5. DJK-Halbmarathon: Vor allem Sansar ist alles andere als begeistert 400 Meter zu viel gelaufen

Gütersloh (WB). Mit einem folgenschweren Panne sind die Läufer beim 5. Gütersloher DJK-Halbmarathon um ihre Möglichkeit gebracht worden, dass ihre Zeiten Eintrag in die Bestenlisten finden. Anstatt nach dem Start auf der Tartanbahn des LAZ Nord das Stadion direkt zu verlassen, drehten die Läufer eine zusätzliche 400 Meter lange Extra-Runde und verließen erst dann das Stadion.

Von Markus Nieländer
Beim Start des DJK-Halbmarathons wirft Elias Sansar einen ersten prüfenden Blick auf seine Uhr. Bereits nach einem Kilometer fällt dem späteren Sieger auf, dass mit der Streckenlänge etwas nicht stimmt. Sie ist 400 Meter zu lang.
Beim Start des DJK-Halbmarathons wirft Elias Sansar einen ersten prüfenden Blick auf seine Uhr. Bereits nach einem Kilometer fällt dem späteren Sieger auf, dass mit der Streckenlänge etwas nicht stimmt. Sie ist 400 Meter zu lang. Foto: Markus Nieländer

»Ich habe immer gedacht: Hier stimmt doch irgendetwas nicht. Die Durchgangs-Zeiten passten alle nicht und waren viel zu langsam«, ärgerte sich Sieger Elias Sansar (1:11:55 Stunden, LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen) im Ziel. Erst mit einem beherzten Schlussspurt unterbot der mehrfache Hermannslaufsieger die vom Ausrichter DJK Gütersloh geforderte Zielzeit von 1:12 Stunden, um in den Genuss der Siegprämie von 300 Euro zu kommen. »Wir werden bei allen Läufern zwei Minuten von der Laufzeit abziehen und dann entsprechend die Geldpreise ausschütten«, fand Chef-Organisator Peter Oesterhelweg von der ausrichtenden DJK Gütersloh eine praktikable Lösung, um die Läufer schadlos zu halten. Die Läufer nach der zusätzlichen Stadionrunde anzuhalten und am ursprünglichen Startort neu zu starten – diese Möglichkeit kam den DJK-Verantwortlichen in der Hektik erst, als die letzten Läufer bereits aus dem LAZ Nord rausliefen.

»Ich wollte eigentlich nach dem Start sofort aus dem Stadion rauslaufen, aber der Streckenposten haben mich nicht gelassen«, ärgerte sich Sansar über den Fehler eines Helfers, der aufgrund einer Fehl-Information den Ausgang mit einem Flatterband abgesperrt und erst nach der Zusatzrunde geöffnet hatte. »So etwas kann, darf aber bei so einem Lauf nicht passieren«, grollte der 37-Jährige im Ziel. Der Unmut von Sansar war um so verständlicher, weil dieser nach einer langen und intensiven Saison den Lauf »genießen« wollte. Als er jedoch nach bereits einem Kilometer bemerkte, dass die Durchgangszeiten eineinhalb Minuten zu langsam waren und er auch auf Nachfrage keine Info vom Begleitfahrer auf dem Mountainbike bekam, machte sich bei dem Detmolder eine gewisse innere Unruhe breit. Nach neun Kilometern setzte er sich mit einer satten Tempoverschärfung von seinem Begleiter Hendrik Pohle (1:14:37/SV Brackwede) ab. »Ich habe gedacht, ich muss den Rückstand irgendwie kompensieren und die eineinhalb Minuten wieder rauslaufen. Bis ins Ziel hatte ich es geschafft, aber Spaß hat das nicht gemacht. Das hatte ich mir anderes vorgestellt«, erklärte Elias Sansar im Ziel.

Mehr lesen Sie am Montag, 6. November, im WESTFALEN-BLATT, Lokalsport Gütersloh

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.