Brackweder verteidigt seinen Titel – Pyl gewinnt 10 000 Meter der Frauen Pohle macht’s schon wieder

Bielefeld (WB). Arme ausbreiten und die Siegerfaust ballen – zumindest die letzten seiner 10.000 Meter zur Titelverteidigung bei der 26. Auflage des Sudbracklaufs konnte Hendrik Pohle noch so richtig genießen.

Von Henrik Wittenborn
Neuer Teilnehmerrekord: 450 Läufer waren am Samstag rund um den Meierteich dabei – darunter auch 50 Bambinis. Erstmals wurden in diesem Jahr alle Teilnehmer mit einer automatischen Zeiterfassung in der Startnummer ausgestattet.
Neuer Teilnehmerrekord: 450 Läufer waren am Samstag rund um den Meierteich dabei – darunter auch 50 Bambinis. Erstmals wurden in diesem Jahr alle Teilnehmer mit einer automatischen Zeiterfassung in der Startnummer ausgestattet. Foto: Henrik Wittenborn

Große Zufriedenheit suchte man im Gesicht des souveränen Siegers und Wiederholungstäters allerdings vergeblich. So ganz einverstanden war Pohle mit seiner Leistung in den vorangegangenen 35:05 Minuten nicht: »Ich habe mich zuletzt von der Lang- mehr auf die Mittelstrecke umgestellt. Das hat mein Körper aber nicht so gut mitgemacht.«

Denn für den Brackweder wäre sogar noch mehr möglich gewesen, wenngleich folgende Episode die Dominanz des Siegers nur noch mehr unterstreichen sollte: Während der letzten Runden konnte sich Pohle sogar die laut eigener Aussage dringend benötigte Toilettenpause genehmigen, um letztlich trotzdem noch als Erster über die Ziellinie am Meierteich zu laufen.

Streckenrekord im Staffelwettbewerb

Anders als bei den Männern fiel die Titelverteidigung von Vorjahressiegerin Laura Lienhart aus. Antje Pyl zog im Frauen-Feld ebenfalls früh einsam ihre Kreise und gewann ungefährdet in 42:46 Minuten.

Doch gerade Hendrik Pohle wollte es am Samstag rund um das Vereinsgelände des ausrichtenden SC Bielefeld 04/26 offensichtlich so richtig wissen: Auch über die 5000 Meter mischte der Brackweder von Beginn an vorne mit und kämpfte lange um den Sieg, den sich letztlich Vereinskollege Adam Janicki in 16:18 Minuten holte.

Jener Janicki, der noch Minuten vor dem Start des Rennens angekündigt hatte, die 5000 Meter »ganz locker« anzugehen. Nicht wenige warfen ihm schon nach wenigen Metern ein flehentlichen Blick hinterher, als das Spitzentrio um Janicki bereits die ersten Läufer überrundete.

Der Brackweder hatte sich seine Kräfte trotz des Triumphs allerdings allem Anschein nach gut eingeteilt: Auch in der anschließenden 4 x 800 Meter Staffel ging Janicki auf die Bahn und sicherte sich gemeinsam mit Tjard Gößling, Jos Gößling und Boris Pieper auch hier souverän den Titel. Mit einer Zeit von 8:07 Minuten stellte das Quarett sogar einen neuen Streckenrekord auf.

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