Handball-Oberliga: Sieg gegen Gevelsberg zur Pflicht erklärt – TSG in Soest gefordert TuS 97: Alle Zweifel beseitigen

Bielefeld (WB/jm/wie). Am vorletzten Spieltag der Handball-Oberliga steht für den TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck am Samstag (19 Uhr) das letzte Heimspiel an: Schlusslicht HSG Gevelsberg-Silschede kommt. Die TSG A-H Bielefeld gastiert zeitgleich beim Soester TV.

Einer von sechs Spielern, die am Samstag verabschiedet werden: Jöllenbecks Arne Hofemeier.
Einer von sechs Spielern, die am Samstag verabschiedet werden: Jöllenbecks Arne Hofemeier. Foto: Thomas F. Starke

Sechs Spieler verabschiedet

Nach dem 20:46-Debakel bei LIT Tribe Germania steht der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck in der Pflicht. Im letzten Heimspiel gegen den seit langem feststehenden Absteiger HSG Gevelsberg-Silschede erwarten die Verantwortlichen eine deutliche Reaktion von dem Team. »Das, was die Mannschaft in Nordhemmern gezeigt hat, war katastrophal. So kannst du dich nicht präsentieren. Am Samstag müssen jetzt zwei Punkte her – ohne Wenn und Aber«, nimmt TuS 97-Geschäftsführer Ralf Klusmann die Spieler in die Pflicht. Zudem weist Klusmann darauf hin, dass der Rückzug der HSG Augustdorf/Hövelhof, der den automatischen Klassenerhalt der Jöllenbecker zur Folge hätte, noch immer nicht offiziell sei. »Solange bei Staffelleiter Andreas Tiemann schriftlich nichts eingegangen ist, sollten wir skeptisch bleiben«, betont Klusmann.

Um allen Eventualitäten aus dem Weg zu gehen, benötigt der TuS 97 am Samstag einen Sieg gegen das Schlusslicht aus Gevelsberg. Ein doppelter Punktgewinn reicht in jedem Fall, um auch sportlich den Ligaverbleib festzuzurren. »Ich habe die Jungs noch einmal darauf hingewiesen, worum es geht. Wir müssen gewinnen, dann ist alles andere egal«, verdeutlicht Eric Husemann. Der TuS 97-Trainer richtete Anfang der Woche auch ein paar unmissverständliche Worte an das Team. »Das Spiel in Nordhemmern konnten wir nicht so einfach abhaken. Jetzt erwarte ich, dass die Mannschaft ein Zeichen setzt.« Dessen ist sich das Team durchaus bewusst. Kapitän Leon Ludwigs: »Das Spiel in Nordhemmern war wirklich unterirdisch. Samstag werden wir eine andere Leistung abliefern. Unser Anspruch kann es nur sein, das Spiel gegen Gevelsberg zu gewinnen.« Fehlen werden Kreisläufer Lukas Heins (Muskelfaserriss in der Wade) und Moritz Pieper (Leistenprobleme). Alle anderen Jürmker melden sich einsatzbereit. Vor dem Anpfiff werden gleich sechs Spieler verabschiedet: Maik Braunheim, Moritz Pieper, Malte Begemann, Jakob Schulte, Moritz Klapdohr und Arne Hofemeier.

Erst punkten, dann Party

Für Soests Trainer Dirk Lohse ist es das letzte Heimspiel nach elfjähriger Amtszeit. Die Bördehalle wird anschließend zur Disco mutieren; es steigt eine fette Party mit den Fans. »Die können gerne feiern. Aber vorher wollen wir die Punkte entführen«, kündigt der genesene TSG-Coach Michael Boy kämpferisch an und lobt in diesem Zusammenhang die Trainingsleistungen seines Teams. »Es ist nicht zu merken, dass die Punktrunde in Kürze endet.« Boy hofft, dass Keeper Felix Hendrich (Sehschwäche nach allergischer Reaktion) punktgenau fit wird. Das verletzte Trio Maximilian Kroll, Arne Kröger und Gustav Rydergård muss weiter mit der Zuschauerrolle Vorlieb nehmen.

Die Soester hatten in der Vorwoche die HSG Augustdorf-Hövelhof nach einem furiosen Finale mit 23:22 geschlagen. Viereinhalb Minuten vor Schluss hieß es noch 18:22. »Soest ist für jede Schweinerei gut. Ich kann mir gut vorstellen, dass die gegen uns ganz offen 1:5 decken«, sagt Boy, der gleichwohl recht entspannt ins Sauerland fährt. Zwar ist der Gegner mit seinen »Kampfzwergen« als äußerst heimstark gefürchtet – in dieser Saison haben dort nur der TuS Spenge und VfL Gladbeck gewonnen – »aber ich verbinde mit diesen Spielen nur gute Gedanken. Wir haben da immer ganz gut ausgesehen.« Mit je 611 Gegentoren gehören beide Teams zu den abwehrstärksten der Oberliga.

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