Tennis-Verbandsliga: Für GTC geht es um den Klassenerhalt – SVA holt Holland-Talent Vom Gardasee in den Abstiegskampf

Kreis Gütersloh (WB). Die vergangene Saison schlossen die Tennisherren des Gütersloher TC Rot-Weiß auf Rang zwei ab. Respekt! Diesmal jedoch könnte es sogar zu einem Abstiegskampf kommen. Denn: Von sieben Mannschaften bleiben nur vier in der Verbandsliga, weil die Gruppen in Westfalen reduziert werden sollen. »Wir stehen diesmal vor einer schweren Aufgabe, zumal unser Team etwas schwächer besetzt ist als im Vorjahr«, unkt GTC-Spielführer Bernd Eggers.

Von Uwe Caspar

Immerhin steht der Spanier Ivan Esquerdo den Rot-Weißen voraussichtlich in jeder Partie zur Verfügung, während sein Landsmann Isidro Llyedo Boyer in diesem Sommer an der Fröbelstraße wohl kaum aufschlagen wird. Auf keinen Fall zum Einsatz kommt der in der offiziellen Meldeliste an drei auftauchende Gereon Heitmann.

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Aufgrund seiner Schulter-Operation hat sich Gereons Praktikum verschoben – er bleibt jetzt den ganzen Sommer über in den USA.

Bernd Eggers

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»Aufgrund seiner Schulter-Operation hat sich Gereons Praktikum verschoben – er bleibt jetzt den ganzen Sommer über in den USA«, berichtet Eggers. Zudem muss der GTC den Abgang von Dominik Heitmar verkraften, der sich aus beruflichen Gründen für vorerst zwei Jahre in München niedergelassen hat. Von dort aus ist es nicht allzu weit bis zum Gardasee, wo sich – wie in jedem Jahr – ein Teil der Mannschaft im Rahmen eines einwöchigen Trainingslagers auf die Saison vorbereitete.

Zu einem Derby gegen den TC Kaunitz wird es wieder nicht kommen, denn der TCK schlägt in einer anderen Staffel auf. Vereins-Cheftrainer Hans Kettelhoit bezweifelt im Gegensatz zu Bernd Eggers, dass drei Teams in den sauren Apfel beißen müssen. »Damit will der Verband uns doch nur einschüchtern. Die Auf- und Abstiegsregelungen ändern sich laufend – auch während einer Saison«, bleibt Kettelhoit gelassen.

Karasu hat Kaunitz verlassen, Scholz schlägt wieder auf

Giray Karasu hat den TCK verlassen, drischt die Filzbälle jetzt wieder für seinen Heimatklub Brackwede über das Netz. Dafür ist Philipp Scholz nach Kaunitz zurückgekehrt und hier natürlich die Nummer eins. Nachdem sich die Profipläne des 21-Jährigen, zuletzt in Diensten des in die 2. Bundesliga hochgegangenen TP Versmold, zerschlagen haben, steht nun für ihn das Jurastudium im Fokus. Quasi ein Neuzugang ist auch Simon Graute, der 2016 als Akteur der zweiten TCK-Garnitur einen Quantensprung machte: Der 20-Jährige verbesserte sich von der Leistungsklasse sieben in die LK zwei.

SV Arminia mischt seit sechs Jahren mit

Die Kaunitzer freuen sich schon auf das Kreisduell gegen SV Arminia Gütersloh , der schon seit sechs Jahren in der Verbandsliga mitmischt. »Wir stellen diesmal den besten Kader aller Zeiten«, hofft Jannik Sorge, dass sich das von ihm ausgestellte Qualitätssiegel auch in den Ergebnissen niederschlagen wird. Verlassen haben den SVA Manfred Dinter (nach Geseke) und Gerrit Kuhlmann (nach Stukenbrock).

Neben Bart van den Berg können die Arminen auf einen weiteren Holländer zurückgreifen: Jannik Sorge ist es gelungen, mit Lars Bijsterbosch eines der größten Tennistalente der Niederlande in die Dalkestadt zu locken. »Ich habe mir vorher die holländische Rangliste angeguckt und 20 Kandidaten angeschrieben, mit vier von ihnen wurde dann konkret verhandelt. Übrig blieb schließlich Lars«, schildert Sorge seinen Tulpenland-Coup.

Weil der 17-Jährige Neuzugang noch keinen Führerschein besitzt, übernehmen entweder sein Bruder oder sein Daddy den Fahrdienst. Die Gruppe stuft Jannik Sorge als so ausglichen wie selten zuvor ein: »Ich sehe keine Übermannschaft!«

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