Volleyball-Saisonausblick: Ein Haller Männerteam soll aufsteigen – Erste mit routinierten Verstärkungen SC-Teams wollen Landesliga rocken

Halle (WB). Wenn am 5. September die Volleyballsaison beginnt, werden erstmals alle Teams des SC Halle in der Landesliga auflaufen. Dabei wird es für die Herrenmannschaften  besonders spannend, die aus der Staffel 7 in die »ostwestfälische« Landesliga umgruppiert worden sind. 

Von Anna Rzeha
Erfahrene Neuzugänge, die die Landesliga gut kennen – hintere Reihe von links:   Tim Waterbör, Michel Thies und Thomas Baerg verstärken zur Freude von Trainer Björn Kranenberg (vorne) SC Halle I. Es fehlt Nico Schlüter, der ebenfalls aus Asemissen kommt.
Erfahrene Neuzugänge, die die Landesliga gut kennen – hintere Reihe von links: Tim Waterbör, Michel Thies und Thomas Baerg verstärken zur Freude von Trainer Björn Kranenberg (vorne) SC Halle I. Es fehlt Nico Schlüter, der ebenfalls aus Asemissen kommt. Foto: Anna Rzeha

Männer SC Halle I

»Wir sind diese Saison etwas flexibler aufgestellt und haben uns auf fast allen Positionen personell verstärkt«, berichtet Trainer Björn Kranenberg zufrieden. Nach dem Abschied von Alexandros Sarmas (zum Verbandsligisten VC Altenbeken-Schwaney) und Dirk Wacker (Laufbahnende) sah sich Kranenberg zum Handeln gezwungen und streckte seine Fühler zum Landesligisten TuS Asemissen aus.

Mit Erfolg, denn in Thomas Baerg, Michel Thies, Nico Schlüter und Tim Waterbör begeisterte er vier Neuzugänge für den SC, die viel Landesligaerfahrung mit in die Lindenstadt bringen. Die Liberoposition wird derweil Patrick Meinicke übernehmen, der in den Jahren zuvor als Mittelblocker fungierte.

Nicht ganz optimal verlief hingegen die Saisonvorbereitung, die von viel Verletzungspech und Urlaubsphasen der Spieler geprägt war. Dennoch blickt Kranenberg zuversichtlich in die neue Saison. »Die Landesliga-Staffel 8 wird nach meiner Einschätzung schwächer sein, als die ›Münsteraner‹ Staffel. Daher ist ein ganz klares Ziel, dass eine der beiden Haller Mannschaften aufsteigen muss«, gibt Kranenberg als Abteilungsvorsitzender die Marschroute vor.

Zugänge: Thomas Baerg (Mittelblocker/Zuspieler), Nico Schlüter (M/Diagonalspieler), Michel Thies (Außenangreifer),Tim Waterbör (AA – alle TuS Asemissen).

Abgänge: Alexandros Sarmas (studienbedingt/Altenbeken-Schwaney), Dirk Wacker (altersbedingt), Willi Sudermann (berufsbedingt).

Kader ohne Zugänge: Patrick Buske (M), Frank Leitenberger (M), Johannes Katzer (M), Mark Luckas (AA), Daniel Brickenkamp (Z), René Smollich (AA), Björn Kranenberg (Z), Jörg Mortsiefer (AA/D), Patrick Meinicke (L).
Saisonziel: Ein Haller Team muss aufsteigen.

Favoritentipp: TG Herford (Verbandsliga-Absteiger), TV Levern, SC Halle I und II.

Männer SC Halle II

Mitte der Sommerferien bat Bori Rzeha seine Schützlinge zur ersten Vorbereitungsphase in die Halle. »Dadurch, dass meine Jungs die hallenfreie Zeit selbstständig genutzt und ihre konditionellen Grundlagen beim Beachvolleyball verbessert haben, konnte ich andere Schwerpunkte für die Halle legen«, berichtet der Trainer.

So lag der Fokus auf dem Techniktraining sowie der koordinativen Arbeit mit dem Ball, um die Eigenfehlerquote weiter zu senken. Auch ein Trainingswochenende in Rödinghausen brachte noch einmal richtig Schwung in die spielerische Entwicklung und stärkte den großen Zusammenhalt der Mannschaft.

Beim eigenen Turnier am vergangenen Wochenende zeigte sich die Rzeha-Crew durchweg positiv und mit viel Spielwitz. Vor allem Tejas Kosfeld, der von der Libero- auf die Zuspielposition wechselt, bot eine starke Leistung. Als Zuspieler entlastet er Kapitän Maximilian Köhne, der zurzeit eine Schulterverletzung auskuriert.

Als Zugang präsentiert Rzeha den erst 14-jährigen Niklas Feix, der vom Telekom Post SV Bielefeld kommt und langsam an das Niveau herangeführt werden soll. »Wir sind in jetzt in der Breite besser aufgestellt, da fast alle Spieler auf mindestens zwei Positionen eingesetzt werden können«, beschreibt Rzeha die SC-Geheimwaffe. »Die Jungs sind nach dem Haller Cup heiß wie Frittenfett und können den Saisonstart kaum erwarten.«

Zugänge: Niklas Feix (Allrounder/Post SV Bielefeld).

Abgänge: keine.

Kader ohne Zugänge: Tejas Kosfeld (Z), Max Köhne (Z/D), Phil Rosenthal (D/AA), Julian Prange (MB), Cedric Dessin (MB), Aaron Geiß (AA/D), Aljoscha Frank (AA), Christian Kloidt (MB/AA), Hannes Bismayer (AA), Gunnar Diekmann (AA/D), Martin Schulte (AA/L).

Saisonziel: um den Aufstieg mitspielen.

Favoritentipp: SC Halle I und II, TG Herford und TV Levern.

Frauen SC Halle

Nach einer Saison, die durch die Relegation vier Wochen länger dauerte, starteten die SC-Damen Mitte der Ferien wieder in die Vorbereitung. »Meine Mädels haben natürlich das gute Wetter genutzt und mit den Herren zusammen gebeacht. Die wollten gar keine Pause«, erzählt Trainerin Maria Wiedenlübbert.

Seit Mitte Juli arbeiten die Lindenstädterinnen verschärft an ihren Aufschlägen und der Annahme, die in der höheren Liga enorme Bedeutung hat. Wiedenlübbert: »Auch am Wochenende hat man gesehen, wie wichtig unsere Annahme ist, um unser variables Spiel aufzubauen. Deshalb sind wir froh, dass wir durch Vera Lückebergfeld eine Verstärkung in der Defensive erhalten haben.«

Lückebergfeld kommt vom Bezirkligisten TuS Aschen-Strang und wird als Libera eingesetzt. »In Vera haben wir eine Abwehr- und Annahmespezialistin hinzugewonnen«, freut sich die Trainerin. Als sehr wertvoll bezeichnet Wiedenlübbert auch das Trainingswochenende in Rödinghausen, das für das Mannschaftsgefühl sehr wichtig war. Beim eigenen Turnier wurde noch einmal an den Aufstellungen getüftelt, »um in zwei Wochen die endgültige Stammsechs zu haben«. In der neuen Liga geht Wiedenlübbert von vielen überraschenden Ergebnissen aus, da das Spielniveau sehr ausgeglichen sei.

Zugänge: Vera Lückebergfeld (Libera/TuS Aschen-Strang).

Abgänge: keine.

Kader ohne Zugänge: Nora Velske (Z), Anna Rzeha (Z), Jana Kreutzer (D), Marina Müller (D), Anne Smollich (M), Anja Studt (M), Angelika Schulte (M), Hanna Kühlmann (AA), Josie Majer (AA), Lena Gresselmeier (AA), Celine Dessin (AA).

Saisonziel: Frühzeitig den Klassenerhalt sichern, dann neues Ziel stecken.

Favorit: Gütersloher TV.

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