Handball-Oberliga: Augustdorf nach Rückzug zweiter Absteiger TuS 97 ist gerettet

Bielefeld(WB). Der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck wird auch in der kommenden Saison in der Handball-Oberliga spielen. Sportlich hätten die Jürmker dafür eigentlich noch ein paar Restzweifel beseitigen müssen, aber durch den Rückzug der HSG Augustdorf/Hövelhof ist der TuS 97 bereits vorzeitig gerettet.

Von Arndt Wienböker
Der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck freut sich über den Verbleib in der Handball-Oberliga; von links: David Weinholz, Maik Braunheim, Arne Hofemeier (gehören beide nicht mehr dem künftigen Kader an), Trainer Eric Husemann, Sportlicher Leiter Thorsten Lehmeier.
Der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck freut sich über den Verbleib in der Handball-Oberliga; von links: David Weinholz, Maik Braunheim, Arne Hofemeier (gehören beide nicht mehr dem künftigen Kader an), Trainer Eric Husemann, Sportlicher Leiter Thorsten Lehmeier. Foto: Peter Unger

Wie berichtet wird die HSG Augustdorf/Hövelhof zur kommenden Saison eine Kooperation mit den Lemgo Youngsters eingehen. Das Team wird unter dem Namen HandbALL Augustdorf-Lemgo-Lippe in der 3. Liga an den Start gehen, sofern die Lemgo Youngsters die Klasse halten. Im Falle eines Abstiegs der HSG Handball Lemgo II spielt die Mannschaft in der Oberliga. Da das künftige Fusionsteam unter Lemgoer Lizenz spielen wird, zieht Augustdorf seine erste Mannschaft aus der Oberliga zurück und steht damit in der laufenden Saison als zweiter Absteiger neben HSG Gevelsberg-Silschede fest. Das bestätigte Oberliga-Staffelleiter Andreas Tiemann auf WB-Anfrage: »Sobald Augustdorf schriftlich seinen Rückzug erklärt hat, steht die Mannschaft offiziell als zweiter Absteiger fest.« Dass es so kommen wird, daran lässt Tiemann keinen Zweifel aufkommen: »Der Verein hat mich schon vor einigen Wochen über die bevorstehende Kooperation mit Lemgo in Kenntnis gesetzt. Ich rechne jetzt täglich damit, dass der schriftliche Rückzug bei mir eingeht.«

Für den TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck bedeutet das, dass die Jürmker faktisch gerettet sind. »Natürlich erleichtert das einiges, weil wir dadurch jetzt Planungssicherheit haben«, erklärt TuS 97-Geschäftsführer Ralf Klusmann. Während einer Vorstandssitzung am Mittwochabend gingen bei Klusmann und seinen Mitstreitern die Informationen über die neue Entwicklung ein. »Wir waren alle ziemlich überrascht, haben das aber natürlich wohlwollend zur Kenntnis genommen.«

Das gilt auch für TuS 97-Trainer Eric Husemann: »Wenn es dann wirklich offiziell ist, bedeutet das für uns, dass der Druck weg ist. Wir werden die letzten drei Spiele aber trotzdem voll motiviert angehen, um auch auf sportlichem Weg die Klasse zu halten.« Aktuell haben die Jürmker drei Punkte Vorsprung auf den Vorletzten TuS Möllbergen, der am meisten von dem Augustdorfer Rückzug profitiert.

Jöllenbecks Sportlicher Leiter Thorsten »Moppel« Lehmeier zeigt sich ebenfalls erleichtert, dass er nun Planungssicherheit hat. »Wir hätten den Klassenerhalt auch so geschafft, aber jetzt haben wir drei Wochen eher Gewissheit. In der nächsten Saison geht es für uns darum, sich in der Oberliga zu etablieren.«

Der Kader steht

Der Kader dafür steht bereits. Vom TuS Spenge kommen Sebastian Kopschek und Sebastian Reinsch. Aus dem aktuellen Kader haben die Torhüter David Weinholz und Christian »Buddha« Trittin sowie Daniel Meyer, Christian »Michel« Niehaus, Arne Kämper, Leon Ludwigs, Jakob Röttger, Till Kraatz, Nils Grothaus und Lukas Heins verlängert. Hinzu kommen Björn Klusmann und Justin Mühlbeier aus dem eigenen Stall. Lehmeier: »Vielleicht holen wir noch einen weiteren externen Spieler.« Nicht mehr zum künftigen Oberliga-Kader gehören Moritz Pieper, Moritz Klapdohr, Malte Begemann, Maik Braunheim, Arne Hofemeier und Jakob Schulte.

Relegationsspiele

Der Rückzug der HSG Augustdorf/Hövelhof aus der Oberliga hat auch Auswirkungen auf die Abstiegsregelung in den unteren Ligen. So werden die beiden Verbandsliga-Vorletzten eine Relegation zum Erhalt der Liga ausspielen. Das gleiche gilt für die vier Landesliga-Drittletzten. Sollte Handball Lemgo II (aktuell auf einem Abstiegsplatz) noch die 3. Liga West erhalten, würden beide Vorletzten der Verbandsliga in dieser Spielklasse verbleiben und bei der Relegation der Landesliga-Drittletzten würden zwei der vier Teilnehmer den Klassenerhalt schaffen. In diesem Fall würden zudem die beiden Verbandsliga-Zweiten einen weiteren Aufsteiger zur Oberliga ausspielen. Bielefelder Teams sind von diesen Szenarien nicht betroffen.

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