Haller Berg- und Talfahrt: 424 Teilnehmer – viel Lob für den RC Teuto – Unfall endet glimpflich Beliebte Routen locken viele Sternfahrer an

Halle  (WB/guf). Als sich um 8 Uhr früh für die erste Gruppe das Startband hob, rieselten ein paar Regentropfen zu Boden. Aber der natürliche Feind einer jeden Radtourenfahrt hat es sich zum Glück anders überlegt: Unter besten äußeren Bedingungen rollte Sonntag die 31. Haller Berg- und Talfahrt über die Straßen des Ravensberger Landes. 424 Radsportler (fast genauso viele wie im Vorjahr) nutzten das Angebot des RC Teuto mit vier präzise ausgeschilderten Rennradrouten von 41 bis 151 km. Immerhin 61 schafften die Langdistanz mit 1770 Höhenmetern.

Landschaftliche Abwechslung ist Trumpf: Auf den reizvollen Touren mit Ausblick tun auch die vielen Höhenmeter (fast) nicht weh.
Landschaftliche Abwechslung ist Trumpf: Auf den reizvollen Touren mit Ausblick tun auch die vielen Höhenmeter (fast) nicht weh. Foto: Gunnar Feicht

»Eine tolle Streckenführung, aber ganz schön anspruchsvoll. Jetzt erst mal aufs Sofa und Tour de France gucken.« Nicht nur der Haller Michael Koch brauchte nach seinem Zieleinlauf den Nachmittag als Regenerationsphase. Koch hatte auf der 117-km-Schleife rund 1300 Höhenmeter gemeistert, dabei gleich mehrfach das Wiehengebirge und zweimal den Teuto überquert. »Wir haben für Streckenauswahl und Organisation viel Lob erhalten. Besonders die Steigungen von den Saurierspuren nach Büscherheide und die ›Kahle Wart‹ sind beliebt«, berichtet Frank Müller vom Ausrichter.

Die gegenüber dem Vorjahr unveränderten Routen sind in der Szene so gefragt, dass sogar Sportler aus Kassel, Warburg oder Hannover anreisten. »Außerdem hat sich der Trend bestätigt, dass viele als ›Sternfahrer‹ bereits von ihrem Heimatort, meistens in Gruppen, per Rad nach Halle fahren und dann gemeinsam bei uns auf die Strecke gehen«, sagt Frank Müller. Dadurch verschieben sich die Teilnehmerzahlen von den langen Strecken mehr in Richtung 75er-Runde. 60 Helfer aus den Reihen des RC Teuto sorgten an fünf Kontrollstellen und im Ziel dafür, dass Verpflegung und Getränkeversorgung stimmten. Für einen Teilnehmer endete die Fahrt allerdings schmerzhaft: Er wurde in Bünde-Holsen von einem Auto angefahren. Nach Erster Hilfe von Radsportkollegen und Versorgung der Verletzungen im Krankenhaus gab er gegen Mittag beim Ausrichter telefonisch Entwarnung.

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