SCW-Trainer stellt offensiv auf – Harmlose Geißböckchen überrollt Mehnerts Mut zahlt sich aus

Köln (WB). Mit welchem Getränk feiert ein Trainer einen Sieg in Köln , der auch noch sehr überzeugend ausfällt? Natürlich mit dem Lieblingsgebräu der Einheimischen! So hält’s Björn Mehnert, Coach des SC Wiedenbrück. »Jetzt gönne ich mir ein Kölsch«, verrät der bestens gelaunte Westfale nach dem tollen 4:1 (2:0)-Triumph bei der U 21 des 1. FC Köln.

Von Uwe Caspar
Das erste Saisontor für Regionalligist SC Wiedenbrück: Pierre Merkel köpft schon nach zwölf Minuten zur 1:0-Führung ein, Vorlagengeber ist Viktor Maier. Vergeblich reißt Kölns Keeper Sven Müller die Arme hoch. Müller kassiert noch drei weitere Treffer.
Das erste Saisontor für Regionalligist SC Wiedenbrück: Pierre Merkel köpft schon nach zwölf Minuten zur 1:0-Führung ein, Vorlagengeber ist Viktor Maier. Vergeblich reißt Kölns Keeper Sven Müller die Arme hoch. Müller kassiert noch drei weitere Treffer. Foto: Daniel Bremehr

Nur die Anreise verläuft am Samstag holprig und zäh: Der Bus der Wiedenbrücker gerät bei Leverkusen in einen Stau, es geht kaum noch voran. Erst gegen 13.30 Uhr trifft die SCW-Delegation am Franz-Kremer-Stadion ein, die Partie wird deshalb 20 Minuten später als vorgesehen angepfiffen.

Unbeeindruckt von der Warteschleife auf der Autobahn zünden die Gäste sofort ihr Offensiv-Feuerwerk, wobei nicht zuletzt ihr couragierter Trainer wesentlich dazu beiträgt: Mit Pierre Merkel steht ein zusätzlicher Stürmer in der 4-4-2-Startelf, in der auch Oliver Zech auftaucht. Mensch, Mehnert – ganz schön mutig!

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Das sollte man aber nicht an die große Glocke hängen, sonst muss ich noch einen ausgeben.

Pierre Merkel

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Seine Courage zahlt sich aus: Die beiden gegen Rödinghausen nur eingewechselten Akteure sorgen diesmal für die frühe Führung (12./16.), wobei Merkel das Saison-Premieren-Tor des heimischen Fußball-Regionalligisten vorbehalten bleibt. »Das sollte man aber nicht an die große Glocke hängen, sonst muss ich noch einen ausgeben«, schmunzelt der Schütze.

Auch am 2:0 ist der »Kanzler« beteiligt: Nach seinem Luftduell mit Sven Müller klärt Kölns Keeper per Faust, kommt dabei zu Fall. »Der Ball kam plötzlich aus der Luft. Da habe ich einfach draufgehalten. Dass der Torwart am Boden lag, habe ich gar nicht gesehen«, schildert »Olli« seinen Traumtreffer. Zech auf Zack!

Das 2:0 ist hoch verdient. Denn der SCW dominiert die harmlosen Geißböckchen, die sich in der eigenen Hälfe verkriechen. Den überraschenden Anschlusstreffer verdanken sie nur einem Patzer von Marcel Hölscher (23.). Dann handelt sich der Keeper bei einem Klärungsversuch auch noch eine Rippenprellung ein, muss ausgewechselt und danach ins Krankenhaus gebracht werden.

Den ausführlichen Artikel, Stimmen und die Analyse lesen Sie am Montag, 7. August, im WESTFALEN-BLATT, Lokalsport Gütersloh.

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