2. Frauen-Bundesliga: DSC unterliegt 0:3 beim BV Cloppenburg Es wird eng für Arminias Frauen

Bielefeld (WB/jm). Nächster bitterer Rückschlag für Arminias Fußballfrauen im Kampf um ein Ticket für die eingleisige 2. Bundesliga: Das Gastspiel beim BV Cloppenburg ging klar mit 0:3 (0:1) verloren. Das Punktepolster aus der Hinrunde ist restlos aufgebraucht. »Wir haben zu lethargisch angefangen«, monierte Trainer Markus Wuckel.

Annabel Jäger (Mitte) legte in Cloppenburg sehenswerte Soli hin; der Ertrag für läuferischen Aufwand blieb aus.
Annabel Jäger (Mitte) legte in Cloppenburg sehenswerte Soli hin; der Ertrag für läuferischen Aufwand blieb aus. Foto: Henrik Wittenborn

Nach dem 0:1-Rückstand habe sich sein Team zwar »ins Spiel reingebissen« und sei auch »klar feldüberlegen« gewesen, »aber nur gut Fußball zu spielen reicht eben nicht. Wir müssen auch mal verbissener sein.« So wie der Gegner, der zum richtigen Zeitpunkt die Tore erzielte. Cloppenburg legte direkt den Vorwärtsgang ein und drängte die »Roten« zurück. In der achten Minute verlor Sandra Hausberger ein Laufduell gegen Agnieszka Winczo, der Schlenzer der Polin ging neben das Tor.

Arminia kommt nicht ins Spiel

Sekunden später tauchte Winczo erneut gefährlich vor dem DSC-Kasten auf; Vivien Brandt parierte. In der neunten Minute klingelte es: Die junge Lea Malin Mößinger ließ sich auf der linken Abwehrseite von Jana Radosavljevic vernaschen, und die Serbin vollstreckte über Brandt hinweg zum 1:0.

Arminia fand in der ersten Halbzeit in der Offensive kaum nennenswert statt. Nienke Olthof boxte einen Birker-Freistoß auf die Latte (11.), Lena Schulte (18.) und Annabel Jäger (27.) versuchten es aus der Distanz. Die qualitativ besseren Chancen erarbeitete sich der Gegner: Vivien Brandt rettete in höchster Not mit einer Fußabwehr (19.), und in der 38. Minute tauchte Lysanne van der Wal frei vor dem Bielefelder Kasten auf.

Nach dem Wechsel drängte der DSC auf ein Tor. Nina Langes Flanke von links landete in den Fängen von Nienke Olthof. Sarah Grünheid, die wegen ihres Nasenbeinbruchs mit einer speziellen Gesichtsmaske spielte, stand da zum Einschuss bereit. In der 73. Minute fiel das 0:2. Daniela Löwenberg, die sich gegen Nina Lange behauptet hatte, traf nur die Latte, und der Abpraller war eine Beute für die goldrichtig stehende Agnieszka Winczo.

DSC »kreiert zu wenig Chancen«

In der 80. Minute fuhr Cloppenburg einen Konter. Anna Johanning bediente Jana Radosavljevic. Ihr Schuss an den Innenpfosten gegen die Laufrichtung Vivien Brandts bescherte das 3:0. »Wir bekommen einfach zu einfache Gegentore und kreieren zu wenig echte Chancen«, verzweifelte Kapitänin Maxi Birker. »Der Spielstand gibt nicht den wahren Verlauf wider.«

Die Tabellensituation ist bedrohlich. Die Gefahr, mit leeren Händen dazustehen, wächst. »Wir müssen das erstmal sacken lassen«, so Wuckel. Am Ende sank das rote Team enttäuscht zu Boden; wissend, dass Sonntag drei Heim-Punkte gegen Henstedt-Ulzburg Pflicht sind. Das Saisonfinale birgt Dramatik. Da der FSV Gütersloh bei Jena II einen 1:2-Rückstand in der Nachspielzeit noch in einen 3:2-Sieg umwandeln konnte, bleibt Arminia zwei Spieltage vor der Abrechnung Sechster, punktgleich mit Gütersloh. Zwei Zähler dahinter liegt Jena II auf dem Blechplatz, den keiner haben will.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.