stukenbrock feiert in einem Zelt am Kruskotten sein 70-Jähriges Jubiläum und sorgt mit einer Show in der Show für die Überraschung des Abends.

Von Hendrik Fahrenwald
Losfee: Solène Blanka zieht die Teilnehmer der Überraschungs-Show des FC Stukenbrock aus einer Schachtel, die ihr Vorsitzender Karl Marxcord reicht. Insgesamt fünf Teilnehmer konnten bei einem Quizspiel Geld gewinnen.
Losfee: Solène Blanka zieht die Teilnehmer der Überraschungs-Show des FC Stukenbrock aus einer Schachtel, die ihr Vorsitzender Karl Marxcord reicht. Insgesamt fünf Teilnehmer konnten bei einem Quizspiel Geld gewinnen. Foto: Hendrik Fahrenwald

Zunächst steht der Verein und seine 70-jährige Geschichte im Vordergrund. »Der FC ist der größte Sportverein in Schloß Holte-Stukenbrock«, sagt Vorsitzender Karl Marxcord. Dass der Verein neben seinen bestehenden Abteilungen auch schon einmal eine Boxabteilung hatte, »wissen nur die wenigsten«, so Marxcord. Bekannt sei hingegen, dass sich der FCS die Stärkung des Wir-Gefühls auf die rot-schwarzen Fahnen schreibt.

Bürgermeister Hubert Erichlandwehr lobt die Übernahme der vielen gesellschaftlichen Verpflichtungen durch den Verein und erzählt, dass er mit dem Fußball aufgehört hat, als ihn sein Bruder im Fußballteam gegen ein Mädchen, das seine zukünftige Schwägerin wurde, getauscht hat. Das Publikum ist belustigt – und applaudiert obendrein, als Erich­landwehr verspricht, 30 Liter Bier bei der Jubiläumsfeier zu spendieren. Eben solch eine Feier ist aus Sicht der Stadtsportverbands-Vorsitzenden Heide Oesterwinter-Suckows »nicht selbstverständlich«. Die Vorsitzende des Stadtsportverbands schätzt darüber hinaus die Vielfalt der Sportmöglichkeiten beim FCS. »Jeder sollte etwas finden können.«

Gefunden haben sich auch Karl-Heinz Stehrenberg als DJ Kalla und der Verein. Stehrenberg, der bereits unter Gerd Roggensack beim FCS spielte, leitet mit Musik durch den Abend und lockert so die Programmpunkte der Feier auf. Zur Musik präsentiert sich auch die Stukenbrocker Jazz-Tanz-Gruppe zwischen den Ehrungen. »Sie treten gerne vor Publikum auf«, sagt Marxcord und behält recht. Die acht- bis zehnjährigen Mädchen tanzen begeistert unter der Leitung von Annika Knoop, die den seit 2014 bestehenden Kurs leitet. »Wir haben für den Auftritt etwa ein halbes Jahr geübt«, sagt Knoop. Der Aufwand hat sich gelohnt, denn nicht nur die Eltern verstauen schnell die gezückten Fotoapparate und klatschen Beifall. Auch die Gruppe der 11- bis 14-jährigen führt einen Tanz auf.

Dann kommt es zur großen Überraschung des Abends. Die Titelmelodie von »Wer wird Millionär« weist den Weg. Der FCs veranstaltet seine eigene Quizshow.

Ehrenamt

Für ihr Engagement werden Dietmar Gebauer, Karl-Heinz Lüke, Heinz Bökamp und Günter Antpöhler ausgezeichnet. Gebauer habe sich unter anderem durch seine zehnjährige Zeit als Abteilungsleiter Tennis, wie auch mit der Gründung und Leitung der Boccia-Abteilung für die Auszeichnung empfohlen, so Marxcord. Lüke, der bereits seit Mitte der 50er-Jahre Mitglied im Verein ist, war rund 25 Jahre Sozialwart im Verein. »Er war und ist am Vereinsleben immer sehr interessiert«, sagt Marxcord und überreicht eine Urkunde.

»Ein Leben für den Fußball« lebt Heinz Bökamp, der den Jugendfußball organisiert. »Er ist außerdem maßgeblich an den Erfolgen der 90er-Jahre beteiligt«, lobt Marxcord. Ein weiterer »Förderer des Fußball« sei auch Günter Antpöhler gewesen, der sich später der Tennisabteilung zuwandte. »Heute ist er, wenn es die Zeit erlaubt, am Klubgeschehen der Bocciaabteilung beteiligt«, sagt Marxcord.

Weitere Auszeichnungen erhalten die FC-Mitglieder Heinz Brock und Uwe Grunwald, die verhindert waren. Ebenso wird der FCS Heinz Tönnes vom VfL Leverkusen, Manfred Herzog vom Hohnsteiner SV und Willi Baumgärtner vom SSV Naturns für ihr Engagement ehren.

Ehrenvorsitzende

Darüber hinaus ernannte Marxcord seine Vorgänger Hans Schäfer und Andreas Jastrzembowski zu Ehrenvorsitzenden. »Eigentlich wollten wir drei Ehemalige zu Ehrenvorsitzenden ernennen«, sagt Marxcord. FCS-Urgestein Theo Peters habe auf seine Auszeichnung allerdings verzichtet, »weil Theo meint, dass er nur sechs Jahre erster Vorsitzender war.«

Hans Schäfer leitete von 1980 bis 1996 die Geschicke des Vereins als Vorsitzender. »16 Jahre, das ist eine Ewigkeit«, sagt Marxcord. Zuvor habe er die FCS-Tennisabteilung und den ehemaligen Gemeinde-Sportverband geleitet. Noch heute ist Schäfer aktiver Tennis-Spieler und diesjähriger Aufsteiger bei den Herren 65.

Zwar habe Andreas Jastrzembowski den Rekord seines Vorgängers nicht brechen können, »aber er war immerhin 12 Jahre im Amt«, so Marxcord über den Vorsitzenden von 1996 bis 2008. In dieser Zeit habe er für den Umbau des Sportheims gesorgt. Ebenso sei er verantwortlich für die Renovierung der Geschäftsstelle und des Fußball-Klubraums gewesen.

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