2. Frauen-Bundesliga: Arminia in Cloppenburg – Schulte geht DSC-Frauen: Gleicher Aufwand, mehr Ertrag

Bielefeld(WB/hw). Der Kampf um die eingleisige 2. Bundesliga spitzt sich für die Fußballerinnen des DSC Arminia endgültig zu. Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen – denkt sich auch Trainer Markus Wuckel , und greift vor dem Spiel beim BV Cloppenburg am Sonntag (14 Uhr) zu einem psychologischen Trick: »Wir tun so, als wäre es das letzte Saisonspiel und wir brauchen die drei Punkte.«

»Endspiel« gegen Cloppenburg: Nach dem mit der 1:2-Niederlage gegen Mönchengladbach nicht optimal verlaufenen Wochenende stehen Laura Liedmeier (Mitte) und die Fußballerinnen des DSC Arminia wieder unter Druck.
»Endspiel« gegen Cloppenburg: Nach dem mit der 1:2-Niederlage gegen Mönchengladbach nicht optimal verlaufenen Wochenende stehen Laura Liedmeier (Mitte) und die Fußballerinnen des DSC Arminia wieder unter Druck. Foto: Bernhard Pierel

Der nicht optimal verlaufene vergangene Spieltag hat Arminia wieder in Zugzwang gebracht. Platz acht – gleichbedeutend mit dem Verpassen der eingleisigen 2. Liga – ist nur noch drei Punkte entfernt. Und die Bielefelderinnen müssen es in jedem Fall unter die ersten Sieben der Tabelle schaffen. Zwar nimmt den Relegationsrang mit dem USV Jena II derzeit ein Team ein, das aufgrund des drohenden Abstiegs der eigenen ersten Mannschaft möglicherweise nicht in die neue Spielklasse versetzt werden dürfte, wohl aber die Relegation spielen müsste. Erforderlich macht das der Terminplan: Denn Jena könnte erst Anfang Juni aus der 1. Bundesliga absteigen, die Relegation beginnt wie berichtet allerdings schon am 21. Mai. Sollte der USV II diese erreichen und sich durchsetzen, würde demnach der Zweite der Relegation (ein Regionalligist) nachrücken.

Veränderungen in der Defensive

Auf solche Gedankenspiele will sich Wuckel überhaupt nicht einlassen. »Ungelogen: Ich rechne nicht hin und her.« Und in Cloppenburg erwartet der Coach eine Herangehensweise seines Teams, die diesem Gedankengang fußballerisch entspricht. »Wir wollen es genau so angehen wie am Sonntag gegen Mönchengladbach. Nur müssen wir das jetzt zu einem frühen Tor nutzen. Das war das einzige Manko«, sagt Wuckel mit Blick auf das 1:2 gegen den Spitzenreiter, bei dem aufgrund der starken Anfangsphase deutlich mehr drin gewesen wäre. »Wir werden die Art und Weise nicht ändern. Wir müssen Cloppenburg zeigen, dass wir vom Sieg überzeugt sind.« Im Hinspiel hinterließ das beim BV zwar Eindruck (»Sie standen hinten drin und hatten Angst vor unserer Offensivkraft«), spiegelte sich beim 1:2 bloß nicht im Ergebnis wider.

Mit zunehmender Spieldauer offenbarte der DSC gegen Mönchengladbach neben der schwachen Chancenverwertung allerdings noch ein zweites, deutlich gravierenderes Manko. Die defensive Anfälligkeit hat Wuckel nachdenklich gemacht. »Es wird Veränderungen in der Abwehr geben«, sagt der Coach und meint damit wohl nicht nur die Rückkehr Sandra Hausbergers, die ihre Gelb-Rot-Sperre abgesessen hat.

Als sicher gilt, dass auch im Angriff zu Umstellungen kommen wird. Sarah Grünheid hat nach ihrem Nasenbeinbruch mittlerweile eine neue Version ihrer Spezialmaske und konnte schon am Montag wieder mit dem Ball trainieren. »Sie wird spielen können. Und sie will es auch unbedingt. Das ist ein gutes Zeichen«, lobt Wuckel den Eifer seiner Torjägerin. Den werden die Bielefelder Fans am Sonntag übrigens bequem vom Sofa aus verfolgen können: Der Internetanbieter sporttotal.tv will Live-Bilder aus Cloppenburg zeigen.

Jäger verlängert

Zur neuen Saison muss der DSC den Abgang von Lena Schulte verkraften. Die vielseitige Mittelfeldspielerin wechselt zurück zum Herforder SV. »Wir hätten Lena nur zu gerne behalten, aber zusammen mit ihrem Lehramtsstudium ist ihr der Aufwand in der 2. Liga zu groß«, sagt Abteilungsleiter Werner Jöstingmeyer. Die gute Nachricht: Mit Annabel Jäger hat eine Leistungsträgerin ihren Vertrag um ein Jahr verlängert.

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