2. Bundesliga: Arminia spielt Sonntag in Gütersloh DSC-Frauen geben alles für den Derbysieg

Bielefeld (WB/hw). Teil drei der Englischen Woche – und was für einer! Nach dem 1:0 gegen Delmenhorst und dem 1:1 in Jena gehen für die Zweitliga-Fußballerinnen des DSC Arminia am Sonntag mit dem Derby beim FSV Gütersloh (14 Uhr, Tönnies-Arena) acht intensive Tage zu Ende.

Den Hinspielsieg bestätigen: Beim ersten Auf­einandertreffen mit dem FSV Gütersloh feierten Sarah Grünheid (links) und der DSC Arminia einen knappen 1:0-Erfolg.
Den Hinspielsieg bestätigen: Beim ersten Auf­einandertreffen mit dem FSV Gütersloh feierten Sarah Grünheid (links) und der DSC Arminia einen knappen 1:0-Erfolg. Foto: Hans-Werner Büscher

Neun Punkte aus den drei Spielen bis Ostern hatte DSC-Trainer Markus Wuckel unter der Woche angepeilt. Dass es nach dem Unentschieden am Mittwoch nur noch deren sieben werden können, stört den Coach allerdings überhaupt nicht. »Wir wollen diese wirklich gute Leistung jetzt bestätigen«, sagt Wuckel und überrascht mit einem Bekenntnis: »Durch den Derbycharakter und die vielen Spielerinnen mit Gütersloher Vergangenheit wird es vielleicht ein bisschen leichter für uns.«

Jakober hat in Jena »einige richtig gute Sachen dabei«

Den Umkehrschluss, dass es am Mittwochnachmittag beim USV Jena II an Einstellung und Willen gefehlt haben könnte, schmettert Wuckel allerdings vehement ab. Er zeigte sich stattdessen vielmehr tief beeindruckt vom Auftritt seines Teams, das bis zu ihrer Einwechslung in der 67. Minute ohne ihre Anführerin auskommen musste. Maxine Birker meldete sich vor dem Jena-Spiel krankheitsbedingt für die Startelf ab.

»Und wir haben sie kein Stück für Gütersloh geschont. Das hätte einfach keinen Sinn gemacht, sie von Anfang an zu bringen«, sagt Wuckel, der seit Mittwoch um die Erkenntnis reicher ist, dass es auch ohne den Dreh- und Angelpunkt im Bielefelder Spiel geht.

Für Birker rutschte Winterzugang Lena Jakober in die erste Elf – und machte ihre Sache ordentlich. »Da waren einige richtig gute Sachen dabei«, lobte Wuckel. Nichtsdestotrotz hofft er, dass Birker den DSC schon in Gütersloh wieder auf das Feld führen kann. »Wir kriegen sie schon irgendwie wieder hin.«

Abstand auf Gütersloh halten

Gut möglich, dass Birker die beiden angesetzten Trainingseinheiten am Freitag und Samstag allerdings vorsichtshalber auslassen wird. »Feiertage interessieren mich nicht. Wir wollen schließlich das Derby gewinnen«, sagt Wuckel gewohnt zielstrebig. Von Kräfteverschleiß sei auch nach dem intensiven Trip nach Jena inklusive 90 anstrengender Minuten auf tiefem Boden übrigens rein gar nichts zu spüren gewesen. »Wir hatten viel Spaß.«

Ob Wuckel seinen Stürmer-Instinkt aus Profitagen am Sonntag überwinden kann, sofern das Derby bis in die Schlussphase auf ein Unentschieden hinauslaufen sollte? »Das werden wir dann sehen. So etwas hängt vom Spielverlauf ab.« Auf Bielefelder Seite wird man in diesem Fall sicher auch die Tabelle im Hinterkopf haben. Mit einem Remis würde der DSC den FSV weiterhin drei Punkte auf Abstand halten, bei einer Pleite wird der Kampf um die direkten Plätze in der eingleisigen 2. Bundesliga wieder bedeutend enger.

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