Hindernislauf: Dirk Petersilie läuft zusammen mit Joey Kelly den Tough Mudder Der Teamgeist zählt im Matsch

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Es war ein Wochenende, das in Erinnerung bleibt. Mit dem Team um den Musiker, Unternehmer und Ausdauersportler Joey Kelly startete Dirk Petersilie beim Hindernislauf Tough Mudder in Arnsberg. Bevor es für Petersilie, der die Teilnahme gewann, in den Matsch ging, wartete ein Idyll auf den Schloß Holte-Stukenbrocker.

Von Hendrik Fahrenwald
Im Ziel: Die Mannschaft von Joey Kelly im Mazda-Shirt hat den Hindernislauf hinter sich gebracht. Dirk Petersilie (rechts neben Kelly) und die übrigen Teilnehmer haben allesamt das orangene Stirnband nach dem Lauf bekommen.
Im Ziel: Die Mannschaft von Joey Kelly im Mazda-Shirt hat den Hindernislauf hinter sich gebracht. Dirk Petersilie (rechts neben Kelly) und die übrigen Teilnehmer haben allesamt das orangene Stirnband nach dem Lauf bekommen. Foto: WB

Die Zusammenführung des Teams erfolgte am Vortag des Laufs auf dem Bauernhof von Kelly. »Auf einer Führung und dem späteren Grillen mit Joey erfuhren wir eine Menge über das Wirken und Leben der Kelly-Family, insbesondere von Joey«, sagt Petersilie. Kelly habe über seine Motivation für den Sport referiert und dabei Bilder und Videos gezeigt. »Da hatte er einige Anekdoten zu erzählen«, sagt Petersilie, der am Tag darauf selbst ein Teil einer neuen Kelly-Erzählung wurde.

Selbst die Gastronomie war im Matsch

Die Geschichte erzählt von Teamgeist und Matsch. Letzterer sei bereits beim Betreten des Geländes überall gewesen. Die Startnummernausgabe, die Taschenabgabe und die Gastronomiemeile habe den Teilnehmern bereits einen Vorgeschmack auf die Strecke gegeben. »Selbst hier war Matsch ohne Ende«, sagt Petersilie. Dann ging es zur Startaufstellung. »Dort wurden wir angeheizt und zum Aufwärmen in den Matsch geschickt«, sagt Petersilie, der zuvor ein Laufshirt vom Sponsor Mazda bekam. »Die Aufschrift Tough Mazdas war nach zwei Kilometern durch den vielen Matsch aber nicht mehr zu erkennen«, sagt Petersilie. Aufgrund starker Regenfälle habe der Veranstalter einige Bergpassagen gesperrt und den Lauf auf 16,5 Kilometer gekürzt. »Davon sahen wir 15 Kilometer nur Matsche, also war von einem Rennen nicht wirklich die Rede«, sagt Petersilie.

Bereits nach den ersten Metern warteten die ersten Hindernisse auf die Läufer. »Sie bestanden aus den bekannten Holzwänden, Strohballen, Halfpipes und Hangelgerüsten«, sagt Petersilie. Doch für den erfahrenen Hindernisläufer hatte der Wettbewerb auch Überraschungen parat. »Es gab einige spektakuläre Hindernisse, die ich persönlich so noch nicht kannte.«

Rotierende Barrieren

Neu war ein 18 Meter langes rutschiges Hindernis mit rotierenden Barrieren in einem Wasserbecken. »Wir mussten den Block unten hochdrücken und dadurch die bereits an dem Quader hängenden Läufer auf die andere Seite schaffen«, sagt Petersilie. »Das war ein Spaß, der aber nur im Team zu schaffen war.«

Das gegenseitige Helfen war auch bei den bekannten Hindernissen notwendig. »Die Wände, die Schrägen und die Halfpipe waren so hoch, dass man auch dort nicht alleine hochkam.« Die Läufer mussten manchmal kopfüber von den Hindernissen hängen, um andere Teilnehmer zu erreichen und hoch zu ziehen. »Das war wieder nur mit immensem Teamwork zu schaffen«, sagt Petersilie, der zudem seinen inneren Schweinehund habe begraben müssen.

Über dem Wasserloch

Von einem Podest, das fünf Meter über einem Wasserloch positioniert war, sprangen die Läufer an ein eineinhalb Meter entferntes Trapez, um von dort aus wieder eine eineinhalb Meter entfernte Glocke anzuschlagen.

Wer dort noch trocken am Hindernis vorbeikam, bekam definitiv nach der Eisrutsche, wo die Läufer anschließend tauchten, und beim Wasserkanal, nasse Klamotten. Denn im Kanal konnten die Teilnehmer nur ihren Mund und ihre Nase zwischen Wasser und einem Gitter strecken. An diesem hangelten sich die Läufer im Wasser entlang. »Das gab dem Schweinehund den Rest«, sagt Petersilie.

Euphorie besiegt Schweinehund

Doch am Ende überwog die Euphorie. »Es bleibt das Gefühl, in einem starken Team diesen Lauf überstanden zu haben. Und dieses Gefühl überwiegt alles andere«, sagt Petersilie. Auch die lange Laufzeit von 4:18 Stunden. »Die Dauer war der Wartezeit an den Hindernisse und der Strecke geschuldet. Zudem waren wir an den zu helfenden Hindernissen immer lange, um noch anderen Läufern zu helfen.« So beschränkte sich der außerordentliche Teamgeist nicht nur auf die eigene Mannschaft.

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