Fußball-Regionalligist hat Klassenerhalt fast sicher SC Wiedenbrück: Nullnummer mit Gewinner

Rheda-Wiedenbrück (WB/dh). Der Schlusspfiff von Schiedsrichter Florian Exner nach 92 Minuten ist am Samstag für alle eine Erlösung. Denn das 0:0 zwischen dem SC Wiedenbrück und dem Wuppertaler SV hatte weder einen Treffer, geschweige denn einen Sieger verdient gehabt. Dennoch gibt es einen Gewinner: Es ist der heimische Fußball-Regionalligist von der Ems.

Regionalligareif präsentieren sich am Samstag nur die gesangsfreudigen Fans des Wuppertaler SV (im Hintergrund). Was die beiden Mannschaften auf dem grünen Rasen abliefern, hier Daniel Latkowski im Zweikampf mit Enzo Wirtz (links), hat deutlich weniger Niveau.
Regionalligareif präsentieren sich am Samstag nur die gesangsfreudigen Fans des Wuppertaler SV (im Hintergrund). Was die beiden Mannschaften auf dem grünen Rasen abliefern, hier Daniel Latkowski im Zweikampf mit Enzo Wirtz (links), hat deutlich weniger Niveau. Foto: Wolfgang Wotke

Mit nunmehr 39 Punkten ist dem SCW der Klassenerhalt nur noch theoretisch zu nehmen. Und Alfons Beckstedde erklärt plausibel, warum selbst diese Theorie kaum eintreten dürfte: »Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Mannschaft, die auf einem Abstiegsplatz steht, drei Spiele gewinnt, wenn die Gegner Oberhausen, Aachen und Dortmund heißen.«

Der Wiedenbrücker Trainer meint die U23 des FC Schalke 04, die nach dem 0:0 gegen den SC Verl neun Zähler hinter dem SCW liegt und zudem das deutlich schlechtere Torverhältnis aufweist. Am kommenden Mittwoch treten die Schalker gegen Oberhausen an, dann kann der SCW auf dem Sofa in sein achtes Regionalligajahr gehen.

Brinkmann enttäuscht, Wuppertaler Ehrgeiz ebbt ab

Gut für die Beckstedde-Truppe, die gegen den WSV allerdings erneut nicht überzeugen kann. Die Mannschaft knüpft nahtlos an die schwache Vorstellung beim 1:3 in Bonn an, auch Daniel Brinkmann (für den verletzten Pierre Merkel in der Startelf) sowie Daniel Latkowski (für Lars Bleker) können keine Impulse setzen. Vor allem Brinkmann enttäuscht einmal mehr auf ganzer Linie. Die Gäste hingegen legen zumindest eine couragierte Anfangsphase hin, Daniel Grebe (10.) zielt aus der Distanz über den Wiedenbrücker Kasten.

Doch auch der Wuppertaler Ehrgeiz auf drei Punkte ebbt frühzeitig ab, so dass sich eines der schlechtesten und langweiligsten Heimspiele dieser Saison entwickelt. »Es war von der ersten Minute an ein zähes Spiel. Beide Mannschaften haben sich neutralisiert und meist mit langen Bällen operiert«, fasst Ali Beckstedde das Geschehen zusammen.

Was der Vorstand zur Leistung sagt und warum der SCW am Ende noch Glück hat, lesen Sie im ausführlichen Bericht am Montag, 8. Mai, im WESTFALEN-BLATT, Lokalsport Gütersloh.

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