Oberliga: TuS 97 feiert vierten Sieg in Folge – 31:27 gegen Mennighüffen
Torfestival in Halbzeit eins

Bielefeld (WB). Der Lauf der Jöllenbecker Oberliga-Handballer geht weiter. Mit dem 31:27 (21:17) gegen den VfL Mennighüffen feierte der TuS 97 den vierten Sieg in Folge und hat damit den Anschluss ans Tabellen-Mittelfeld endgültig hergestellt. Das Stadtderby gegen die TSG kann kommen.

Montag, 04.02.2019, 06:00 Uhr
Starker Auftritt vor der Pause: Jöllenbecks Youngster Justin Mühlbeier erzielte seine fünf Tore beim 31:27-Heimsieg gegen den VfL Mennighüffen allesamt in der ersten Halbzeit, in der es der TuS 97 auf rekordverdächtige 21 Treffer brachte. Foto: Bernhard Pierel

21 Tore in einer Halbzeit – und das gegen die zweitbeste Abwehr der Liga: Damit hatten die Jürmker wohl selbst nicht gerechnet. »In der ersten Hälfte haben wir vorne sehr gut abgeschlossen und kaum Fehler gemacht«, lobte Trainer Eric Husemann die effektive Angriffsleistung. Kollege Zygfryd Jedrzej haderte derweil mit seiner Defensive samt Keeper: »Wir haben ohne Abwehr und ohne Torwart gespielt. So kannst du kein Spiel gewinnen.«

Mühlbeier-Treffer werden bejubelt

Die Anfangsphase verlief ausgeglichen, beide Teams drückten mächtig aufs Tempo. Die Abwehrarbeit wurde hüben wie drüben dafür vernachlässigt. So bekamen die Zuschauer in Jöllenbeck Tore am Fließband geliefert. Das 5:6 (9.) sollte der dritte und zugleich letzte Rückstand für die Jürmker sein. Als Youngster Justin Mühlbeier mit seinem bereits dritten Tor das 7:6 erzielte (10.), wurde er dafür von der Jöllenbecker Bank lautstark gefeiert. Wenig später traf Mühlbeier mit seinem fünften Treffer (was auch sein letzter sein sollte) zum 12:9 (17.), Jedrzej sah sich zu einer Auszeit gezwungen.

Der TuS 97 ließ sich dadurch nicht vom Weg abbringen. »Wir haben einfach weiter Gas gegeben«, erklärte Daniel Meyer. Der Linksaußen erwies sich genauso wie Linkshänder Sebastian Kopschek als äußerst treffsicher. In der 21. Minute rasselte Meyer bei einem Gegenstoß mit dem aus seinem Torraum herausgeeilten VfL-Keeper Daniel Habbe zusammen. Das junge Schiedsrichtergespann Ahlgrimm/Buddenborg zeigte Habbe nach kurzer Beratung die Rote Karte, was Gästetrainer Jedrzej nicht nachvollziehen konnte: »Daniel Habbe war eher am Ball und zieht auch noch zurück.«

Sei’s drum: Die Jürmker spielten die Sachen vorne weiter auf den Punkt und brachten Kevin Körtner zwischen den VfL-Pfosten schier zur Verzweiflung. Mit einer rekordverdächtigen 21:17-Führung ging es in die Kabine.

»Buddha« Trittin trifft ins leere Tor

Dort dürften beide Trainer ihre Teams zu konsequenterer Abwehrarbeit aufgefordert haben. Mit dem munteren Scheibenschießen war es nach der Pause jedenfalls vorbei. »Dafür haben wir uns dann in der Abwehr stabilisiert«, betonte Eric Husemann, der sich nun auch auf Keeper Christian »Buddha« Trittin verlassen konnte, der ab der 11. Minute anstelle von David Weinholz den TuS 97-Kasten hütete.

Als Kopschek mit einem schicken Dreher in Unterzahl das 23:19 erzielte (37.) und Trittin mit einem Wurf ins leere Mennighüffener Tor auf 28:23 stellte (51.), gab’s Szenenapplaus in der ansonsten gewohnt ruhigen Atmosphäre der Sporthalle Jöllenbeck. Für die endgültige Entscheidung sorgte Björn Klusmann, als er im dritten Versuch – vorher waren Kopschek und Heins an Körtner gescheitert – das 29:25 (55.) markierte. Der Rest war Formsache für die seit nunmehr sechs Spielen ungeschlagenen Jöllenbecker (Platz neun).

»Das Ergebnis geht in Ordnung«

»Das Ergebnis geht auch so in Ordnung«, fasste Eric Husemann nach dem verdienten Sieg – die zweite Halbzeit endete 10:10 – zusammen. »Jetzt können wir am Freitag locker und selbstbewusst zum Derby gegen die TSG in die Seidensticker Halle fahren.« Der Sportliche Leiter Thorsten »Moppel« Lehmeier freut sich über die Entwicklung der Mannschaft: »Man sieht, dass die Sicherheit jetzt da ist. Dieser Sieg gibt uns die nötige Ruhe vor dem Derby.«

TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck: Trittin (1)/Weinholz – Grothaus (1), Kraatz, Heins, Niehaus, Kopschek (7/1), Reinsch (2), Meyer (8/1), Klusmann (1), Ludwigs (2), Clausing (4), Röttger, Mühlbeier (5).

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