Badminton-DM: Eintracht-Spielerin Hannah Sudhölter unterliegt mit 16:21/17:21
Nach 18 Minuten ist alles vorbei

Bielefeld (WB). Ihre DM-Premiere dauerte 18 Minuten: Hannah Sudhölter vom TuS Eintracht, mit einer Wild Card ausgestattet , ist bei den 67. Deutschen Badminton-Meisterschaften in der ersten Runde ausgeschieden – mit einem Lächeln im Gesicht. »Das hat Spaß gemacht und war aufregend«, bekannte die 30-jährige Verbandsligaspielerin.

Freitag, 01.02.2019, 06:30 Uhr
Zu wenig agiert, viel reagiert: Eine leicht aufgeregte Hannah Sudhölter (30) vom TuS Eintracht verlor ihr DM-Debüt in zwei Sätzen. Foto: Bernhard Pierel

Angefeuert von ihren Eltern, früheren Mitspielern des TuS Dornberg und aktuellen vom TuS Eintracht, musste sie sich Ronja Latz (19) vom Rheinland-Pfalz-Ligisten ASV Landau mit 16:21/17:21 geschlagen geben. Trotz bestmöglicher Unbekümmertheit zeugten zahlreiche leichte Eigenfehler davon, dass die Gegebenheiten im weiten Rund Hannah Sudhölter beeindruckten. »Klar war Respekt da. Der Boden, die Monitore mit den Spielständen, und mit Schiedsrichtern spiele ich sonst auch nie«, erklärte sie.

Ronja Latz sei von der Spielstärke her »nicht so weit weg« gewesen. »Es hätten ein paar Fehler weniger sein können. Aber insgesamt bin ich zufrieden«, nahm sie ihr schnelles Aus gelassen hin. Latz hatte zu oft leichtes Spiel. Die Gesamtschullehrerin wirkte insgesamt zu brav, scheute Risiko. »Meine Aufschläge kamen zu kurz. Das hat sich so durchgezogen.« Ihre Zeugnisferien veredelte die Skilehrerin hinterher mit einem kurzen Alpenurlaub zum Skifahren ins Ötztal. Ziel: Sölden. »Freitag stehe ich auf der Piste!«

Bewerbung abgegeben

Auch 2020 werden die Deutschen Meisterschaften noch von der Play Sportmarketing Seemann ausgerichtet. Am Rande der Titelkämpfe wurde nicht nur bekannt, dass Axel Seemann dem Deutschen Badminton-Verband (DBV) bereits eine Bewerbung für den laufenden nächsten Vergabezyklus (vier Jahre bis 2024) vorgelegt hat. DBV-Präsident Thomas Born, vormals Chef des Badminton-Verbandes Berlin-Brandenburg, zeigte sich darüber »sehr erfreut«. Er war in all den 20 DM-Jahren am Teuto dabei und verriet: »Bielefeld ist ein toller Standort und hat sehr gute Chancen für eine Verlängerung. Wir wissen um die Zuverlässigkeit des Partners. Das Gesamtpaket passt einfach. Die Athleten fühlen ich hier sehr wohl.« Auch sei noch »Schwung« zu spüren, immer wieder mal »etwas verändern zu wollen. Das sind vielversprechende Parameter.«

Anekdoten aus 20 DM-Jahren: Folker Seemann im Gespräch mit Hallensprecher Christian Holzmacher (rechts).

Anekdoten aus 20 DM-Jahren: Folker Seemann im Gespräch mit Hallensprecher Christian Holzmacher (rechts). Foto: Bernhard Pierel

Moderiert von Hallensprecher Christian Holzmacher (Berlin), blickte Folker Seemann im Rahmen einer Pressekonferenz auf 20 Jahre Badminton-DM in Bielefeld zurück bis zu den Anfängen. »In der Adventszeit des Jahres 1997 hatten wir auf Anfrage des DBV einen Länderkampf Deutschland gegen China durchgeführt und das so gemacht, wie wir es vom Tennis gewohnt waren. Mit Tannenbäumen am Court. Das war ein sensationeller Erfolg.« Wenig später kam die Anfrage des Verbandes, 1998 bitteschön die Organisation einer DM zu übernehmen.

Klapptafeln weichen hochmodernen Monitoren

Mit Ausnahme zweier Jahre in Bremen (2001, 2002) schwingt sich die Seidensticker Halle seither alljährlich Anfang Februar zum »Mekka« des Badmintonsports auf. Diese Zeitspanne drückte Axel Seemann bildlich so aus: »Bei unserer ersten DM war mein Sohn noch gar nicht geboren. Heute ist Carlo 21 Jahre alt.« 1998 hätten Klapptafeln an den Feldern gestanden, heuer 18 hochmoderne Monitore, jeder mit einem eigenen Rechner ausgestattet. Folker Seemann vergnügt: »Wir haben keine Probleme, so weiterzumachen, wenn der DBV zufrieden ist. Uns macht das viel Spaß. Die freundlichen Badmintonleute sind wie eine große Familie. Vom Tennis habe ich das so nicht gekannt.«

Schmunzelnd führte Seemann aus, dass er trotz dieser zwei Jahrzehnte bloß wenig Deutsche Herrenmeister kennengelernt habe. Oliver Pongratz (1998/99), Björn Joppien (2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2007) und Marc Zwiebler (2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2015, 2016) waren Dominatoren der Szene. Kurz schummelten sich Lukas Schmidt (2014), Fabian Roth (2017) und zuletzt Max Weißkirchen in diese Phalanx.

Heute um 9 Uhr werden die Nationalen Titelkämpfe in der Seidensticker Halle fortgesetzt. Das heimische Damendoppel Nadine Rahmel/Leonie Zuber (TuS Eintracht/TuS Friedrichsdorf) tritt gegen 14.10 Uhr an.

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