FC Gütersloh enttäuscht trotz 1:0-Sieg bei Bezirksligist Aramäer Peinlicher Pokalauftritt macht Bonan sprachlos

Gütersloh(WB). Fluchend und kopfschüttelnd vefolgt der auf Pavenstädter Sportplatz-Tribüne hockende Heiko Bonan die Pokal-Partie. »Spielt endlich einfachere Bälle«, brüllt der Trainer des FC Gütersloh ins Spielfeld hinein. Der erneut enttäuschende Fußball-Oberligist siegt hauchdünn mit 1:0 (1:0) bei Bezirksligist Aramäer Gütersloh. 

Von Uwe Caspar
Wieder kein Durchkommen für FCG-Stürmer Vadim Thomas (links): Der aramäische Abwehrspieler Daniel Ogur gewinnt dieses Zweikampfduell. Der Oberligist enttäuscht auch im Pokal.
Wieder kein Durchkommen für FCG-Stürmer Vadim Thomas (links): Der aramäische Abwehrspieler Daniel Ogur gewinnt dieses Zweikampfduell. Der Oberligist enttäuscht auch im Pokal. Foto: Uwe Caspar

Nur mit Ach und Krach zieht der Favorit in die zweite Kreispokal-Runde ein. Kurz vor Schluss droht gar eine Verlängerung, als der frei vor dem Tor aufgetauchte Victor Nnodim einen Kopfball nur knapp neben das FCG-Gehäuse setzt – die beste Chance für die Gastgeber, die von Anfang an mutig gegenhalten. 

Heiko Bonan ist nach dem erlösenden Abpfiff restlos bedient: »Zu diesem Spiel sag’ ich nix!« Da ist Trainerkollege Yukan Das schon gesprächiger. »Wir haben die Gütersloher zu vielen Fehlern gezwungen. Das war eine ganz starke Leistung von uns«, lobt der Aramäer-Coach seine bravourös kämpfenden Schützlinge. 

Fehler des Torhüters

Ein einziger Fehler des ansonsten tüchtigen Torhüters Besim Dilmenc beschert den Gästen den glücklichen Erfolg: Nach einem eher harmlosen Weitschuss gleitet dem Aramäer-Keeper der Ball aus den Händen, Sedekia Haukambe ist zur Stelle und staubt zum 0:1 (21.) ab. Dilmenc bügelt seinen Patzer in der zweiten Hälfte wieder aus: Er hält einen von Vadim Thomas schwach geschossenen Handelfmeter.

Den Strafstoß hat Patrick Njoh-Ngemhe verschuldet, der trotzdem zu den Besten seiner Elf zählt. Überragend auch sein Mitstreiter Mattis Brummel. Njoh-Ngemhe steht schon vorher im Fokus, als er im FCG-Strafraum mit Christian Schröer zusammendonnert: Für Schröer, der sich eine Platzwunde am Kopf zuzieht, ist die Begegnung beendet. Seine Wunde wird später im Krankenhaus mit mehreren Stichen genäht.

Lustlosigkeit

In der Schlussphase trifft zwar Ufuk Basda die Latte der Aramäer-Kiste, doch das ist nur eines der wenigen FCG-Highlights. Dem Oberligisten fällt in der Offensive einfach nichts ein. Er muss gegen die forsch angreifenden Hausherren deshalb bis zum Ende bangen. Eine Verlängerung wäre eigentlich die gerechte Strafe für den lustlosen und peinlichen Kick der Bonan-Buben gewesen. »Heute war mehr drin für uns«, ärgert sich Victor Nnodim über seine nicht genutzte Kopfball-Riesenchance.

Aramäer: Dilmenc - Demircan, Aho, Ogur (73. Aras), Kuchorz - Lorenzo-Mato 67. Esen), Bulut - Can (46. Ceglarek), Njoh-Ngemhe, Brummel - Nnodim.

FCG: Müller - Benmbarek, Specht, Haukambe, Cömert - Basdas, Schröer (55. Warweg) - Gürer, Thomas, Azrioual (46. Sansar) - Schröder (46. Matic).
Tor: 0:1 Haukambe (21.)

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