Tennis-Bundesliga: Halle verschafft sich mit Triumph in Gladbach eine glänzende Ausgangsposition 5:1 ist ein Signal an die Konkurrenz

Halle (WB). »Wenn wir in Gladbach gewinnen, dann ist das ein ganz dickes Ausrufezeichen«, hat Teamchef Thorsten Liebich im Vorfeld der Partie bei Titelverteidiger Gladbacher HTC gesagt. Und Tennis-Bundesligist TC Blau-Weiß Halle hat sich mit dem 5:1-Auswärtssieg in der Tat eine glänzende Ausgangsposition im Titelrennen verschafft.

Von Stephan Arend
Simone Bolelli hat ein gelungenes Saisondebüt gefeiert und zwei Punkte zum Haller 5:1-Erfolg in Gladbach beigesteuert.
Simone Bolelli hat ein gelungenes Saisondebüt gefeiert und zwei Punkte zum Haller 5:1-Erfolg in Gladbach beigesteuert. Foto: Sören Voss

Den Spitzenplatz gilt es nun am Sonntag bei TC Weinheim zu verteidigen. Eine Aufgabe, die kniffliger werden könnte als gedacht.  Der Aufsteiger hat gestern völlig überraschend den bisherigen Rangersten Kurhaus Aachen auswärts mit 4:2 besiegt und vom Tabellenthron gestürzt.

»Wer in Gladbach besteht, der fährt trotzdem zuversichtlich nach Weinheim«, sagt Thorsten Liebich, der Sonntag auf die gleichen sechs Akteure setzt wie beim jüngsten Erfolg. Der in Gladbach anwesende aber nicht eingesetzte Jeremy Jahn wird wohl sein Saisondebüt feiern.

Neuzugang Nikoloz Basilashvili entpuppt sich immer mehr als Volltreffer, dominiert vor nur 700 Zuschauern das Spitzeneinzel gegen Adrian Menendez nach Belieben. An Position zwei muss Simone Bolelli mehrmals Breakbälle abwehren, lässt dann aber gegen Marton Fucsovics nichts anbrennen. Im Duell der beiden noch ungeschlagenen Akteure zieht aber Tim Pütz gegen Aleksandr Nedovyesov den Kürzeren. Halles Nummer vier rettet sich zwar nach einem 3:6/3:5-Rückstand im zweiten Satz in den Tiebreak, die Wende glückt aber nicht. »Das war nicht mein Tag«, ist Pütz nach dem Match selbstkritisch.

Dafür löst Teamkollege Daniel Munoz-de la Nava die Pflichtaufgabe gegen den lange verletzten Ex-Haller Daniel Gimeno-Traver. »Gladbach hat keinen anderen Spieler bekommen und Gimeno-Traver heute Morgen einfliegen lassen. Bei unserem Daniel hat man die Anspannung gespürt, weil jeder einen Sieg erwartet hat«, erklärt Liebich das überschaubare Niveau dieser Partie. Wichtig allein, dass Munoz-de la Nava im Matchtiebreak von 3:4 auf 7:4 davonzieht und diesen Vorsprung über die Runden bringt.

Halle geht vorentscheidend 3:1 in Führung lässt in den Doppeln zu keiner Phase Zweifel am Auswärtssieg aufkommen. Das 5:1 beim Titelverteidiger ist auch ein Signal an die Konkurrenz: Wer 2017 den Titel holen will, muss erst einmal an Spitzenreiter Blau-Weiß Halle vorbeikommen.

Auf einen Blick

Adrian Menendez – Nikoloz Basilashvili 2:6/1:6

Marton Fucsovics - Simone Bolelli 3:6/3:6

Daniel Gimeno-Traver - Daniel Munoz-de la Nava 7:5/4:6/6:10

Aleksandr Nedovyesov - Tim Pütz6:3/7:6(3)

Menendez/Nedovyesov - Bolelli/Nunoz-de la Nava 2:6/7:6/6:10

Fucsovics/Sandkeulen - Pütz/ de Bakker 2:6/6:7(5)

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