Schweizer Tennistalent Kaufmann verstärkt Verbandsligist TC Kaunitz Gruezi, Selina!

Kreis Gütersloh (WB). Mit einer Charme-Offensive aus der Schweiz starten die Tennisdamen des TC Kaunitz in die an diesem Wochenende beginnende Verbandsliga-Saison: Selina Kaufmann soll bei der Heimpremiere – TSC Hansa Dortmund kommt an den Kampweg – ihren Einstand geben. Gruezi!

Von Uwe Caspar
Fixiert auf den Filzball: Bei dieser Tennisspielerin des Frauen-Verbandsligisten TC Kaunitz muss man sich erst mal an ihren neuen Nachnamen gewöhnen – nach ihrer Heirat heißt die 30-Jährige nicht mehr Lara Kretschmer, sondern Lara Bünte.
Fixiert auf den Filzball: Bei dieser Tennisspielerin des Frauen-Verbandsligisten TC Kaunitz muss man sich erst mal an ihren neuen Nachnamen gewöhnen – nach ihrer Heirat heißt die 30-Jährige nicht mehr Lara Kretschmer, sondern Lara Bünte. Foto: Uwe Caspar

»Wir sind gespannt auf Selina. Sie dürfte eine Verstärkung für uns sein«, freut sich Lena Heidenreich auf ihre neue Mannschaftskameradin aus Luzern. Vermittelt wurde die 20-Jährige, die in der Rangliste ihres Landes auf Platz 55 steht, von Peter Veselovsky, der in Aarau als Tennistrainer arbeitet.

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Wenn ich kein Racket in der Hand halte, ist mir meistens langweilig.

Selina Kaufmann

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Der Slowake hat in der Vergangenheit schon mehrere Spielerinnen nach Kaunitz lotsen können – vor allem aus seinem Heimatland. Die von ihm empfohlene Kaufmann strebt eine Profikarriere an. »Wenn ich kein Racket in der Hand halte, ist mir meistens langweilig«, dreht sich bei dem Talent alles um den gelben Ball.

In der TCK-Aufstellung taucht neben Selina Kaufmann ein weiterer neuer Name auf: Lara Bünte. Bünte wer? Die Auflösung des Rätsels: Es handelt sich um Stammspielerin Lara Kretschmer, die frisch verheiratet ist und jetzt den Namen ihres Gatten trägt.

Nach einer Babypause ist Kathrin Mocek zurückgekehrt. »Bereits nach den beiden ersten Partien gegen Dortmund und darauf in Hagen wird man sehen, ob wir erneut für den Titelkampf in Frage kommen«, lautet Lena Heidenreichs Einschätzung. Zurückgezogen hat TC Eintracht Dortmund II.

TC Cor Rheda: Kinderkriegen ein Problem für konstante Leistung

Die Damen 30 des TC Cor Rheda haben sich nach mehrjähriger Abwesenheit wieder in der Westfalenliga zurückgemeldet. »Wir haben für den Wiederaufstieg so lange gebraucht, weil immer wieder Spielerinnen wegen Schwangerschaft ausfielen. Das Kinderkriegen war ein Problem für eine konstante Mannschaftsleistung«, sagt Dorothee Lübbert mit einem Schmunzeln. Im Vorjahr fiel deswegen Verena Wehmeier aus, die aber wieder zur Verfügung steht. Mama geworden ist auch Yvonne Chatziparaskewas. Nachdem sie vorübergehend für einen Bielefelder Klub schmetterte, hat sich »Schatzi« wieder ihrem Heimatverein angeschlossen. »Zwei Siege reichen für den Klassenerhalt«, meint Dorothee Lübbert.

TC Herzebrock möchte Zelt-Party wiederholen

Damen 40 Westfalenliga : Drei der sieben Klubs in der Gruppe stellt der Kreis Gütersloh. Neu dabei sind die Filzball-Frauen des TC Herzebrock, die im Vorjahr noch in der Damen 30-Verbandsliga für Furore sorgten und nun geschlossen in die nächsthöhere Altersklasse aufgerückt sind. »Wir wollten nicht unbedingt aufsteigen«, berichtet Christa Deckert-Fritzenkötter, die auch als 61-Jährige immer noch ihre Leistung bringt. Den Überraschungsaufstieg feierte das Team in ihrem Garten. Deckert-Fritzenkötter rückblickend: »Hier haben wir auch zusammen gezeltet. Halten wir die Klasse, werden wir die Zelt-Party wiederholen!«

Ein Jahr älter als die Herzebrockerin ist die »Grande Dame« des ebenfalls aufgestiegenen TC Kaunitz , Gisela Helfberend. Weil mit nur sieben Spielerinnen das Aufgebot knapp ausfällt, taucht in der Nennliste vorsorglich die komplette zweite Mannschaft auf. »Wir hoffen aber, dass wir nicht allzu oft auf ihre Unterstützung zurückgreifen müssen. Zumindest aus Urlaubsgründen wird vom Stamm niemand fehlen. »Alle haben ihre Termine so gelegt, dass sie nicht in die Saison fallen«, erzählt Angelika Grumbach.

Die Stadtpark-Ladies des TTC Gütersloh gehören zu den eta­blierten Teams in der Westfalenliga. »Wir müssen uns an Kaunitz, Herzebrock und Castrop orientieren, die anderen Gegner dürften zu stark für uns sein«, meint Simone Wickord. Neu dabei: Nur Dorothee Stickling, die sich mit guten Leistungen in der »Zwoten« für die erste Garnitur empfohlen hat. Das Auftaktmatch führt den TTC zum Hagener TC Blau-Gold – eine hammerharte Aufgabe. Zumal die Nummer eins fehlt: Gabriele Giesen ist privat verhindert.

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