Badminton-DM: Titelverteidiger Max Weißkirchen strebt Maximales an
Über Bielefeld in die Weltspitze

Bielefeld (WB). Vor einem Jahr bejubelte Badminton-Ass Max Weißkirchen in Bielefeld seinen ersten deutschen Meistertitel. Dieser damals höchst emotionale Triumph ist für ihn zwölf Monate später bei der Rückkehr in die Seidensticker-Halle nicht nur eine Ehre, sondern gleichzeitig auch eine Verpflichtung. »Ich werde alles tun, um den Titel zu verteidigen«, verspricht der Nationalspieler vom 1. BC Bonn-Beuel. Bislang lässt sich das ganz gut an: Bis zum Erreichen des Halbfinales gab Weißkirchen noch keinen Satz ab.

Samstag, 02.02.2019, 11:38 Uhr aktualisiert: 02.02.2019, 11:42 Uhr
Ein emotionaler Typ: Max Weißkirchen. Foto: Tipp

Für die Badminton-Fans in der Seidensticker Halle hat Weißkirchen außerdem eine Zugabe geplant. Kurzfristig hat der Einzelchampion mit Marvin Seidel auch für den Doppelwettbewerb gemeldet, nachdem dessen Stammpartner Mark Lamsfuß verletzungsbedingt ausgefallen war. »Vielleicht können wir ja unsere Setzposition bestätigen«, sagt Weißkirchen mit Blick auf das Tableau, welches von der Verlegenheitspaarung angeführt wird.

Doch mehr als ein Anfang wäre selbst ein doppelter Titelgewinn für Weißkirchen nicht. Seine Karriereplanung geht weit über die DM hinaus: Der 22-Jährige, der vor fünf Jahren bei den Olympischen Jugendspielen in Nanjing auf dem geteilten fünften Platz bester Europäer war, möchte mit etwas Verspätung auch bei den Profis nach oben – so weit wie es geht. »Ich will in die Weltspitze«, sagt der gebürtige Bonner, der inzwischen alles auf die Karte Badminton setzt: »Ich werde künftig noch professioneller arbeiten, als ich es bislang schon getan habe.«

Auf diesem Weg soll die DM in Bielefeld nur ein erstes starkes Zeichen sein, denn richtig los geht es für Weißkirchen erst danach, wenn wieder um Weltranglistenpunkte gespielt wird. Als 228. des weltweiten Rankings liegt der amtierende deutsche Meister noch hinter vier seiner Nationalmannschaftskollegen zurück – auch weil er öfter verletzt war als sie. Hier besteht Nachholbedarf. Vom im Mai beginnenden Qualifikationsrennen für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio will er sich aber nicht verrückt machen lassen. »Vielleicht kommt Tokio sogar noch etwas zu früh für mich«, gibt der Bonner zu bedenken. Unter Druck setzen lässt er sich nicht – auf dem Weg nach oben.

Ergebnisse mit OWL-Beteiligung:

Frauen, Achtelfinale: Michalski (Sterkrade) - Büser (BW Ostenland) 21:19, 21:16; Doppel: 2. Runde: Rahmel/Zuber (Eintracht Bielefeld/TuS Friedrichsdorf) - Bartsch/Stelzer (Jena/Gera) 21:17, 24:26, 22:20; Cordes/Gredner (Peine/9/16) - Büser/Striewski (Ostenland/Hohenlimberg) 21:19, 17:21 21:6; Dörr/Volkmann (Refrath/Bischmisheim/5/8) - Orth/Spreemann (Friedrichsdorf/Lippstadt) 21:15, 21:7; Efler/Herttrich (Lüdinghausen/Bischmisheim/2) - Kühling/Remke (SV Brackwede) 21:6, 21:7; Achtelfinale: Jäger/Küspert (Freystadt/Wittorf/3/4) - Rahmel/Zuber 21:5, 21:14

Männer, Doppel: Gerberich/Kramer (Freystadt/Schorndorf) - Rogge/Klaß (Friedrichsdorf) 21:10, 21:13

DM am Wochenende: Halbfinale (Samstag, ab 11 Uhr); Finale (Sonntag, ab 11 Uhr, Seidensticker Halle, Bielefeld)

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