Handball-Oberliga: TSG am Freitag gegen Loxten – Nils Prüßner fehlt Krause: »Das wird eklig«

Bielefeld (WB/jm). Letztes Meisterschaftsspiel in der Handball-Oberliga im Jahr 2017 für die führende TSG A-H Bielefeld. Interimsmittelmann Johannes Krause erwartet am Freitagabend (20 Uhr, Seidensticker Halle) eine »eklige Aufgabe« gegen die Sportfreunde Loxten. »Das wird deutlich schwieriger als gegen Augustdorf.«

Voller Körpereinsatz: TSG-Kreisläufer Tobias Fröbel lässt sich hier nicht von Spenges René Wolff aufhalten. Auch heute Abend gegen die SF Loxten wollen die TSG-er ihre handballerische und physische Überlegenheit einbringen.
Voller Körpereinsatz: TSG-Kreisläufer Tobias Fröbel lässt sich hier nicht von Spenges René Wolff aufhalten. Auch heute Abend gegen die SF Loxten wollen die TSG-er ihre handballerische und physische Überlegenheit einbringen. Foto: Bernhard Pierel

Loxten spiele eine sehr gute Abwehr mit zwei Systemen – Krause rechnet fest mit einem vorgezogenen Störenfried – und auch vorne »einen guten Stiefel. Die sind viel am Kreuzen.« Ein X-Faktor sei zudem der frühere TSG-Schlussmann Pascal Welge. »Calli wird gegen uns richtig heiß sein.« Dass Johannes Krause für die Zeit, da Marius Kastening verletzungsbedingt pausieren muss, aus dem halblinken Rückraum in die Mitte abkommandiert worden ist, um seine 1,94 Meter dort gewinnbringend einzusetzen, ist ihm nicht fremd. »Das habe ich zu Zweitligazeiten beim HSV Hannover und MTV Braunschweig auch gemacht. Das macht Spaß und liegt mir, gibt es mir doch eine andere Sicht auf das Spiel. Da kann ich neue Impulse setzen.« Wissend, dass der 30-Jährige im gebundenen Spiel ein »ganz anderer Typ« als Kastening sei.

Ruhig bleiben, Druck aufbauen

»Wir müssen ruhig bleiben, sollte Calli die ersten drei, vier Bälle halten oder sollten wir in Rückstand geraten. Wir dürfen uns nicht aus dem Konzept bringen lassen, auch wenn der Gegner etwas Verrücktes machen oder gegen uns einen Sahnetag erwischen sollte.« Augustdorf habe ebenfalls verschiedene Sachen probiert. »Selbst wenn wir da mal kurz ins Stocken geraten sind, was völlig normal ist, haben wir doch bemerkenswerte Ansätze, Antworten gefunden. Solchen Druck wollen wir auch gegen Loxten aufbauen.« Sollten die Konter rollen, dürfte Loxtens Widerstand beizeiten erlahmen. Johannes Krause: »Die Abwehr muss der Schlüssel sein. Wir sind gut beraten, im Vergleich zu Augustdorf noch eine Schippe drauf zu packen.«

Boy erhält viel »Input«

Michael Boy weilte bis gestern beim A-Lizenz-Lehrgang in Magdeburg. »Das waren vier spannende, interessante, intensive Tage mit viel Input. Ich habe ein neues Feld kennengelernt«, kommentierte er die Beobachtung mehrerer Frauen-WM-Spiele und freut sich auf die Rückkehr in den Liga-Alltag. Loxten schätzt er als »sehr bewegliche Mannschaft«, auch komme der frühere TSG-Linkshänder Heiner Steinkühler immer besser ins Rollen. »Wir müssen noch viel mehr in die erste Welle kommen, mit mehr Tempo von hinten raus, um gar nicht erst ins Positionsspiel zu kommen.«

Sollte es doch sechs gegen sechs heißen, dürfe die quirlige Frösche-Deckung keine überhasteten Abschlüsse provozieren. »Geduld. Lieber noch einen Pass mehr spielen«, so Boy, der auf der Königsposition wieder auf Arne Krögers Dynamik vertraut. »Er ist immer für zehn Tore gut. Der Auftritt in Augustdorf hat ihm viel Selbstvertrauen gegeben. Arne sieht, dass er es kann.« Mit Linkshänder Nils Prüßner (New York) fehlt eine Stütze in Angriff und Abwehr. Henrik Ortmann soll möglichst erneut aushelfen, auch wenn die Rückraum-Alternative aus der »Vierten« dann festgespielt wäre.

Physische Präsenz zeichnet TSG aus

Als Boy-Vertreter funktionierte Marco Stange sein Torwarttraining zu einem Mannschaftstraining um. Motto: »Stärke deine Stärken«. Die Absprachen zwischen Torhüter und Abwehr müssten immer wiederholt, automatisiert werden, so Stange. »Was diese Mannschaft auszeichnet, ist ihre physische Präsenz. Auch der Trainingsaufwand zahlt sich aus. Die TSG kann in der Oberliga 60 Minuten Tempo durchspielen. Das können nicht alle mitgehen.«

Kreisläufer Tobias Fröbel betont, dass nur ein Sieg zähle. »Das ist ein Heimspiel. Und wir haben ja noch etwas gutzumachen von unserem Highlight gegen Spenge. Es ist wichtig, mit einem positiven Erlebnis im Weihnachtsspiel ins neue Jahr zu gehen.«

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