15. Ems-Cup: Manfred Grote sorgt für pünktlichen Ablauf der vielen Parallel-Spiele »Manni macht den Turm«

Rheda-Wiedenbrück (WB). Meistens tummelten sich in den Vorjahren 80 bis 90 Mannschaften beim Ems-Cup des Wiedenbrücker TV. Das beliebte Handball-Turnier auf Rasen hat in puncto Resonanz jetzt ein kleine Delle bekommen: Nur noch knapp 60 Nachwuchsteams haben an der 15. Auflage des Freiluft-Klassikers teilgenommen.

Von Uwe Caspar
Perfekter Sprung: Die für die Handball-C-Jugend des TV Verl spielende Dana Olbina erzielt im Gruppenspiel gegen Gastgeber Wiedenbrücker TV einen weiteren Treffer für ihr Team. Die Verlerinnen belegen beim Ems-Cup ungeschlagen den ersten Platz.
Perfekter Sprung: Die für die Handball-C-Jugend des TV Verl spielende Dana Olbina erzielt im Gruppenspiel gegen Gastgeber Wiedenbrücker TV einen weiteren Treffer für ihr Team. Die Verlerinnen belegen beim Ems-Cup ungeschlagen den ersten Platz. Foto: Uwe Caspar

Weil bei der weiblichen A-Jugend nur zwei Meldungen vorlagen, musste der Wettkampf in dieser Altersklasse sogar ganz gestrichen werden. »Zeitgleich findet in Brockhagen zum ersten Mal ebenfalls ein solches Event statt. Doch kein Vorwurf an den Konkurrenz-veranstalter – die Terminüberschneidung war einfach nur ein dummer Zufall«, ist Ems-Cup-Cheforganisator Peter Wortmann dem Nachbarn keinesfalls böse. »Immerhin sind bei uns alle Vereine erschienen, die sich angemeldet haben«, tröstet sich Wortmann, der mit der TSG Calbe aus Sachsen-Anhalt einen Premierengast begrüßen konnte.

Der mit fünf Jugendmannschaften angereiste HSV Herbede dagegen zählt zum festen Inventar des vom Wiedenbrücker TV wieder perfekt ausgerichteten Turniers. Seit rund zehn Jahren hält der Klub aus dem Dortmunder Raum dem WTV die Treue. »Das ist für uns jedes Mal ein toller Saisonabschluss und stärkt den Zusammenhalt. Wir sind froh über das seltene Angebot, auch mal auf Rasen spielen zu dürfen«, sagt HSV-Betreuer Tobias Weinhold.

Eine Besonderheit des Ems-Cups ist auch, dass auf vier bis sechs Plätzen alle Matches gleichzeitig beginnen und beendet werden. Für den pünktlichen Ablauf sorgt seit bereits 15 Jahren Manfred Grote, der in seinem Sprecherturm via Lautsprecher und mit Trillerpfeife an- und abpfeift. »Manni macht den Turm«, schmunzelt seine Assistentin und frühere Cup-Organisatorin Petra Leben. »Es hat unter meiner Regie noch nie eine Verzögerung gegeben«, berichtet der neue Trainer der WTV-Damen.

Grote trägt auch alle Ergebnisse ein und verteilt die in einem großen Bonbonglas liegenden rund 100 Pfeifen an die Schiedsrichter, die von den teilnehmenden Klubs gestellt werden müssen. Grotes wichtigstes Utensil auf dem Kabinentisch: die Stoppuhr. Diesmal zeigt ihm ein Digital-Chronometer die noch verbleibenden Spielzeit an, weil die ihm ans Herz gewachsene mechanische Uhr repariert werden muss. »Ich stehe mehr auf Mechanik, weil solche Stoppuhren noch Drucktasten und Sekundenzeiger haben«, will der »Turm-Manni« nächstes Jahr wieder auf seine bewährte Oldie-Ticktack zurückgreifen. Auch 2018 wird’s den Ems-Cup geben. »Der Aufwand ist zwar groß, schließlich müssen wir um die 300 Positionen besetzen. Doch als teuerste Abteilung im Verein kommt uns die Turniereinnahme sehr entgegen«, erklärt Peter Wortmann.

Finals und Platzierungen

Männliche A-Jugend: Wiedenbrücker TV - HSV Herbede 6:5.

B-Jugend: Wiedenbrücker TV II - Herzebrocker SV 9:8.

C-Jugend: TSG Calbe - HSG Gütersloh 12:3.

D-Jugend: HSV Herbede - SV Spexard 13:7.

E-Jugend: SV Spexard - HSV Herbede 13:4.

Weibliche B-Jugend : 1. Wiedenbrücker TV, 2. TV Verl, 3. SC Lippstadt.

C-Jugend: 1. TV Verl, 2. TuS Brake, 3. Wiedenbrücker TV II.

D-Jugend: 1. Wiedenbrücker TV , 2. TV Verl I, 3. TV Verl II.

E-Jugend: 1. SG Neuenkirchen-Varensell, 2. Wiedenbrücker TV.

Minis: 1. Wiedenbrücker TV, 2. TSG Rheda, 3. HSG Rietberg-Mastholte.

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