Profi-Triathletin mit neuer Marathon-Bestzeit zum DM-Vizetitel Franzi Bossows tolle Aufholjagd

Bielefeld  (WB). Bei der Regensburg-Challenge, der Deutschen Meisterschaft über die Triathlon-Langdistanz, hat die Bielefelder Profi-Triathletin Franzi Bossow (TSVE) eine bemerkenswerte Leistung gezeigt.

TSVE-Triathletin Franzi Bossow nach 9:35:14 Stunden im Ziel in Regensburg – als Deutsche Vizemeisterin der Profis.
TSVE-Triathletin Franzi Bossow nach 9:35:14 Stunden im Ziel in Regensburg – als Deutsche Vizemeisterin der Profis.

Hinter der dominierenden Diana Riesler (Potsdam) und der Mainzerin Nina Kuhn belegte Bossow den Bronzeplatz in der Meisterschaftswertung. Insgesamt kam die 29-Jährige bei regnerischer Witterung in 9:35:14 Stunden auf einen tollen fünften Platz. Die Tschechin Krivankova und die Ungarin Csomor konnten sich noch vor der Bielefelderin platzieren. Später stellte sich heraus, dass Franzi Bossow sogar Deutsche Vizemeisterin sein sollte, da Gesamtsiegerin Riesler nicht für die Meisterschaftswertung gemeldet hatte.

Nach 3,8 km Schwimmen im Guggenberger See in starken 1:01:05 Stunden hatte Franzi Bossow zunächst große Schwierigkeiten auf dem Drei-Runden-Radkurs über 180 Kilometer. Regen und nasse Straßen im Bayrischen Wald passten so gar nicht in das Konzept der Bielefelderin. In der zweiten Rennhälfte besserte sich die Witterung, und Bossow konnte nach vielen Hochs und Tiefs mit 5:16:09 Stunden noch eine ansprechende Zeit erreichen.

Unglaubliche Aufholjagd

Es folgte eine nahezu unglaubliche Aufholjagd im Marathon an der Donau. Ehemann Chris Bossow, der in Regensburg als Coach fungierte, versuchte seine Frau nach den ersten zehn Kilometern zu bremsen. In 43:35 Minuten legte die ein eigentlich viel zu hohes Tempo vor und hatte bereits drei Konkurrentinnen hinter sich gelassen.

Vor ihr lagen nun mit der Ungarin Csomor und Nina Kuhn zwei Athletinnen, deren Vorsprung nach dem Radfahren bei etwa. 16 Minuten gelegen hatte. Nach der zweiten von insgesamt vier Laufrunden war dieser Vorsprung auf sieben und acht Minuten geschrumpft. Am Ende kam Franzi Bossow sogar bis auf zwei Minuten an Kuhn heran und beendete den Marathon in phänomenalen 3:13:18 Stunden. Damit verbesserte Franzi Bossow nicht nur ihre eigene Laufbestzeit um zwei Minuten, sondern erzielte gleichzeitig den besten Laufsplit aller Profidamen. »Ich bin total happy und erleichtert«, strahlte sie.

Die 29-Jährige ist damit wohl endgültig im Lager der Profis angekommen. Zwar waren im Radbereich noch Defizite erkennbar, doch diese sollten über den kommenden Winter in den Griff zu bekommen sein. In sieben Wochen steht für Franzi Bossow als Saisonabschluss der Ironman Barcelona auf dem Programm. Im Vorjahr hatte sie den als beste Amateurin absolviert.

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