2. Bundesliga: Haller Golfer beim Heimspieltag Zweiter – aber Klassenerhalt wird »Bärenaufgabe« Spannender als der Tatort

Halle (WB). Das Tagesziel haben die Haller Golfer beim Heimspieltag in der 2. Bundesliga mit Platz zwei erreicht. Doch  beim Kampf um den Klassenerhalt haben sie nicht wie erhofft Boden gut gemacht. Der überraschende Tagessieg des direkten Kontrahenten aus Dresden ist ein Stimmungskiller.

Von Stephan Arend
Profi Julian Kunzenbacher hat das Haller Team beim Heimspieltag unterstützt.
Profi Julian Kunzenbacher hat das Haller Team beim Heimspieltag unterstützt. Foto: Stephan Arend

»Eine mega ungünstige Konstellation«, stöhnt Coach Ralf Berhorst, der nach zwei Mal 18 Runden, die sich erneut zu einem Krimi entwickeln, erst einmal tief durchatmet. Am Ende trennen seine Schützlinge drei Schläge vom Tagessieger, der Vorsprung auf Platz drei beträgt sogar nur einen Schlag. Der Tatort am Sonntagabend kann nicht spannender werden.

An den letzten zwei Spieltagen muss das neu formierte Haller Team nun zwei Punkte auf Dresden oder drei auf das Führungsduo Hamburg Hittfeld/Berlin aufholen, um auf Nichtabstiegsplatz drei zu klettern. »Eine Bärenaufgabe«, findet Berhorst, zumal Halles Nummer eins Julian Kunzenbacher beim Saison-Schlussspurt nicht dabei sein wird.

»Eine 86 darf im Einzel nicht in die Wertung kommen«

Der Profi ist direkt vom Challenge-Turnier in Belgien angereist, wo er den Cut verpasst hat, um seine Mannschaft zu unterstützen. Doch Kunzenbacher bleibt mit einer 76er Runde im Einzel weit unter seinen Möglichkeiten. Allerdings lässt nicht nur er entscheidende Schläge liegen. »Die Ergebnisse an den hinteren Positionen waren einfach zu hoch. Eine 86 darf im Einzel nicht in die Wertung kommen«, findet Berhorst.

Während der Coach nachmittags am Rande der Bahnen mitzittert, ist Julian Kunzenbacher im Auto schon auf dem Weg zum nächsten Profiturnier in Frankreich. Auf der Challenge-Tour will und muss er nach mehreren verpassten Cuts (teilweise hat nur ein Schlag gefehlt) in den nächsten Wochen angreifen.

Michael und Sebastian Kotthaus, Halles »siamesische Zwillinge«

Auch im Dreikampf zwischen Dresden, Halle und Hamburg Hittfeld zählt in den Vierern jeder Schlag. Christopher Michael und Sebastian Kotthaus, Halles »siamesische Zwillinge«, ziehen zur Beruhigung synchron an ihren Kippen, bringen ebenso wie die Neuzugänge Niklas Theilken/Fabian Jarck (sorgt an diesem Tag im Einzel und Vierer für die besten Haller Ergebnisse) und Youngster Fynn Hessenkämper/Joshua Ransiek ordentliche Ergebnisse ins Clubhaus.

Enttäuschend läuft der Spieltag für den bisherigen Spitzenreiter Berlin Stolper Heide, der Vorletzter wird. Der Ex-Haller Timo Vahlenkamp spielt bei seiner Rückkehr auf die Heimat-Bahnen mit 71 Schlägen zwar die beste Einzelrunde, bleibt im Vierer (84) mit seinem Partner aber wie die gesamte Mannschaft unter den Möglichkeiten.

Auf einen Blick

Haller Ergebnisse – Einzel: Fabian Jarck 75, Julian Kunzenbacher 76, Niklas Theilken 77, Christopher Michael 77, Sebastian Kotthaus 80, Fynn Hessenkämper 80, Maximilian Pixa 86, Tom Wiese (92/Streichergebnis). Vierer: Theilken/Jarck 73, Kotthaus/Michael 75, Hessenkämper/Ransiek 81, Krammenschneider/Rüter 86 (Streichergebnis).

Endstand – 3. Spieltag: 1. Golfclub Dresden Ullersdorf + 57 Schläge über Platzstandard, 2. Haller Golfclub Teutoburger Wald + 60, 3. Hamburg Land und Golfclub Hittfeld + 61, 4. Berliner Golfclub Stolper Heide + 79, 5. Golfclub Hamburg-Ahrensburg +90.

Tabelle 2. Bundesliga Nord nach drei von fünf Spieltagen: 1. Hamburg Hittfeld 11 Punkte, 2. Berlin 11 Punkte, 3. Dresden 10 Punkte, 4. Halle 8 Punkte, 5. Hamburg-Ahrensburg 5 Punkte.

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