Oberösterreich auf dem Rad umrundet: Tanja Dittrich Gesamtzweite Essen hilft gegen die Müdigkeit

Bielefeld (WB). Ein Mal rund um Oberösterreich: Tanja Dittrich vom TSVE 1890 Bielefeld hat bei der 9. Race Around Austria Challenge den zweiten Platz im Gesamtklassement der Frauen »erfahren«.

Los geht’s auf die 560-Kilometer-Tour: Tanja Dittrich rollt in in St. Georgen (Attergau) von der Bühne.
Los geht’s auf die 560-Kilometer-Tour: Tanja Dittrich rollt in in St. Georgen (Attergau) von der Bühne. Foto: Felix Roittner

Nach ihrem starken Finish beim 3-Länder-Giro (diese Zeitung berichtete) konnte die Radamazone für das Team Lübbering auch bei diesem wesentlich anspruchsvolleren Rundkurs überzeugen und ihre Ausdauerstärke eindrucksvoll beweisen und erreichte das Ziel

Limitierte Startplatzanzahl

Als Betreuercrew fungierten ihre Eltern und ihr ebenfalls radsportbegeisterter Freund Sebastian Hanning. Die ersten sechs Stunden liefen für Tanja Dittrich auf ihrem superleichtem Carbonrenner mit einem 28er Schnitt richtig gut. Es folgte eine halbstündige Pause, um sich für die kommende Nachtfahrt vorzubereiten: Rad gewechselt, umgezogen, Nudeln gegessen. Geplant war eigentlich die Ernährung über Flüssignahrung. Das hatte bisher im Training funktioniert, im Rennen wollte es nicht so recht klappen. Nach drei Powergels stellte Tanja Dittrich fest, dass ihr Magen rebellierte und sie auf feste Nahrung umsteigen musste. Gegen die einsetzende Müdigkeit half, immer wieder etwas zu essen.

Ein nur kurzer Umkleide-Stopp aufgrund eines Gewitters brachte Tanja Dittrich durch die Nacht. So folgte die nächste größere Pause von etwa 30 Minuten dann erst morgens um 6.30 Uhr. Zu dem Zeitpunkt war schon mehr als die Hälfte der Strecke geschafft! Nochmal umziehen. Zum »Frühstück« gab es Haferbrei mit Banane und einen warmen Tee. Und dann auf in die letzte Schicht!

Rückenschmerzen ab Kilometer 400

Ab Kilometer 400 wurde die Leidensfähigkeit der Bielefelderin aufgrund einsetzender heftiger Rückenschmerzen richtig herausgefordert. Zwar fühlten sich die Beine am Hengstpass noch ganz gut an; auch der ein oder andere Mann konnte »eingesammelt« werden, aber die Sitzposition war wohl doch nicht ganz optimal.

Aufkommende Regenschauer gegen Ende des Rennens konnten Tanja Dittrich nicht mehr aufhalten. Als sie nach 24:16:57 Stunden das Ziel in St. Georgen erreichte, war nur die Österreicherin Anna Bachmann (21:25:20 Std.) schneller als sie. Belohnt wurde die tolle Ausdauerleistung mit einem bejubeltem (Sekt-)Empfang auf der Bühne und einer bewegenden Zeremonie bei der Siegerehrung. Tanja Dittrich: »Jetzt weiß ich auch, wie die Fußballer sich fühlen, wenn die Nationalhymne gespielt wird. Auch wenn es die Österreichische war.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.