Witte-Cup des SC Halle: Spvg. Steinhagen gewinnt Fußball-Vorbereitungsturnier im Elfmeter-Krimi Entscheidung vom Punkt nach 20 Schüssen

Halle (WB). Beim Witte-Cup auf dem Rasenplatz an der Haller Masch sind die Fußball- Landesligisten SC Peckeloh und Spvg. Steinhagen wie erwartet ins Finale eingezogen. Im Endspiel fiel die Entscheidung vom Elfmeterpunkt zu Gunsten des Cronsbachteams.

Von Paul Huxohl
Die Spieler der Spvg. Steinhagen freuen sich über ihren Finalerfolg gegen Ligakonkurrent SC Peckeloh. Die Cronsbach-Elf gewinnt mit 8:7 nach Elfmeterschießen.
Die Spieler der Spvg. Steinhagen freuen sich über ihren Finalerfolg gegen Ligakonkurrent SC Peckeloh. Die Cronsbach-Elf gewinnt mit 8:7 nach Elfmeterschießen. Foto: Paul Huxohl

24 Minuten dauerte es, bis sich der SC Peckeloh die erste größere Möglichkeit im taktisch geprägten Endspiel erarbeitete. Alban Shabani verpasste am zweiten Pfosten eine Flanke von Marvin Heinsch nur knapp. Zuvor hatte der SCP zwar mehr Ballbesitz, kreierte jedoch kaum Gelegenheiten. Zu Beginn der zweiten 30 Minuten bekam Steinhagens Nick Mdoreuli gleich zweimal die Möglichkeit per Freistoß aus 20 Metern (33./35.). Beide Male landete der Ball in den Armen von SCP-Keeper Dustin Wienker. Nach 60 torlosen Spielminuten bat Schiedsrichter Olaf Biere zum Elfmeterschießen.

Während bei der Spvg. nur Thomas Winder und Hakan Erdem die Nerven versagten, verschossen die Peckeloher Kevin Ikeakhe, Gilles Berger und Nico Wolter. Letzgenannter scheiterte beim insgesamt 20. Versuch, so dass Steinhagen als Sieger feststand.

Peckelohs Coach Markus Kleine-Tebbe fasste zusammen: »Keiner wollte Fehler machen, das hat man gemerkt. Im zweiten Durchgang hat Steinhagen vielleicht schon ein Tor verdient gehabt und von daher zurecht gewonnen«. Trainerkollege Daniel Keller sah das ähnlich: »Wir wurden gut gefordert. Nach der Pause haben wir dann aber die Kontrolle übernommen. Bei den Elfmetern war natürlich auch das Glück auf unserer Seite«. So durfte die Cronsbach-Crew den Pokal von den Namensgebern Horst und Henning Witte in Empfang nehmen. Zugleich füllen die 400 Euro Preisgeld für den Turniersieg die Steinhagener Mannschaftskasse.

Weinreich trifft für Halle

Zuvor, im Spiel um Platz drei, setzte sich Gastgeber SC Halle gegen B-Liga-Konkurrent TSV Amshausen durch. Beide Teams waren stark ersatzgeschwächt. Halles Neuzugang Timon Weinreich entschied die Partie schließlich per Strafstoß (49.). Halles Coach Sinan Karakayali freute sich für den Neuzugang vom SC Peckeloh: »Er ist ein echter Haller Junge. Er bringt uns menschlich und fußballerisch sehr weiter«. Die Kehrseite der Medaille waren aus Haller Sicht die Verletzungen der Leistungsträger Daniel Kittlitz und Gökay Bostanci in der Gruppenphase. »Ansonsten war das eine tolle Sache«, so der trotzdem gut gelaunte Karakayali.

Beim TSV Amshausen mischten gleich drei Torhüter mit. Während Stammkeeper Marcel Hirschfeld zwischen den Pfosten stand, durften Ruven Kindervater und Oliver Rudolf als Feldspieler ran. »Wir haben gut gespielt. Die Hauptsache war, dass alle elf verbliebenen Akteure mitgezogen haben«, sagte Co-Trainer Rudolf, der den urlaubenden Meik Tischler vertrat.

Erstmals mischte neben den höherklassigen Teams auch die Zweitvertretung des SC Halle mit. Der von Alpay Kibar trainierte C-Ligist freute sich über die neu gewonnenen Erfahrungen: »Natürlich haben wir viel Lehrgeld bezahlt, aber das 1:1 gegen Amshausen war sehr gut«.

A-Ligist BV Werther feierte seinen einzigen Sieg im Turnierverlauf beim 5:1 im Spiel um Platz fünf gegen Halle II.

Auf einen Blick

Gruppe A: SC Halle - BV Werther 0:0. BV Werther - SC Peckeloh 0:3. SC Peckeloh - SC Halle 2:0.

Gruppe B: Spvg. Steinhagen - TSV Amshausen 3:0. SC Halle II - Spvg. Steinhagen 0:9. TSV Amshausen - SC Halle II 1:1.

Endrunde – Spiel um Platz fünf: BV Werther - SC Halle II 5:1. Spiel um Platz drei: SC Halle - TSV Amshausen 1:0. Finale: SC Peckeloh - Spvg. Steinhagen 7:8 nach Elfmeterschießen.

Torschützen der Finalisten – SCP: Alban Shabani (2), Daniel Schnadwinkel, Marvin Heinsch, Wojtek Kosecki. Spvg.: Sebastian Herrmann (4), Nick Mdoreuli, René Schäfer, Daniel Rajic, Marvin Hornberg, Hakan Erdem, Matthias Freyermuth, Benni Schoebel, Muhammet Ali Özel.

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