Tennis-Bundesliga: BW Halle ist auch nach drei Spieltagen noch unbesiegt 4:2 gegen »Belgien«

Halle (WB). Im Februar hat das deutsche Davis-Cup-Team gegen Belgien verloren. Tennis-Bundesligist TC Blau-Weiß Halle hat es besser gemacht. Gegen eine ausschließlich mit belgischen Spielern angetretene Mannschaft von Blau-Weiß Aachen gewinnen die Gäste 4:2 und fiebern nun dem Gipfeltreffen mit Kurhaus Aachen am kommenden Sonntag auf eigener Anlage entgegen.

Von Stephan Arend
»Komm in meine Arme.« Coach Thomas Dappers freut sich mit Tim Pütz, der in dieser Saison zu Hochform aufläuft. Auch gegen Blau-Weiß Aachen ist »Pützi« mit zwei Punkten im Einzel und Doppel an der Seite von Jan-Lennard Struff einer der Matchwinner.
»Komm in meine Arme.« Coach Thomas Dappers freut sich mit Tim Pütz, der in dieser Saison zu Hochform aufläuft. Auch gegen Blau-Weiß Aachen ist »Pützi« mit zwei Punkten im Einzel und Doppel an der Seite von Jan-Lennard Struff einer der Matchwinner. Foto: Voss

Die Doppel-Niederlage ist beim Davis-Cup der Anfang vom Ende gewesen. Die Zverev-Brüder haben sich damals dem Duo Ruben Bemelmans/Joris De Loore in fünf Sätzen geschlagen geben müssen. Um die erhofften zwei Punkte gegen das Liga-Schlusslicht mitzunehmen, müssen Jan-Lennard Struff und Tim Pütz am Sonntag genau diese Kombination besiegen. Was die Zverevs im Februar nicht geschafft haben, gelingt dem Erfolgsdoppel der Blau-Weißen. »Das war eine Partie auf extrem hohem. Struffi und Pützi haben in beiden Sätzen mit Break 4:5 hinten gelegen, es mit ganz viel Willen und Energie aber gedreht«, sagt Thorsten Liebich. Da zuvor auch das Haller Holland-Doppel Robin Haase/Thiemo de Bakker nichts anbrennen lässt, ist der Sieg in trockenen Tüchern und der Fehlstart an diesem Tag vergessen.

Fehlstart in den Einzeln

Wie schon am Freitag gegen Krefeld muss sich Jan-Lennard Struff einem stark aufspielenden Gegner (Joris De Loore) geschlagen geben. Weil zudem Neuzugang Thiemo de Bakker nur im zweiten Satz sein ganzes Potenzial abruft und im Matchtiebreak einige falsche Entscheidungen trifft (Liebich: »Da merkt man ihm die fehlende Matchpraxis nach langer Pause an«), liegt der Favorit erneut 0:2 zurück. »Wenn dann noch ein Doppel wie Bemelmans/De Loore auf einen wartet, dann wird es eng«, erklärt Liebich.

In der Kabine heiß gemacht

Doch Struff und de Bakker machen in der Kabine ihre Teamkollegen heiß. Und auf diese ist vor 500 Zuschauern Verlass. Tim Pütz bestätigt seine starke Form und setzt sich glatt gegen Yannik Mertens durch, gegen den er im Vorjahr noch verloren hat. Im hochklassigen Spitzeneinzel macht Ruben Bemelmans (ATP 124) zwar viele spektakuläre Punkte. Doch die entscheidenden Ballwechsel gewinnt Robin Haase (ATP 38). »Ihm merkt man an, dass er derzeit vor Selbstvertrauen nur so strotzt«, zieht Liebich vor seiner Nummer eins den Hut. Mit 5:1 Punkten ist Blau-Weiß Halle jetzt mit Kurhaus Aachen (4:0) das Maß aller Dinge. Beste Voraussetzungen also für das direkte Duell der Spitzenteams, die sich schon viele unvergessene Tennis-Krimis geliefert haben.

Auf einen Blick

Ruben Bemelmans – Robin Haase 6:7(5)/3:6

Joris De Loore – Jan-Lennard Struff 6:3/4:6/10:7

Yannik Reuter – Tim Pütz 3:6/3:6

Yannick Mertens – Thiemo de Bakker 7:6(5)/2:6/10:7

Bemelmans/De Loore – Struff/Pütz6:7(7)/5:7

Mertens/Gille - Haase/de Bakker 3:6/3:6

Die anderen Sonntag-Spiele

GW Mannheim - TC Weinheim 3:3 (1:3): Kicker - Millman 4:6/6:3/5:10, Albot - Vanni 3:6/6:4/9:11, Melzer - Hanfmann 2:6/2:6, Beck - Wintermantel 6:1/7:5, Melzer/Beck - Millman/Hanfmann 6:3/5:7/10:7, Brands/Kern - Vanni/Baumann 7:6(3)/ 7:6(5); Zuschauer: 3500.

Gladbacher HTC - Rochusclub Düsseldorf 1:5 (1:3): Berankis - Andreozzi 3:6/7:6(5)/6:10, Gimeno-Traver - Rosol 0:6/2:6, Nedovyesov - Munar Clar 7:6(3)/6:4, Majchrzak - Moraing 1:6/3:6, Ramos-Vinolas/Berankis - Andreozzi/Munar Clar 2:6/5:7, Nedovyesov/Jebavy - Rosol/Moraing 6:4/5:7/6:10; Zuschauer: 1680.

RW Köln - BW Krefeld 4:2 (2:2): Brown - Lorenzi 7:6/3:6/10:12, Giraldo - Gaio 7:6/6:3, Otte - Ramirez Hidalgo 3:6/7:5/12:10, Choinski - Gonzalez 4:6/3:6, Brown/Mies - Lorenzi/Ramirez Hidalgo 6:3/6:0, Giraldo/Cervenak - Gaio/Gonzalez 7:5/1:6/12:10; Zuschauer: 2500.

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