Bizarrer Fall zum Trainingsstart beim Fußball-Regionalligisten SC Wiedenbrück Matovina darf nur allein trainieren

Rheda-Wiedenbrück  (WB). Traumwetter und gute Laune herrschen am Sonntag zum Vorbereitungsstart des Fußball-Regionalligisten SC Wiedenbrück unter Neu-Trainer Björn Mehnert (40). Lediglich unschöne Begleiterscheinungen des jüngsten Transfers drücken die Stimmung ein wenig. Der Kroate Kresimir Matovina (24) unterzeichnet am Sonntag als sechster externer Neuzugang einen Zwei-Jahresvertrag. Allerdings hat er ein Verbot, im Mannschaftskreis mittrainieren zu dürfen.

Von Christian Bröder
Kresimir Matovina, 24-jähriger Neuzugang des SC Wiedenbrück, muss beim Fußball-Regionalligisten erst mal für sich trainieren.
Kresimir Matovina, 24-jähriger Neuzugang des SC Wiedenbrück, muss beim Fußball-Regionalligisten erst mal für sich trainieren. Foto: Henrik Martinschledde

Bis zum 30. Juni steht der Linksverteidiger noch beim BSV Schwarz-Weiß Rehden unter Vertrag, der von Rettung Werder Bremens 2. Mannschaft und vom Aufstieg des SV Meppen in die 3. Liga profitiert und trotz des sportlichen Abstiegs in der Regionalliga Nord bleibt. Allerdings kann man dem Klub um den 1. Vorsitzenden Friedrich Schilling und Sportvorstand Michael Weinberg im Fall Matovina durchaus fragwürdige Transferpraxis vorwerfen.

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Anders gelagert wäre der Fall wohl, wenn er auf Geld verzichten würde. Man soll ihm jedenfalls einen Gehaltsverzicht angeboten haben.

Bernhard Hartmann

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»Der Verein hat ihm die Erlaubnis verweigert, bis zum Vertragsende bei einem anderen Klub am Training oder an Spielen teilzunehmen. Anders gelagert wäre der Fall wohl, wenn er auf Geld verzichten würde. Man soll ihm jedenfalls einen Gehaltsverzicht angeboten haben. Warum das so läuft, weiß kein Mensch. So ein Fall ist mir in meiner 20-jährigen Tätigkeit noch nie passiert«, macht Geschäftsführer Bernhard Hartmann seinem Ärger Luft. Die Folge: Matovina wird bis zu Beginn seines neuen Vertragsverhältnisses in Wiedenbrück 1. Juli individuell trainieren müssen.

»Wenn ihr also jemanden seht, der allein seine Runden dreht, dann ist er das«, nimmt Trainer Björn Mehnert die Sache mit Humor. Generell verbreitet der in Hamm lebende gebürtige Dortmunder bei seinem Dienstantritt gute Laune und spricht von »einer neuen Idee des Fußballs« im Jahnstadion.

Den ausführlichen Artikel, alles über den Kader sowie den neuen Trainer lesen Sie am Montag, 19. Juni, im WESTFALEN-BLATT, Lokalsport Gütersloh.

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