Kurios: Neues Flag-Football-Team des »VfL Steinkuhl« aus Rheda spielt in zwei Ligen Minotaurs doppelt auf Fähnchen-Jagd

Rheda-Wiedenbrück  (WB). Der familiäre Auftrag, eine neue, moderne und finanzierbare Abteilung zu gründen, kam von seinem Vater: David »Simmy« Steinkuhl ist der 1. Vorsitzende des VfL Rheda. Sein Sohn Thorben hat hier bis zur A-Jugend gekickt und absolviert derzeit ein freiwilliges soziales Jahr in seinem Klub.

Von Uwe Caspar
Die Minotaurus-Mannschaft, hinten (von links): Niklas Meier, Lennard Kaffitz, Andre Meyer, Thorben Steinkuhl, Sebastian Wutschke, Philipp Beyer, Carsten Frank, Maximilian Bermpohl und Jerome Camigotto. Knieend: Kai Fricke, Luis Altehöfer, Phil Lange, Justin Brückner, Toto Knappe und Moritz Osterhage.
Die Minotaurus-Mannschaft, hinten (von links): Niklas Meier, Lennard Kaffitz, Andre Meyer, Thorben Steinkuhl, Sebastian Wutschke, Philipp Beyer, Carsten Frank, Maximilian Bermpohl und Jerome Camigotto. Knieend: Kai Fricke, Luis Altehöfer, Phil Lange, Justin Brückner, Toto Knappe und Moritz Osterhage. Foto: Uwe Caspar

Auftrag erfüllt: Seit Oktober 2016 bietet der Verein Flag Football an, eine abgespeckte Variante des American Footballs. Wesentlicher Unterschied: Während Football sehr körperbetont gespielt wird, sind beim Flag Tacklings nicht erlaubt. Stattdessen versucht die Defensive einen ballführenden Angreifer aufzuhalten, indem sie ihm ein Fähnchen (Flag) aus dem um den Bauch geschnallten Gürtel zieht. In Deutschland gibt es Flag Football seit rund 20 Jahren, in den USA hat die Sportart rund acht Millionen Anhänger und beim VfL Rheda bildet sie eine eigene Abteilung.

Eigene Abteilung mit 22 Mitgliedern und Stierkopf-Emblem

»Die dritte nach den Klassikern Fußball und Turnen. Es sollte eine amerikanische Sportart sein«, erzählt Thorben die Anforderungen aus seiner Familie. Die ist beim Sportverein aus Rheda derart zahlreich involviert, dass man fast vom »VfL Steinkuhl« sprechen könnte: Der Vater Vorsitzender, die Mutter Ulla ist Jugend-Geschäftsführerin und deren Tochter Maike Schiedsrichter-Beauftragte.

Sohnemann Thorben hat sich nun auf Vorschlag der Frau Mama für Flag Football entschieden – den hierzulande noch recht unbekannten Sport mit »Ei« und Fähnchen-Jagd. Obwohl erst nicht einmal ein Jahr alt, zählen die »Minotaurs« – der Name stammt von einem Fabelwesen aus der griechischen Mythologie – bereits 22 aktive Mitglieder. Den Zulauf verdankt die neu gegründete Abteilung mit dem Stierkopf-Emblem vor allem zwei Faktoren: Mundpropaganda und Facebook.

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American Football wäre natürlich unser großer Traum gewesen. Doch aus Platzgründen ist das bei uns noch nicht machbar. Außerdem ist eine Flag-Ausrüstung wesentlich günstiger als eine Football-Ausstattung.

Thorben Steinkuhl

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»American Football wäre natürlich unser großer Traum gewesen. Doch aus Platzgründen ist das bei uns noch nicht machbar. Außerdem ist eine Flag-Ausrüstung wesentlich günstiger als eine Football-Ausstattung«, erklärt Thorben, der selbst mitspielt und bei den Minotaurs Manageraufgaben wahrnimmt. Was in anderen Sportarten undenkbar wäre: die »Fahnenträger« aus Rheda dürfen in zwei Klassen mitmischen – sowohl in der NRW- als auch in der deutschen Flag-Football-Liga (DFFL).

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Wochenend-Ausgabe im WESTFALEN-BLATT, Lokalsport Gütersloh.

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