Handball-Oberliga: TSG freut sich über 33:21-Sieg in Oberaden und LIT-Ausrutscher
Sogar vier Punkte gewonnen

Bielefeld (WB/jm). Der 16. Spieltag der Handball-Oberliga hat es gut gemeint mit der TSG A-H Bielefeld. Der souveräne 33:21 (16:13)-Auswärtssieg beim SuS Oberaden wurde noch veredelt vom Loxtener 28:27-Streich über Primus LIT Tribe Germania. Seit Samstag ist der nur noch zwei Punkte schlechter postierte Verfolger TSG wieder in der Lage, aus eigener Kraft Meister zu werden.

Montag, 04.02.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 04.02.2019, 08:16 Uhr
Zehnfacher Torschütze: Julius Hinz’ Gegenstöße ließen die TSG davonziehen. Die starke zweite Hälfte gegen den SuS Oberaden wurde klar mit 17:8 gewonnen. Foto: Bernhard Pierel

»Ich gucke nicht nach Nordhemmern, dann verlieren wir den Fokus auf uns. Das sollte jeder so machen. Wir haben noch viele Baustellen«, nahm TSG-Trainer Dr. Carl Moritz Wagner den Ausrutscher des Kontrahenten bloß »zur Kenntnis. Ich bin nicht so euphorisch wie andere.« Denn gerade in der ersten Hälfte habe sich der Gast schwer getan. »Im Innenblock hatten wir nicht das Timing, nicht die Kompaktheit«, monierte Wagner etwa »zu wenig Seitwärtsbewegungen. Da muss ich mir an die eigene Nase fassen.«

Dreifacher Schüttemeyer erhöht auf 19:13

So kamen Oberadens spät attackierte Schützen zu recht viel freien Würfen, was zunächst Felix Hendrich und nach etwa einer Viertelstunde Fabian Ullrich das Leben schwer machte. Die Quittung: Die TSG lag nach wechselnden Führungen 0:2, 3:4, 6:7, 7:9 und 9:10 (18.) im Hintertreffen. Bis zum 13:13 (27.) blieb das Treffen mühselig, als Oberaden eine Auszeit nahm. Die sollte nur den Bielefeldern in die Karten spielen. Tobias Fröbel, Julius Hinz und Calle Wagner besorgten die 16:13-Pausenführung. Und so munter ging es weiter, exakt so wie in den vorigen Partien gegen Gladbeck und St. Pauli. Mit einem wichtigen Dreierpack erhöhte Maximilian Schüttemeyer auf 19:13 (32.). »Da haben wir gnadenlos agiert«, lobte Wagner die Konsequenz, die zur Vorentscheidung führte.

Oberadens Ärger-Maßnahme, auf eine offensive 5:1-Deckung gegen den Mittelmann umzustellen, führte zu »ein paar Fehlern zu viel«. Diese Phase wusste der SuS für sich zum 22:18-Anschluss (41.) zu nutzen. Wagner: »Da fehlt mir einfach noch was beim Druckaufbau gegen die fünf verbliebenen Abwehrspieler.«

Dafür waren die finalen 19 Minuten in der Römerberghalle, die mit 11:3 an die TSG gingen, wieder eine Demonstration von Stärke. Ob erste, zweite oder dritte Phase oder aus dem Positionsspiel heraus – die TSG spielte sich in einen Rausch. Den konnte Oberaden auch mit einer Auszeit nicht mehr stoppen. Zwischen dem 24:18 und 32:21 traf alleine Julius Hinz sechsmal.

Sprdlik über Keeper Ullrich: »Sensationelle Paraden«

Beim 28:20 nahm Wagner eine Auszeit; wissend, dass seine Unzufriedenheit in dem Moment fehl am Platze war. »Wir haben in der zweiten Hälfte nur acht Gegentore zugelassen. Ganz stark«, lobte Wagner frohgestimmt die Leistungssteigerung im Abwehrverbund; samt Mahnung: »Es war ein ordentliches Spiel von uns. Gegen Oberaden hat das vollkommen gereicht. Gegen Topmannschaften; dafür, wo wir hinwollen, reicht das noch nicht. Das Ergebnis ist ein bisschen zu deutlich ausgefallen.«

TSG-Geschäftsführer Christian Sprdlik stellte die Leistung von Torhüter Fabian Ullrich heraus. »Er hat uns mit sensationellen Paraden auf die Siegerstraße geführt. Der Junge hat eine enorme Qualität.« Vor dem Freitag-Derby gegen Jöllenbeck liegt eine Trainingswoche mit wieder nur wenig Personal. Jonas Zwaka und Jannik Wortmann verabschiedeten sich direkt nach dem Oberaden-Spiel zu einer Skifreizeit. Sie werden Donnerstagnacht zurückerwartet.

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