Basketball: TSVE-Entwicklung geht »in die richtige Richtung« Dolphins blicken nach oben

Bielefeld  (WB). Etwas mehr als zwei Monate ist es her, da ließ sich Emre Atsür, Spielertrainer der Regionalliga-Basketballer vom TSVE Bielefeld, nach einem 79:69 gegen die Baskets Paderborn II folgende Prognose entlocken: »Wenn wir zur Winterpause genau so oft gewonnen wie verloren haben, ist alles in Ordnung.«

Von Henrik Wittenborn
Erfahrene 2,10 Meter nachverpflichtet: Ibrahim Ndoye kommt aus dem Senegal, ist in Frankreich aufgewachsen und war schon in London und in den USA Basketball-Profi.
Erfahrene 2,10 Meter nachverpflichtet: Ibrahim Ndoye kommt aus dem Senegal, ist in Frankreich aufgewachsen und war schon in London und in den USA Basketball-Profi. Foto: Thomas F. Starke

Damals standen die Dolphins nach fünf Spieltagen bei drei Siegen. Bis zum vergangenen Wochenende sind drei weitere und vier Niederlagen hinzugekommen. Sechs Siege, sechs Niederlagen – Atsürs Rechnung ist nach dem ersten Rückrundenspieltag also voll aufgegangen.

Es läuft auch ohne Atsür

Dass die Bielefelder nach dem sang- und klanglosen Wiederabstieg aus der 1. Regionalliga in die Fünftklassigkeit nicht nur zahlenmäßig im Soll sind, betonten die Verantwortlichen des Tabellensiebten in den vergangenen Wochen immer wieder – trotz der ärgerlichen Pleiten in Schwelm (66:71) und jüngst in Hagen (77:82) zum Jahresausklang. »Wir sind auf einem guten Weg. Die Entwicklung geht in die absolut richtige Richtung«, sagte Atsür. Der Routinier, der sein Karriereende im Sommer noch einmal aufgeschoben hatte, konnte sich nach seiner Sprunggelenkverletzung sogar erlauben, sich voll und ganz auf seine Genesung bis zur begonnenen Winterpause zu konzentrieren. Es läuft auch ohne Atsürs Erfahrung, der sich bei entsprechenden Ergebnissen auch in der Rückrunde nicht mehr als nötig ins Bielefelder Spiel einmischen will.

Trio fehlt im Endspurt

Sein Trainer-Kollege Ilijas Masnic trauerte zum Jahresabschluss dann aber doch der ein oder anderen ausgelassenen Möglichkeit nach. »Es wäre noch mehr drin gewesen, wenn wir fit geblieben wären.« Neben Atsür hatte es zuletzt mit den Aufbauspielern Olaf Weiß und Moritz Kutkuhn zwei weitere Akteure der ohnehin bewusst dünn besetzten Abteilung Erfahrung im Bielefelder Kader erwischt. Das Trio fehlte den verjüngten Dolphins im Endspurt sichtbar, zumal auch der nachverpflichtete Ibrahim Ndoye immer wieder mit Knieproblemen zu kämpfen hatte.

Mirko Derek leistet Soforthilfe

Immerhin: Nach in der vergangenen Saison weniger erfolgreichen Griffen sind dem TSVE auf den Importpositionen wieder zwei Treffer gelungen. Rückkehrer Dzemal Taletovic führt das Team nach seinem Wechsel von den Westfalen Mustangs wie erhofft an, und auch der nachverpflichtete Mirko Derek konnte bisher die nach ernüchterndem Saisonstart mit zwei deutlichen Pleiten benötigte Soforthilfe leisten. Kein Wunder also, dass sich die Dolphins auch für die restliche Rückrunde gewappnet fühlen. Nachverpflichtungen seien laut Teammanager Chris Huelsewede nicht geplant.

Masnic: Spielplan meint es gut

Darüber meint es der Spielplan im neuen Jahr – der TSVE nimmt das Training nach der Weihnachtspause am 2. Januar wieder auf – nach Meinung von Ilijas Masnic gut mit seinen Bielefeldern. »Wir haben einige komplizierte Auswärtsspiele gegen die Spitzenteams schon hinter uns.« In ernsthafte Abstiegssorgen sollten die Dolphins aber ohnehin nicht mehr geraten. Die BG Hagen II ist als siegloser Letzter längst abgeschlagen, und auch der zweite Abstiegsplatz, aktuell von den AstroStars Bochum II besetzt, ist bereits sechs Punkte entfernt. Ilijas Masnic lässt sich dementsprechend schon zu einer neuen Prognose verleiten: »Wir wollen den Anschluss nach oben halten.«

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