Handball-Oberliga: TSG A-H zum Verfolgerduell nach Hamm – TuS 97 in Hemer
Keine Ausreden – nur Vollgas!

Bielefeld  (jm). Acht Spieltage vor dem Serienende in der Handball-Oberliga steht die TSG A-H Bielefeld vor einem richtungsweisenden Duell. Es geht am Sonntag (17 Uhr) zum ASV Hamm-Westfalen II, der als Tabellendritter wie die TSG 30:6 Zähler angehäuft hat. Nur der Sieger bleibt dem Spitzenreiter LIT Tribe Germania (32:4) im Nacken. Der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck kann am Samstag (19 Uhr) mit einem Auswärtssieg beim HTV Hemer mit dem Gastgeber nach Punkten gleichziehen.

Samstag, 23.02.2019, 04:00 Uhr
Die TSG-Deckung wird in Hamm besonders gefordert sein und muss so zupackend agieren wie hier Maximilian Schüttemeyer (links) und Mario Bergen gegen Mennighüffens Pascal Schumann. Foto: Oliver Schwabe

Fröbel: Augenverletzung

Da kommt was auf die TSG zu: Die Hammer, in der heimischen Sporthalle des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums noch ohne Niederlage, stellen mit 556 erzielten Toren den stärksten Angriff der Liga. Und dürften darauf erpicht sein, sich für die 21:27-Hinspielniederlage zu revanchieren. »Wir sind eine Wundertüte und immer für eine Überraschung gut«, sagt TSG-Trainer Dr. Carl Moritz Wagner kämpferisch und weiß: »Der Favorit sind sicherlich nicht wir.«

Angesichts der frustrierenden Personallage, die sich nicht großartig ändern wird (einzig Oldtimer Henrik Ortmann könnte als Alternative ins Team rücken; ohne Training), versucht Wagner seine Truppe auf der emotionalen Schiene zu packen. »Das ist ein entscheidendes Spiel. Wir haben Riesenmöglichkeiten! Es gibt keine Ausreden. Wir werden mit Vollgas, Willen und Einsatz bis zum Ende der Kraft fighten und wollen uns nichts vorwerfen lassen können.«

Die Essenz gegen den taktisch wie individuell gut ausgebildeten Gegner werde die Standfestigkeit der Defensive sein. »Wir müssen hinten über uns hinauswachsen. Wenn es uns gelingt, 60 Prozent der Angriffe zu stoppen, steigen unsere Chancen.« Vorne sollte die TSG darauf erpicht sein, leichte Fehler zu minieren und weniger ausrechenbar zu sein als zuletzt.

Arne Kröger, der im Knöchel Innen- und Außenband gezerrt hat, hat mindestens drei Wochen absolutes Sportverbot. »Er braucht Ruhe und soll es komplett auskurieren«, bedauert Wagner den Verlust des Halblinken. »Bitter für uns. Arne ist immer eine Waffe.« Tobias Fröbel hat im Sportunterricht eine Zauberschnur ins Auge bekommen und seither nicht trainiert; er droht auszufallen. Wagner weiß: »Es sind Erwartungen da, auch eine Menge Druck. Ich glaube an ein Spiel auf Augenhöhe. Kleinigkeiten könnten entscheiden.«

Grippe beim TuS 97

Nach zuletzt zwei Niederlagen möchte der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck an die schicke 10:2-Serie davor anknüpfen. Gegen einen Gegner, der nach zwei Siegen allerdings im Aufwind scheint. Das befürchtet auch Trainer Sven-Eric Husemann: »Die haben Rückenwind. Das wird nicht einfach.« Schon das Hinspiel (27:26 für die 97er) war eine knappe Angelegenheit.

Im Bielefelder Norden ist in der Woche die Grippe umgegangen. »Einige sind angeschlagen. Wir waren nicht so viel Leute im Training«, erzählt Husemann, der definitiv Christian Niehaus wird ersetzen müssen. »Das A und O ist, dass wir uns hinten wieder stabilisieren«, erklärt der Coach angesichts der hohen Anzahl von Gegentoren zuletzt. Hemer hat einen eher »kleinen« Rückraum. Für den Angriff wünscht sich Eric Husemann eine hohe Konzentration bis zum Schluss. »Gegen Hamm hatten wir in der ersten Hälfte noch eine Quote von 65 Prozent«, blickt er kurz aufs 27:30 gegen die Bundesligareserve zurück. »Nach dem 17:17 zur Pause ist die Chanceneffektivität dann auf 35 Prozent geschrumpft.«

HTV-Trainer Tihomir Knez hat zwar verlängert, doch in Hemer steht ein großer Umbruch bevor. Christian Klein, Lukas Rosenbaum (beide SG Menden Sauerland), Moritz Frenzel (SG Schalksmühle-Halver), Max Klein, Max Burschik, Niklas Springer, Frieder Krause und Alessio Sideri (Karriereende) verlassen den Verein zum Saisonende. Husemann: »Das wird kein Faktor sein. Die wollen die Saison vernünftig zu Ende bringen.«

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