Frühes Tor reicht DSC-Frauen nicht zum Sieg DSC-Frauen punkten auch ohne Birker

Bielefeld (WB). Die Serie ist gerissen: Die Fußballerinnen des DSC Arminia haben zum ersten Mal Punkte gegen ein Team außerhalb der Qualifikations-Ränge zur eingleisigen 2. Bundesliga liegen lassen. Beim USV Jena II reichte es am Mittwochnachmittag trotz früher Führung nur zu einem 1:1 (1:0).

Von Henrik Wittenborn
Musste kurzfristig passen: Kapitänin Maxine Birker (links) erkrankte kurzfristig und konnte erst in der Schlussphase eingreifen.
Musste kurzfristig passen: Kapitänin Maxine Birker (links) erkrankte kurzfristig und konnte erst in der Schlussphase eingreifen. Foto: Mike-Dennis Müller

Arminias Trainer Markus Wuckel wollte trotz des für sein Team unglücklichen Spielverlaufs nicht von zwei verlorenen Zählern sprechen. Denn die Bielefelderinnen überzeugten ihren Coach auf ganzer Linie. »Wir haben uns einfach nicht genug für eine überragende Leistung belohnt. Fußballerisch und kämpferisch war das ein riesiger Schritt in die richtige Richtung«, lobte Wuckel. Und der DSC vermochte auch den ein oder anderen Rückschlag wegzustecken. Die erkrankte Kapitänin Maxine Birker rotierte kurzfristig aus Arminias Startelf und wurde von Magdalena Jakober ersetzt.

Der Bielefelder Spielfreude tat das Fehlen der Strippenzieherin allerdings überhaupt keinen Abbruch. Der DSC setzte Jena von Beginn an unter Druck, erarbeitete sich früh erste Gelegenheiten und kombinierte sich zur Führung. Die als Stürmerin aufgebotene Nina Lange leitete einen Ball auf die durchgelaufene Lena Schulte weiter und die Mittelfeldspielerin traf mit einem Schuss unter die Latte zum 1:0.

Jena trifft auch »ohne herausgespielte Torchance«

Ein Treffer, der die Gäste noch einmal beflügelte. Der Haken für Markus Wuckel: »Wir haben vergessen, das zweite Tor zu machen.« Trotz bester Gelegenheiten blieb es bis in die Schlussphase wie schon beim 1:0 gegen Delmenhorst am vergangenen Wochenende bei der knappen Bielefelder Führung. Mitte der zweiten Halbzeit kam dann auch Birker für Jakober auf das Feld.

Trotzdem wurde der DSC noch für seine Nachlässigkeit bestraft: Der USV brachte das Kunststück fertig, »ohne eine herausgespielte Torchance im gesamten Spiel« (Wuckel) zum Ausgleich zu kommen. Anne Güther gewann im Anschluss an eine Ecke das Kopfballduell am zweiten Pfosten und nickte zum schmeichelhaften Ausgleich ein (75.). Arminia stürmte unbeirrt weiter und hatte durch Sarah Grünheid und eine Handvoll Standards noch die Chance auf den Siegtreffer, der aber einfach nicht mehr fallen wollte. Lange Zeit zum Ärgern bleibt dem DSC nicht: Schon am Ostersonntag steht das Derby beim FSV Gütersloh an.

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