Jugendbundesliga-Quali: TG glänzt in eigener Halle – JSG-Jungen erhalten weitere Chance Hörster Siegeszug führt nach Magdeburg

Altkreis  (WB). Mit einer starken Gesamtleistung und zwei deutlichen Siegen haben TG Hörstes A-Jugendhandballerinnen den Sprung in die bundesweite Qualifikationsrunde für die Bundesliga geschafft. Die Jungen der JSG Werther/Borgholzhausen haben die direkte Quali unglücklich verpasst, bekommen aber noch eine weitere Chance.

Von Gunnar Feicht
Grund zum Jubeln: Hörstes A-Jugend-Handballerinnen und Trainer Dustin Lohde wollen ihre Bundesligachance nutzen.
Grund zum Jubeln: Hörstes A-Jugend-Handballerinnen und Trainer Dustin Lohde wollen ihre Bundesligachance nutzen. Foto: Nico Seifert

Weibliche A-Jugend

»Hätte mir heute Morgen jemand vorausgesagt, dass wir Haan 32:20 in die Schwanken weisen würden: Ich hätte ihm das Ergebnis nicht geglaubt.« TG Hörstes Trainer Dustin Lohde ist begeistert von der Steigerungsfähigkeit seiner Mannschaft im Verlauf der Bundesliga-Qualifikation.

In eigener Halle besiegten die Hörsterinnen am Pfingstsonntag beide Gegner aus den Landesverbänden Mittelrhein und Niederrhein überlegen. Gegen den HSV Würselen gelang mit 8:2 ein Blitzstart, nach zweimal 25 Minuten Spielzeit hieß es am Ende 32:18 (15:8). War dieser Kantersieg gegen die am schwächsten eingeschätzte Mannschaft der Runde noch keine Sensation, so beeindruckte gleich im Anschluss daran umso mehr der 32:20 (16:9)-Triumph gegen TV Haan mit seiner gefürchteten Rückraumschützin Leonie Fagin. Die biss sich trotz ihrer 5/2 Treffer letztlich an der hervorragenden Hörster Deckung die Zähne aus – ebenso wie ihre Nebenleute, sodass die zweite Hälfte einem Schaulaufen glich.

Den wichtigen 22:19-Sieg gegen HLZ Ahlen hatte die TG bereits aus der Spielrunde zuvor mit in die Wertung genommen und geht als Gruppensieger ins bundesweite Qualifikationsturnier am kommenden Wochenende in Magdeburg. Dort treten acht Mannschaften in zwei Gruppen an, die insgesamt vier besten spielen kommende Saison in der Bundesliga. »Unsere Chancen sehe ich weiterhin bei 20 bis 25 Prozent. Wir treffen auf große Namen des Frauenhandballs. Aber bei einer Spielzeit von jeweils nur zweimal 15 Minuten kann alles passieren, weil sich gerade unter diesen Bedingungen unserer offensive Deckung auszahlen dürfte«, sagt Trainer Dustin Lohde. Als Trumpf erweist sich immer mehr die ausgeglichene Besetzung und mannschaftliche Geschlossenheit des TG-Kaders: »Alle haben jeweils mehr als zehn Minuten Spielzeit gehabt und wissen mittlerweile genau, wie und wo sie ihre Stärken einbringen müssen«, freut sich Lohde.

Die TG spielte mit: Kaiser, Raudies; Schäper (4/1 Tore), Reckordt (11), Panofen (3), Wittenbrink (3), Wellerdiek (4), Willich (11), Linkert (4), Laker (2/1), Gerdes (15/9), Dessin (5), Scheiermann, Tewes (2). In Magdeburg geht es gegen Rostocker HC, Füchse Berlin Reinickendorf und HSG Nienburg, in der Parallelgruppe spielen Union Halle-Neustadt, GW Schwerin, HSV Magdeburg und HLZ Ahlen.

Männliche A-Jugend

Der zweite und letzte Abschnitt der NRW-Qualifikation ging in Nordhemmern über die Bühne – für die JSG Werther/Borgholzhausen mit zwei deutlichen Siegen erfolgreich, aber doch unterm Strich enttäuschend: Denn TuS Ferndorf verlor das entscheidende Duell mit Eintracht Hagen 22:31. Damit verpasste die JSG den dritten Rang für die Direktqualifikation. Damit rächten sich die unglücklichen Niederlagen gegen Oespel (23:24) und Hagen (28:29). »Ferndorf ist leider nicht mehr mit allen Spielern angetreten, die sonst im Kader stehen. Deshalb war das eine klare Angelegenheit«, bedauerte JSG-Coach Sven-Hendrik Janson, dass der TuS nur mit einem Torwart und zehn Feldspielern angereist war. Die JSG Werther/Borgholzhausen hatte zuvor die vom Ex-Versmolder Dirk Schmidtmeier gecoachte Crew des HLZ Ahlen mit 31:22 (15:9) klar beherrscht. Auch im am Ende bedeutungslosen Duell mit Schlusslicht Refrath (dem einzigen nicht-westfälischen Kandidaten der Runde) gab es mit 37:30 (16:16) einen Sieg. »Am kommenden Wochenende haben wir noch mal eine 50:50-Chance«, hofft Janson auf ein erfolgreiches Abschneiden in einer Vierer-Gruppe. Gegner und Austragungsort standen am Montag noch nicht definitiv fest.

Für die JSG spielten in Nordhemmern: Bartling, Murken; Nebelung (1), Oberwittler (6), Kaps (6), Dingwerth (3 – ihm musste ein ausgekugelter Finger wieder eingerenkt werden), Schröder (5), Hoffmann (13/3), Topp (10), Borgstedt, Huxohl (5), Sommer, Schäperkötter (12), Pöpping, Griese (2), Temme (2), Schlingmann (3).

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.