Lücken der prominenten Abgänge sollen intern geschlossen werden FSV will Qualifikation stemmen

Rheda-Wiedenbrück (WB). Die Insel der Glückseligen ist mit den Aufsteigern aus Delmenhorst und Jena dünn besiedelt. Sie können völlig ohne Druck aufspielen. Allen anderen zehn Teams der 2. Frauenfußball-Bundesliga Nord steht Umzugsstress ins Haus.

Von Dirk Heidemann
Auf den FSV um Co-Trainer Michael Niermeier (von links), Norren Günnewig, Pauline Berning, Janne Blom, Charlotte Blümel, Lilly Carlotta Stojan, Kamila Kmiecik, Trainer Britta Hainke sowie Kira Klemmer (vorne) kommt schwere Arbeit zu.
Auf den FSV um Co-Trainer Michael Niermeier (von links), Norren Günnewig, Pauline Berning, Janne Blom, Charlotte Blümel, Lilly Carlotta Stojan, Kamila Kmiecik, Trainer Britta Hainke sowie Kira Klemmer (vorne) kommt schwere Arbeit zu. Foto: Henrik Martinschledde

Denn nur fünf von ihnen werden dabei sein, wenn es nach dieser Saison um die Plätze zur eingleisigen 2. Liga geht. Der Meister darf wie gewohnt in die Beletage des deutschen Frauenfußballs einziehen. Die Zielsetzung für den FSV Gütersloh ist somit auch klar umrissen: Die sichere Qualifikation soll her. »Mindestens Platz sechs muss rausspringen, die Relegation sollten wir uns auf jeden Fall ersparen«, sagt FSV-Geschäftsführer Michael Horstkötter anlässlich des Trainingsauftakts in der Tönnies-Arena. Eine ambitionierte Aufgabe, denn auf den ersten Blick hat der Kader an Qualität verloren.

Kompensiert werden müssen prominente Abgänge wie Magdalena Richter (elf Tore in der vergangenen Saison), Geldona Morina oder Riesentalent Sophia Kleinherne vornehmlich aus den eigenen Reihen der hochrückenden B-Juniorinnen. Aus dieser Talentschmiede hat am Donnerstagabend mit U17-Nationalspielerin Sjoeke Nüsken noch eine weitere Spielerin zugesagt. Mit der erfahrenen Mittelfeldspielerin Kamila Kmiecik (Arminia Bielefeld) und Torfrau Kira Klemmer (Herford) gibt es bislang nur zwei externe Zugänge. »Offensiv müssen wir noch etwas tun. Wir suchen eine gute Stürmerin, am besten für die Außenbahn«, sagt Michael Horstkötter. Britta Hainke will da keineswegs widersprechen. »Doch solche Spielerinnen stehen nicht an der Ecke rum«, gibt die FSV-Trainerin zu bedenken und beugt schon einmal vor: »Auch ohne weiteren Zugang sehe ich unsere Chancen auf die Qualifikation absolut gut. Das Gerüst aus dem vergangenen Jahr ist ja geblieben und mit Lena Lückel kehrt nach langer Verletzungspause eine der besten Verteidigerinnen der Liga zurück.« Mit Angreiferin Marie Schröder, die sich erst am 21. Juni einer Kreuzband-Operation unterzogen hatte, rechnet Hainke hingegen erst in der Rückserie.

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