2. Tennis-Bundesliga: Bielefelder TTC feiert 5:4-Heimsieg gegen Suchsdorfer SV Ein Auftakt nach Maß

Bielefeld (WB). Start nach Maß für den Bielefelder TTC in die neue Saison der 2. Bundesliga Nord: Im Heimspiel gegen den Suchsdorfer SV feierte der BTTC am Sonntag einen 5:4-Sieg, um den nach einer 4:2-Führung nach den Einzeln am Ende noch ein wenig gezittert werden musste.

Von Heiko Scholz und Arndt Wienböker

Die Bielefelder erwischten gegen die Gäste aus Kiel, die ohne ihre finnischen Topspieler Jarkko Nieminen und Patrik Niklas-Salminen anreisten, einen optimalen Auftakt: In der ersten Einzelrunde sorgten Louis Weßels, Valentin Günther und Lars Hendrik Behlen für drei Siege – alle mussten in den Match-Tiebreak und bewiesen dabei Nervenstärke. »Ich habe sicherlich nicht optimal gespielt, aber gewonnen ist gewonnen«, meinte Bielefelds Nummer zwei Louis Weßels nach seinem 2:6, 6:1, 10:8-Erfolg gegen Dominik Bartels. Die Nummer sechs Lars Behlen musste nach 4:6 in Satz eins ebenfalls nachlegen. »Lars ist im Zweiten immer besser reingekommen und hat auch selbstbewusster gespielt«, kommentierte Kevin Kaczynski, der Behlen von der Bank aus coachte. Behlen sicherte sich Durchgang zwei mit 6:2 und gewann das Nervenspiel im Match-Tiebreak mit 10:8.

Valentin Günther brauchte erst neue Bälle, um sein volles Potential auszuschöpfen: »Wir haben beim Stand von 6:5 neue Bälle bekommen und mit denen retourniere ich sehr gerne«, sagte der schlaggewaltige Rechtshänder. Günther breakte sofort zum Satzgewinn, musste aber in Durchgang zwei direkt ein Break hinnehmen und fand keinen Weg mehr, Gegner Sören Olesen (Dänemark) den Aufschlag zu stehlen. Günther: »Im Match-Tiebreak lag ich dann auch direkt 0:3 hinten, habe mich aber auch dank der Home-Crowd wieder zurückgekämpft.« Dem 19-Jährigen gelang eine Serie von zehn Punkten in Folge – die Entscheidung und der dritte Punkt für Bielefeld. »Die erste Runde ist glücklich für uns gelaufen. Das hätte auch anders ausgehen können«, atmete Teammanager Markus Theine nach der 3:0-Führung kräftig durch.

Neuzugänge bleiben ohne Sieg

So reibungslos sollte es aber nicht weitergehen. Spitzenspieler Tallon Griekspoor sorgte mit seinem Zweisatzerfolg gegen den Franzosen Arthur Rinderknech wohl für den vierten BTTC-Punkt, die beiden Neuzugänge Kevin Griekspoor und Jannik Rother mussten allerdings ihren Gegnern gratulieren. Der Holländer Kevin Griekspoor, älterer Bruder von Bielefelds Nummer eins Tallon, unterlag bei seinem ersten Auftritt an der Voltmannstraße Florian Barth mit 4:6 und 5:7. »Ich hatte zu viele Höhen und Tiefen in meinem Spiel und habe meine Chancen nicht genutzt. Am Ende ist dann alles für den Gegner gelaufen«, ärgerte sich Kevin Griekspoor. Jannik Rother zeigte zwar im zweiten Satz Tennis der Güteklasse A, aber im Match-Tiebreak hatte Gegner Andreas Bjerrehus das glücklichere Händchen. Rother führte mit 8:7, als seinem Gegenüber ein Rückhandschlag an die obere Netzkante glückte – 8:8. »Bleibt der Ball an der Kante hängen, dann führe ich 9:7 und sowas lasse ich mir nicht nehmen«, haderte Rother. Doch es kam anders: Bjerrehus legte noch zwei Punkte nach und machte den Sack zu.

Alle Spieler eingesetzt

Mit einer 4:2-Führung ging Bielefeld in die Doppel. Der Blutdruck bei Chefcoach Georg Magnus hatte sich inzwischen wieder erholt. »Wir brauchen nur noch einen Punkt, da kann ich doch etwas entspannter die Doppel ansehen.« Magnus schickte Maxi Wilde und Kevin Kaczynski ins Rennen. Beide hatten in den Einzeln noch pausiert. Magnus: »Von der Leistung her hätten wir auch Lars im Doppel aufstellen können, aber am ersten Spieltag wollte ich gerne alle einsetzen.« Maxi Wilde bedankte sich für das Vertrauen mit dem entscheidenden Punkt. Wilde und Louis Weßels gewannen mit 6:4, 6:3, noch bevor die anderen beiden Doppel beendet waren. Der Blutdruck von Georg Magnus stieg allerdings zwischenzeitlich wieder in die Höhe, weil sowohl das Duo der beiden Kevins als auch das in der Vorsaison ungeschlagene Pärchen Valentin Günther/Tallon Griekspoor den ersten Satz abgaben.

»Dieser Sieg könnte noch Gold wert sein«, freute sich Georg Magnus. »Es haben sich alle Vereine zur neuen Saison verstärkt. Leichte Gegner gibt es nicht.«

Die beiden Neuzugänge Jannik Rother und Kevin Griekspoor konnten zwar keine Punkte zum Sieg beisteuern, fühlten sich aber dennoch schon sichtlich wohl an der Voltmannstraße. »Wir sind toll aufgenommen worden. Die Mannschaft, aber auch die Kulisse mit über 300 Zuschauern sind fantastisch«, befand Jannik Rother. Ähnlich sah es auch Kevin Griekspoor: »Ich war zwar heute das erste Mal hier, aber es kam mir vor, als würde ich schon länger dabei sein. Das ist ein guter Club und das Essen ist auch gut.«

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