Handball-Nachwuchs aus Steinhagen, Werther und Pium beim Länderspiel im Rampenlicht »Einfach total glücklich«

Halle  (WB/guf). »Die Mädchen waren selig, einfach total glücklich.« Trainerin Lara Windau gab das Stimmungsbild aus der E-Jugend-Mannschaft der JSG Werther/Borgholzhausen wieder. Cigdem Terzi und Tina Tellenbröker von der Spvg. Steinhagen wussten Ähnliches zu berichten: »Für die Kinder war es das Ereignis ihres Lebens. Das wird ihre Handballbegeisterung noch mal steigern.«

Vor 9300 Zuschauern im Scheinwerferlicht: die Steinhagener E-Mädchen mit dem deutschen Team. Die gleichaltrigen Spielerinnen der JSG Werther/Borgholzhausen trugen die Fahnen ins Stadion und als Wischerinnen fungierten am Samstag die Spvg.-Verbandsliga-Spielerinnen Marianne Wiens, Jana Willim, Marleen Gosejohann und Lea Schlautmann.
Vor 9300 Zuschauern im Scheinwerferlicht: die Steinhagener E-Mädchen mit dem deutschen Team. Die gleichaltrigen Spielerinnen der JSG Werther/Borgholzhausen trugen die Fahnen ins Stadion und als Wischerinnen fungierten am Samstag die Spvg.-Verbandsliga-Spielerinnen Marianne Wiens, Jana Willim, Marleen Gosejohann und Lea Schlautmann. Foto: Sören Voss

Die neun- und zehnjährigen Mädchen aus beiden Vereinen waren mittendrin beim Handball-Länderspiel Deutschland gegen Slowenien (25:20) im Haller Gerry-Weber-Stadion. Die zwölf JSG-Spielerinnen hatten sogar buchstäblich eine tragende Rolle, als sie vor dem Anpfiff die Fahnen der beiden beteiligten Länder und des Europäischen Handball-Verbandes EHF aufs Spielfeld brachten und während der Teamvorstellung und der Nationalhymnen präsentieren durften. Die Steinhagener Mädchen liefen an den Händen der DHB-Stars ins gut gefüllte Stadion ein und waren vom Beifallsorkan der 9300 Zuschauer begeistert. »Die Aufregung vorher war unfassbar. Wir mussten uns einiges einfallen lassen, um die Mädchen zu beruhigen«, berichtet Lara Windau, die zum bewährten Mittel griff: »Stellt euch einfach vor, dass ihr in die Wertheraner Sporthalle einlauft...«

Der Handball-Nachwuchs meisterte seine Aufgabe trotz aller Nervosität souverän - genau beobachtet von den Schulfreundinnen und -freunden am TV-Bildschirm: »Tatsächlich, du bis im Fernsehen«, hieß es schon vor Spielbeginn in der Whats­App-Gruppe. Anschließend konnten die Mädchen die Partie auf Sitzplätzen ganz dicht am Spielfeldrand verfolgen. Für Maxine Schley aus Halle, die für Steinhagen spielt, war es gleich in mehrfacher Hinsicht ein unvergesslicher Tag: Das Multitalent (beim LC Solbad auch als Leichtathletin aktiv) lief mit Nationalteam-Kapitän Uwe Gensheimer aufs Spielfeld und gewann in der Halbzeitpause den Siebenmeter-Wettbewerb. Gegen das durchaus mit Torwarttalent ausgestattete AOK-Maskottchen versenkte die Zehnjährige mit präzisen Würfen als einzige der drei Teilnehmer alle drei Versuche im Netz.

»Vor dem Einlaufen waren die Spieler total auf ihre Aufgabe konzentriert. Da haben sie die Mädchen wenig beachtet. Aber hinterher haben sie sich ganz viel Zeit für Autogramme und Erinnerungsfotos genommen.« Cigdem Terzi hat die DHB-Handballer als echte Profis, aber auch als volksnahe Botschafter ihrer Sportart erlebt. Und sie ist froh, dass der Verein den Kindern dieses Erlebnis dank der guten Kontakte zur Veranstaltungs-Organisation bieten konnte.

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