So wird der 47. Hermannslauf auch für die Zuschauer zum Vergnügen Das Läuferfest im Teutoburger Wald

Bielefeld/Detmold (WB). Für 7266 Läuferinnen und Läufer ist der 47. Hermannslauf an diesem Sonntag die große Herausforderung des Jahres. Ein Genuss ist der Läuferwettstreit über 31,1 Kilometer von Detmold nach Bielefeld aber auch für viele Tausend Zuschauer. Wir verraten Ihnen, wo Sie an der Strecke den meisten Spaß haben.

Die sechs spannendsten Punkte für Zuschauer. Grafik: Stephanie Bremer
Die sechs spannendsten Punkte für Zuschauer. Grafik: Stephanie Bremer

Daniel Skakavac, Leiter des Orgateam des TSVE 1890 Bielefeld, geht von 30.000 bis 40.000 Zuschauern aus, die an der Strecke für besonderes Flair sorgen. »Die genaue Zahl lässt sich aus unserer Sicht aber nur vermuten«, sagt Skakavac. Die Läufer freuen sich über die tolle Unterstützung, die Veranstalter über die riesige Attraktivität des Laufes. Ihre gemeinsame Bitte an die Zuschauer lautet: Respektieren Sie an der Strecke den Wald und halten Sie sich beim Parken an die Verkehrsregeln. Dann wird der Tag beim Hermannslauf an einem (oder mehreren) dieser sechs markanten Punkten sicher ein Vergnügen.

Punkt 1: Hermannsdenkmal, hektisches Gewusel (Start)

An symbolträchtiger Stelle in Sichtweite des Denkmals für den Cheruskerfürsten beginnt in Detmold-Hiddesen der Hermannslauf. Nicht nur der Start, der von 11 Uhr an in drei Gruppen erfolgt, ist für Zuschauer ein Erlebnis. Es lohnt aber, schon früher dort aufzukreuzen und das aufgeregt-nervöse Durcheinander der gut 7000 Aktiven zu beobachten. Wanderer machen sich von 8 Uhr an auf den Weg.

Parksituation: Die Zufahrt zum Hermannsdenkmal ist gesperrt. Besucher und Starter können in Hiddesen den Überlaufparkplatz des Freilichtmuseums (Friedrich-Ebert-Straße) nutzen. Sie werden von 8.30 bis 10.15 Uhr kostenlos mit Bussen zum Start und von 11.30 Uhr an zurückgebracht.

Punkt 2: Panzerbrücke Augustdorf, beste Sicht (8,3 km)

Die Überquerung der Waldstraße am Rande der Sennegemeinde ist eine der beliebtesten Stellen – nicht nur, weil die Benutzung der Brücke normalerweise nicht erlaubt ist, da sie auf militärischem Sperrgebiet liegt. Beim Hermann herrscht hier eine Stimmung wie bei der Tour de France. Die Aktiven kommen vom Ehberg und baden erstmals im Jubel der Zuschauer, die die Läufer sehr lange im Blick haben.

Parksituation: Entlang der Waldstraße (L 758) in Augustdorf ist das Parken am Sonntag verboten. Als Alternative können die Zuschauer einen nahen Parkplatz der Bundeswehr benutzen. Der TSVE hat diese ausgeschilderte Parkmöglichkeit angemietet.

Punkt 3: Innenstadt Oerlinghausen, Partymeile (18,4 km)

Mehr Stimmung geht nicht: Auf einer Welle der Begeisterung werden die Läuferinnen und Läufer auf der Hauptstraße durch Oerlinghausen getragen. Es gibt Getränke und Obst für die Läufer. Natürlich werden auch die Zuschauer versorgt. Sie müssen aber dafür bezahlen. Auch der große aufblasbare Torbogen mit der gut einsehbaren Zwischenzeitnahme macht den Durchlauf der Sportler für Zuschauer attraktiv. Als Moderator ordnet Horst Biere (LG Oerlinghausen) alles ein.

Parksituation: Parken ist in Oerlinghausen kein Problem. Es gibt zahlreiche ausgeschilderte Parkplätze nahe der Innenstadt.

Punkt 4: Lämershagener Treppen, die große Schinderei (23,1 km)

Es ist eng an den legendären 127 Stufen, die maßgeblich zur Mythenbildung rund um den Hermannslauf beigetragen haben. Zu eng für Zuschauer, die hier den Läufern den bescheidenen Raum überlassen sollten. Zuschauer finden mehr Platz an der Lämershagener Straße in Höhe der Gaststätte Deppe oder auf der Autobahnbrücke, über die sich der Läufertross den Treppen nähert.

Parksituation: Entlang der Lämershagener Straße sind die Möglichkeiten arg begrenzt. Unser Rat: lieber entfernt parken und einen gemütlichen Spaziergang zur Strecke einplanen.

Punkt 5: Eisernen Anton/Osningstraße, letzte fiese Steigung (26,2 km)

Wenn der Pulk am Restaurant Eisernen Anton die Osningstraße überquert, wartet eine letzte Gemeinheit. Es geht nochmal resolut bergauf. Für Zuschauer eine gute Gelegenheit, den Aktiven direkt in die Gesichter zu schauen und sie kräftig anzufeuern. Denn eigentlich ist es ja bald geschafft.

Parksituation: An Osning- und Selhausenstraße sind Parkplätze nur in Maßen vorhanden. Auch hier nähern Sie sich besser zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Punkt 6: Promenade an der Sparrenburg, großes Finale (29,9 bis 31,1 km)

Die letzten 1200 Meter im Zuschauerspalier bis zum Ziel sind nach all den Mühen und Qualen die große Belohnung des Tages. Es geht leicht bergab. Da läuft es sich wie von allein – egal, was vorher war. Der Tagessieger wird ab 12.40 Uhr erwartet. Die Sieger von morgen starten um 11.45 Uhr beim »Mini-Hermann«.

Parksituation: Auf allen Straßen zwischen der Promenade an der Sparrenburg und der Detmolder Straße/Kreuzstraße sowie am Grenzweg auf der Bethel-Seite besteht Parkverbot.

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