Handball-Oberliga: A-H feiert souveränes 39:29 gegen Möllbergen TSG-Coach Boy gefällt die erste Welle

Bielefeld (WB). Die TSG A-H Bielefeld spielt weiter eine makellose Saison. Beim auch in dieser Höhe verdienten 39:29 (21:12)-Sieg des Oberliga-Spitzenreiters über den TuS 09 Möllbergen applaudierten die 850 Zuschauer in der Seidensticker Halle zu einer Vielzahl »einfacher« Tore.

Von Jörg Manthey
Flinker Flügelflitzer: Nils Strathmeier erzielte gegen den TuS 09 Möllbergen insgesamt acht Treffer. Vor allem in der ersten Halbzeit rollte der TSG-Hochgeschwindigkeitshandball – neun der 21 Treffer bis zur Pause resultierten aus der ersten Welle.
Flinker Flügelflitzer: Nils Strathmeier erzielte gegen den TuS 09 Möllbergen insgesamt acht Treffer. Vor allem in der ersten Halbzeit rollte der TSG-Hochgeschwindigkeitshandball – neun der 21 Treffer bis zur Pause resultierten aus der ersten Welle. Foto: Jens Senftner

Die TSG musste auf Abwehrchef Gustav Rydergård verzichten; die Wade des Schweden zwickte. Dessen Part im 6:0-Innenblock übernahm Tim Schuwerack. »Das hat Tim gut gemacht«, lobte Nebenmann Johannes Krause. Balleroberungen samt drei direkter Echo-Gegenstöße durch Julius Hinz und Nils Strathmeier bescherten der TSG einen flotten 3:0-Vorsprung (3.) gegen einen rückzugsunwilligen Gast.

TSG-Express nicht zu stoppen

Möllbergens Coach André Torge nahm eine frühe Auszeit. Das schmälerte nicht die Torlaune des TSG-Expresses und auch nicht die Behäbigkeit des Aufsteigers. Bis zum 6:1 (7.) war jeder Wurf ein Treffer. Nach dem 12:6 (16.) schrie TuS-Keeper Jannis Finke frustriert: »Das ist Scheibenschießen!«

Drei Minuten vor dem Pausenpfiff wechselte Trainer Michael Boy auf eine 5:1-Deckung mit Nils Strathmeier als Speerspitze. Das Polster wuchs auf 21:12. »Das war eine ordentliche erste Halbzeit, auch vom Tempo her. Die erste Welle hat mir gefallen«, lobte er. Die »zweite Garde« der TSG brauchte eine Weile, um sich zu finden. Im gebundenen Spiel haperte es sichtbar. Teils wurde viel zu früh, zu hektisch abgeschlossen. Möllbergen, nun mit einem guten Schlussmann Donnecker, nutzte dies, um Ergebniskosmetik zu betreiben.

TSG bestraft zu langsame Wechsel

Teils wurde die TSG mit eigenen Waffen geschlagen. Der Primus bestrafte dafür mehrfach, dass beim TuS der Rückwechsel vom siebten Feldspieler zum Torwart nicht flott genug klappte. Julius Hinz per Gegenstoß oder Luca Sewing vom eigenen Kreis (31:20, 47.) trafen ins leere Tor. So entwickelte sich bis zum Schluss eine recht ausgeglichene Halbzeit, die 18:17 an die TSG ging. Näher als fünf Tore (22:17) sollte der Gast nicht mehr herankommen.

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