Rollstuhltennis: Bielefelderin besiegt die Weltranglistenerste Kamiji Ellerbrock kämpft sich ins Wimbledon-Finale

Bielefeld(WB/wie). Sabine Ellerbrock steht zum ersten Mal in ihrer Karriere im Finale des Grand Slam-Turniers in Wimbledon. Deutschlands beste Rollstuhltennisspielerin setzte sich am Freitag im Halbfinale gegen die Weltranglistenerste Yui Kamiji (Japan) nach einem erneut nervenaufreibenden Rasen-Krimi mit 7:6 (7:4), 1:6 und 7:6 (7:4) durch.

Ellerbrock steht damit im Endspiel, in dem es die Bielefelderin am Sonntag mit der Niederländerin Diede De Groot (6:0, 6:2 im Halbfinale gegen Landsfrau Aniek van Koot) zu tun bekommt.

Wie schon beim Viertelfinalsieg gegen Marjolein Buis (Niederlande) bewies die 41-Jährige auch gegen Kamiji in den entscheidenden Momenten Nervenstärke. Auf Court 14 an der Church Road geriet Sabine Ellerbrock zunächst 1:5 in Rückstand, doch dann kämpfte sich die Nummer fünf der Welt ins Match zurück. Nach Abwehr von drei Satzbällen verkürzte sie auf 3:5 und ließ drei weitere Spielgewinne folgen – 6:5. Im Tie-Break hatte Ellerbrock dann das bessere Ende für sich – 7:4.

In Durchgang zwei dominierte dann die an Position zwei gesetzte Japanerin – Kamiji gewann im Schnelldurchgang mit 6:1. Der entscheidende dritte Satz verlief ähnlich wie der erste. Wieder geriet Ellerbrock in Rückstand (1:4), wieder gab sie die passende Antwort (6:5), wieder ging es in den Tie-Break. Und auch hier packte die 41-Jährige erneut ihr Kämpferherz aus.

Nach einem 2:4-Rückstand machte Ellerbrock fünf Punkte in Folge und feierte nach 2:05 Stunden Spielzeit den Einzug ins Finale. Ein Sieg fehlt nun noch zur Wimbledon-Krönung. »Dass Sabine ins Endspiel einzieht, damit hatte ich nicht gerechnet«, gesteht Vater Hartwig Ellerbrock.

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