Motorsport: Bielefelder muss sich in Nordirland durch das Feld kämpfen Defekt stoppt Winkenjohann

Bielefeld (WB/hw). Pech für Mathias Winkenjohann: Der Bielefelder Motorsportler ist beim Race of Legends im nordirischen Armoy gleich zwei Mal von technischen Problemen gestoppt worden. Dementsprechend verpasste der Motorradfahrer auch die erhofften Punkte für die Gesamtwertung der irischen Straßenmeisterschaft.

Schon am Freitag wurde Winkenjohann in seinem Tatendrang jäh gestoppt: Nach der Anreise standen die ersten – durchaus vielversprechenden – Trainingseinheiten auf dem Programm. Doch als wäre das vom schlechten Wetter überflutete und aufgeweichte Fahrerlager nicht schon genug gewesen, streikte auch Winkenjohanns Kawasaki Ninja ZX6R.

Den Defekt an der Bremspumpe konnte Winkenjohann bis zum immer näher rückenden Qualifying nicht mehr rechtzeitig reparieren: Die Qualifikation fand folglich ohne den Bielefelder statt, der damit in beiden Rennläufen am Wochenende vom 28. und damit letzten Platz eine Aufholjagd in der 600 ccm-Klasse starten musste.

Maschine bleibt in Irland

Winkenjohann kämpfte sich auf dem engen Rundkurs über wellige und unebene Landstraßen durch das Feld, blieb allerdings trotz Spitzengeschwindigkeit von rund 270 Stundenkilometern im Mittelfeld hängen und fuhr auf Platz 21 ins Ziel. »Man braucht schon eine Portion Mut und ein bisschen Wahnsinn, um bei solchen Rennen ans Limit zu gehen. Angst ist da ein schlechter Ratgeber«, sagt Winkenjohann, dem das Pech mit seiner Maschine treu blieb: Jetzt versagte ein Radlager seinen Dienst, Winkenjohann schaffte es allerdings, den Schaden an seinem Rennmotorrad (»Mit Straßenmaschinen hat das nicht mehr viel zu tun.«) bis zum zweiten Rennen provisorisch in Stand zu setzen.

Es galt jedoch erneut, sich jetzt bei regennasser Fahrbahn durch das Feld zu arbeiten. Für ganz vorne sollte es auch im zweiten Lauf nicht reichen, Winkenjohann kam jetzt auf Rang 22 ins Ziel und verpasste damit Punkte für die irische Straßenmeisterschaft. Hierfür wäre eine Platzierung in den Top 15 nötig gewesen.

Schon bald kriegt Winkenjohann allerdings eine neue Chance im gelobten Motorradland: Seine Maschine hat der Bielefelder gleich in Irland gelassen, denn schon am Sonntag geht es für ihn zurück über den Ärmelkanal. Dann steht das Dundrod 150 im Rahmen des Ulster Grand Prix auf dem Rennkalender.

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